57. Innogy-Marathon

Elias Sansar im Duell mit Vorjahressieger Benedikt Hoffmann

Benedikt Hoffmann gewann im Vorjahr am Baldeneysee.

Benedikt Hoffmann gewann im Vorjahr am Baldeneysee.

Foto: Michael Gohl

Essen.  An der Spitze der Männerkonkurrenz deutet sich beim Essener Marathon am Sonntag erneut ein Zweikampf an. Familiäres Ambiente am Baldeneysee.

Beim Tusem haben sie ihren Marathon fast hinter sich. Wenn am Sonntag (10 Uhr) die Läuferinnen und Läufer auf der Freiherr-v.-Stein-Straße zum 57. Innogy-Marathon auf die 42,195 Kilometer lange Reise rund um den Baldeneysee geschickt werden, befindet sich das Team um Cheforganisator Gerd Zachäus (79) sozusagen schon auf der Ziellinie. Die Arbeit ist zum großen Teil getan wie in all den Jahren zuvor natürlich ehrenamtlich, was man nicht hoch genug anerkennen kann.

Das Orga-Team hat in den vergangenen Monaten viel Zeit investiert, um dieses Event auf die Beine zu stellen. Das ist nicht immer einfach. Und manche Probleme ergeben sich kurzfristig, was den Stressfaktor natürlich erhöht, denn die Gäste sollen von alledem nichts mitbekommen, sondern sie sollen sich vor allem am See wohlfühlen.

Die S-Bahn, die normalerweise Besucher und Athleten zum Wettkampfort bringen sollte, hat pünktlich zum Freitag wegen Bauarbeiten den Betrieb eingestellt. Immerhin gibt es einen Schienenersatzverkehr. „Es wäre schön gewesen, wenn die Kampmannsbrücke am Sonntag offiziell durch uns eröffnet worden wäre“, sagt Gerd Zachäus. Hat leider nicht geklappt. Egal, auch so wird Deutschlands traditionsreichster Marathon über die Bühne gehen.

Viele Athleten lieben diese Strecke durch die Natur

Viele Marathonis lieben dieses Rennen durch die Natur, die Strecke ist flach und wäre gut geeinigt für schnelle Zeiten. Doch Spitzenathleten für eine Schlagzeile kosten nun mal Geld, das der Tusem nicht hat. Also werben sie am See mit einem familiären Ambiente und der persönlichen Note. Die meisten kommen deshalb auch gerne wieder.

Unter den 700 Startern, die sich bereits angemeldet haben, werden viele bekannte Gesichter sein. Für die beliebte Seerunde, mit 17,4 Kilometern nicht gar so strapaziös, gibt es sogar 1300 Anmeldungen. Die Titelkämpfe des Landesverbandes Niederrhein, Regional-Mitte - früher hieß das Kreismeisterschaften - werden ausgetragen. Und der Europameister der Gehörlosen wird gekürt.

Ehemaliger Essener OB Wolfgang Reiniger läuft seinen zehnten Marathon

Bei den Männern deutet sich wie im Vorjahr das Duell zwischen Vorjahressieger Benedikt Hoffmann (Berglauf-Nationalteam) und Elias Sansar (Detmold) an, der schon dreimal in Essen gewonnen hat und 2018 Zweiter wurde. Bei den Frauen ist Isabel Leibfried (Heilbronn), die DM-Zweite von 2018, Favoritin. Übrigens: Essens ehemaliger OB Wolfgang Reiniger (Jg. 1944) will seinen zehnten Marathon ins Ziel bringen.

Und dann ist wie gewohnt die Allbau-Lichtblicke-Staffel am Start, die erstmals weibliche Züge trägt. Mareike Eißmann, Triathletin vom Starlight Team und vor drei Monaten zum zweiten Mal Mama geworden, wird Kanu-Olympiasieger Max Hoff, Björn Schüngel (Radio Essen) und Jonathan Krause (Tusem) unterstützen. Für jede Staffel, die schneller ist als dieses Quartett, spendiert Allbau 50 Euro für die Aktion Lichtblicke.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben