Tennis 2. Bundesliga

Für TC Bredeney ist zu viel nicht nach Plan gelaufen

Der Bredeneyer Mohamed Safwat lieferte an Position drei ein super Match, verlor aber nach Match-Tiebreak.

Der Bredeneyer Mohamed Safwat lieferte an Position drei ein super Match, verlor aber nach Match-Tiebreak.

Foto: Michael Gohl

Essen.  Essener Tennis-Zweitligist hat gegen Neuss im letzten Doppel den Aufstieg vor Augen und scheitert. TCB-Manager Rekasch kündigt neuen Anlauf an.

Der Traum des TC Bredeney vom Aufstieg in die 1. Bundesliga ist geplatzt. Nach acht spannenden, ja bisweilen dramatischen Stunden stand der TC Blau-Weiß Neuss vor rund 700 Zuschauern am Zeißbogen als 5:4-Sieger fest und bejubelte den direkten Wiederaufstieg. Das dritte Doppel mit dem Spanier Javier Barranco Cosano und Niels Lootsma aus den Niederlanden sorgte mit dem 2:6, 6:4, 10:7-Erfolg gegen die belgische Paarung Jeroen Vanneste/Michael Geerts für den entscheidenden fünften Punkt.

Während die Gäste feierten, zog TCB-Sportmanager Torsten Rekasch eine erste Bilanz: „Wir standen bei diesem letzten Spiel bei einer 6:2-Führung im Match-Tiebreak schon mit einem Bein in der Ersten Liga. Natürlich bin ich enttäuscht, denn auf dem Papier waren wir die beste Mannschaft der Staffel Nord. Vielleicht sind einige unserer Spieler gegen die routinierten Neusser nicht mit dem Druck und der großen Kulisse zurechtgekommen.“

Mats Moraing geht gehandicapt ins Spitzeneinzel

Mats Moraing ging nach seiner Verletzung gehandicapt in das Spitzenspiel gegen den Finnen Emil Ruusuvuori. Er konnte im Doppel nicht mehr eingesetzt werden, was die Gastgeber natürlich schwächte. „Wir werden jetzt einen Schlussstrich ziehen, die Saison analysieren und versuchen, es im nächsten Jahr noch besser zu machen“, kündigte Rekasch an. „Immerhin hat es für uns als Aufsteiger zur Vizemeisterschaft gereicht.“

Auch Peter Torebko, der zuverlässige Bredeneyer, war tief enttäuscht: „Ich denke, dass die Saison von Beginn an auf Aufstieg gepolt war. Die gegnerischen Mannschaften traten gegen unser starkes Team oft nicht in bester Besetzung an. Das hat uns viele klare Siege beschert. Ausgerechnet beim Endspiel gegen Neuss ist bei uns einiges leider nicht nach Plan gelaufen.“

Tolle Stimmung auf der Anlage am Zeißbogen

Moraing verletzt, Jeroen Vanneste trat krank an und das letzte Doppel konnte eine sicher geglaubte Führung nicht ins Ziel bringen. Positiv war immerhin die Stimmung auf der Anlage. „Vor solch einer Kulisse machte es großen Spaß. Die vielen Zuschauer gingen begeistert mit und haben uns großartig unterstützt“, meinte Torebko. „Enttäuscht ist man immer, wenn man sein Ziel nicht erreicht, egal in welchem Bereich des Lebens. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben.“

Bredeneys Trainer Daniel Kruchen war trotz der Niederlage seines Teams von dem Saisonfinale begeistert: „Was für ein Spiel! Ich kann noch immer nicht begreifen, dass des für unser drittes Doppel trotz Führung nicht gereicht hat. Aber es war eine tolle Atmosphäre auf Anlage.“

TC Bredeney - BW Neuss 4:5.

Einzel: Mats Moraing - Emil Ruusuvuori 2:6, 5:7, Blaz Kavcic - Javier Barranco Cosano 6:2, 6:2, Mohamed Safwat – Botic van de Zandschulp 6:1, 4:6, 4:10, Peter Torebko – Frederik Nielsen 6:6 (Aufgabe).

Doppel: Nielsen, Christopher Heyman – Lennart Hampel 6:4,2:6, 10:4, Jeroen Vanneste – Niels Lootsma 5:7 3:6, Torebko/Heymann – Ruusuvuori/van des Zandschulp 4:6, 1:6, Kavcic/Mats Rosenkranz 6:1,6:3, Vanneste/Geerts – Barranco/Lootsma 2:6, 6:4,7:10.

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