Eishockey

Heimspiel-Atmosphäre bei Derbysieg der Moskitos in Duisburg

Enrico Saccomani (r. , hier gegen Pavel Pisanik) ) erzielte in Duisburg das 2:0 für die Moskitos.

Enrico Saccomani (r. , hier gegen Pavel Pisanik) ) erzielte in Duisburg das 2:0 für die Moskitos.

Foto: Lars Fröhlich

Duisburg.  Eishockey-Oberligist Moskitos Essen dominieren beim Derby in Duisburg. Mit dem Tor zum 4:0 war Entscheidung schon im zweiten Drittel gefallen.

„Wir haben Heimspiel in Duisburg“, schallte es in der Schlussphase aus dem Gästeblock der Duisburger Eishalle. Diesen Eindruck konnte man beim Oberliga-Derby zwischen EVD und den Wohnbau Moskitos tatsächlich gewinnen, denn nach rund 50 Minuten gaben die Gastgeber ihr Gebiet kampflos auf.

Auf dem Eis gab es es kaum noch Gegenwehr für Niklas Hildebrand, der einsam durch die Hälfte der Füchse kurvte und zum 6:1 einschoss. Während das mitgereiste Essener Publikum die Nummer neun für den Treffer feierte, rollten die Duisburger ihre Fahnen zusammen und verließen die Eishalle in Scharen noch vor dem Spielende. Die Früh-Geher verpassten, dass ihr Team immerhin noch den Treffer zum 2:6-Endstand beisteuerte.

Ein schwieriges Spiel, aber der zweite Saisonsieg

„Das war ein schwieriges Spiel für uns, schwieriger als es das Ergebnis zeigt“, sagte Larry Suarez, Interimscoach der Mücken, für dessen Team es der zweite Saisonsieg war. Am Sonntag bot sich den Moskitos die Chance, im Heimspiel gegen die Saale Bulls nachzulegen (Ergebnis nach Redaktionsschluss). „Die Jungs haben sehr gut gekämpft und sich den Sieg mit viel Charakter verdient.“

Mit 3:0 führte der ESC bereits nach dem ersten Drittel komfortabel. Auch dank der Mithilfe von Duisburgs Goalie Christian Wendler. Er hatte keinen guten Tag erwischt und wurde später vom Eis genommen. Sein Gegenüber Kevin Beech hingegen, der beim Saisonstart noch ähnlich unsicher agiert hatte, zeigte seine bisher stärkste Leistung im Essener Trikot - nicht nur aufgrund eines gehaltenen Penaltys.

Knackpunkt zu Beginn des zweiten Drittels

Einer der Knackpunkte im Spiel ereignete sich Anfang des zweiten Drittels. Drei Minuten Unterzahl für die Gäste, eine davon im 3:5. Doch der ESC verteidigte beherzt, hielt dem gegnerischen Druck stand. Als die Moskitos kurz darauf selbst in Überzahl waren, zeigte Kapitän Stephan Kreuzmann den Füchsen mit einem strammen Schuss von der blauen Linie zur 4:0-Führung (27.), wie erfolgreiches Powerplay funktioniert. Es war die Vorentscheidung.

Nach dem Ertönen der Schlusssirene verschwanden die EVD-Spieler schnell in der Kabine, während die Moskitos-Gemeinde auf dem Eis und auf den Rängen den Derbysieg ausgiebig zelebrierte. Obwohl auf dem Banner, dass die Mannschaft vor dem Gästeblock hochhielt, „Auswärtssieg“ geschrieben stand, fühlte es sich irgendwie eher nach einem Heimspiel an.

So haben sie gespielt

EV Duisburg- Moskitos Essen 2:6. Drittel: 0:3, 0:1, 2:2. Tore: 0:1 Airich (4.), 0:2 Saccomani (11.), 0:3 Grözinger (12.), 0:4 Kreuzmann (27.), 1:4 Ratajczyk (44.), 1:5 Hildebrand (47.), 1:6 Hildebrand (51.), 2:6 Deeg (55.).

Strafen: Duisburg 10 Minuten, Essen 12 Minuten. Zuschauer: 1356.

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