Regionalliga

Rot-Weiss Essen hat den neuen Plan inzwischen verinnerlicht

RWE-Torjäger Marcel Platzek trifft auf eine ausgesprochen stabile Defensive. Foto: Thorsten Tillmann

RWE-Torjäger Marcel Platzek trifft auf eine ausgesprochen stabile Defensive. Foto: Thorsten Tillmann

Essen.  Am Samstag will es der Essener Regionalligist wissen. Nach zwei Spielausfällen kommt Ligafavorit Uerdingen. Rund 9000 Zuschauer werden erwartet.

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An zwei Wochenenden mussten die Rot-Weissen nun schon passen. Sowohl das Verbandspokalspiel bei TuRu Düsseldorf, als auch das Regionalliga-Derby in Wuppertal musste abgesagt werden, weil der morastige Rasen kein Fußballspiel zuließ. Doch am kommenden Samstag will es Rot-Weiss Essen wissen, schließlich ist dann Ligafavorit KFC Uerdingen zu Gast (14 Uhr), so dass es zum Jahresende hin an der Hafenstraße noch einmal ein sportliches Highlight geben könnte. „Ich gehe davon aus, dass gespielt wird“, sagt RWE-Trainer Argirios Giannikis. „Ich wäre überrascht, wenn nicht.“ Stand Mittwochnachmittag.

Krefelder sind punktgleich mit Viktoria Köln an der Spitze

9000 Zuschauer erwarten die Rot-Weissen zum letzten Heimauftritt vor der Winterpause. Für diese unwirtliche Jahreszeit eine wirklich bemerkenswerte Kulisse. Aber es dürfte ja auch ein interessanter Vergleich werden zwischen diesen beiden Traditionsklubs. Die Gastgeber haben sich nach ihrer Krise ganz gut berappelt, was auch die Fans wieder etwas zuversichtlicher stimmt. Und die Krefelder sind ein heißer Titelanwärter, stehen mit 39 Zählern gleichauf mit Viktoria Köln an der Tabellenspitze. Lediglich bei der Tordifferenz haben die Kölner einen Vorteil, denn Uerdingen war mit 21 erzielten Toren in 19 Spielen doch arg sparsam. Zwei Niederlage bisher und nur elf Gegentore sind aber eine Klasse für sich. Das zeugt von „defensiver Stabilität“, wie Giannikis sagt.

Stabilität – das war auch in den vergangenen Wochen das Zauberwort bei den Gastgebern. Die Defensive zu stärken, hatte absolute Priorität, um erst einmal wieder Sicherheit zu bekommen. Die Zeiten der katastrophalen Schnitzer scheint vorüber, unter dem neuen Trainer stehen die Reihen diszipliniert und wohl geordnet, lassen kaum noch etwas zu. Und siehe da, mit ein bisschen Effektivität lassen sich dann auch Spiele gewinnen.

„Wir haben Fortschritte gemacht“, sagt Agi Giannikis. Der Test gegen den Oberligisten FC Brünninghausen (1:0) habe gezeigt, dass seine Spieler mittlerweile den ausgegebenen Plan verinnerlicht hätten. „Wir haben uns dort auch gute Chancen herausgespielt, wir hätten sie nur besser nutzen müssen.“ Natürlich kennt der Trainer die Klasse des Tabellenzweiten, dennoch findet Giannikis: „Wir haben die Chance, gegen jeden in der Liga zu gewinnen.“

Spannendes Hinspiel endete 2:2

Als sich diese beiden Mannschaften am dritten Spieltag gegenüberstanden, wusste noch niemand, wohin die Reise gehen wird. Klar war, dass Aufsteiger Uerdingen allein wegen des hochkarätigen Personals wohl eine gute Rolle spielen würde. Und RWE? Die Essener trotzten dem KFC damals ein 2:2 ab und blieben fortan weit hinter den hohen Erwartungen zurück, was sich in 16 Punkten Rückstand auf die Tabellenspitze widerspiegelt. Gleichwohl hat KFC-Trainer Michael Wiesinger eine hohe Meinung von den Rot-Weissen: „Für mich gehören sie nach wie vor zu den besten Mannschaften, die die Liga zu bieten hat. Sie haben eine ungeheure Qualität im Kader.“ Was es zu beweisen gilt.

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