SGS Essen sichert sich in Jena den ersten Auswärtsdreier

Erfolgreiche SGS: Lea Schüller, Turid Knaak und Lena Ostermeier gehörten in Jena zu den Torschützen.

Erfolgreiche SGS: Lea Schüller, Turid Knaak und Lena Ostermeier gehörten in Jena zu den Torschützen.

Foto: Michael Gohl

Jena.  Frauenfußball-Bundesliga SGS Essen gelingt beim Aufsteiger Jena der erste Auswärtssieg. Das Tor einer Abwehrspielerin ebnet den Weg zum Sieg.

Die SGS Essen kann auch auswärts gewinnen. Und wie: Beim Aufsteiger USV Jena setzten sich die Bundesliga-Fußballerinnen von der Ardelhütte dank einer furiosen zweiten Hälfte mit 7:1 (0:1) durch. Nach drei Heimsiegen gelang der Elf von Trainer Markus Högner damit auch in der Fremde der erste Dreier. Lea Schüller, Turid Knaak und Lena Oberdorf, die erst Mitte der Woche von der Nationalmannschaft zurückkehrten, steuerten sechs Treffer bei.

Eröffnet hatte den Torreigen allerdings Lena Ostermeier. „Ihr Tor war für uns der Schlüssel zum Erfolg. Wie man so schön sagt: Es war der Dosenöffner“, resümierte Högner. Denn in den ersten 30 Minuten entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der Jena vor allem über Standards durchaus gefährlich wurde. Bereits in der dritten Minute hatte Meyer nach einer Unsicherheit von Essens Torfrau Plehn eine Möglichkeit, doch Plehn bügelte ihren Fehler selbst wieder aus. Glück hatte sie dann nach einer Viertelstunde, als Arnold per Freistoß den Querbalken traf. „Vielleicht hatten wir am Anfang Probleme mit der Hitze, sind dann aber immer besser ins Spiel gekommen“, erklärte Högner.

Nach dem 1:0 bekamen Essenerinnen Oberwasser

Begünstigt durch das Traumtor von Ostermeier: Die Abwehrspielerin zog aus gut 20 Metern ab und versenkte den Ball genau im Winkel, 1:0. Die 23-Jährige befindet sich bei der SGS in der achten Saison und lief zum 93. Mal in der Eliteliga auf. Ein Tor aber erzielte Ostermeier zuvor noch nicht. Und dann gleich ein gleichermaßen schönes wie wichtiges. Denn fortan hatte die SGS Oberwasser und hätte beinahe noch vor der Pause nachgelegt: Knaaks Schuss strich nur knapp am Pfosten vorbei.

„Aber dann sind wir hochkonzentriert aus der Kabine gekommen“, freute sich Högner. Und viele Chancen brauchten die Gäste nicht. Erst war Schüller der gegnerischen Abwehr enteilt, dann nutzte Oberdorf Abstimmungsprobleme in der USV-Defensive: 0:3. Doch auch die Thüringerinnen sendeten noch einmal ein sportliches Lebenszeichen. „Über das Gegentor habe ich mich dann schon geärgert, weil wir da einfach nicht richtig zugepackt haben“, monierte der SGS-Trainer.

Drei Tore innerhalb von nur acht Minuten

Doch dem 1:3 durch Meyer folgte nur drei Minuten später der nächste Treffer der Gäste: Nicole Anyomi eroberte den Ball und bereitete damit Knaaks zweiten Saisontreffer vor. Nur acht Minuten lagen zwischen den drei Essener Treffern. Dann kühlte die Partie erst einmal wieder etwas ab. Aber nur bis zur Schlussoffensive der SGS: Zweimal ließ sich Jena auskontern, zweimal vollstreckte Schüller eiskalt und schnürte ihren Dreierpack. Knaak setzte schließlich den Schlusspunkt.

Diesmal brauchte die SGS für drei Treffer gegen einen mittlerweile hoffnungslos überforderten Widersacher nur sieben Minuten. Punkten konnten die Thüringerinnen bisher ohnehin allein gegen Mitaufsteiger Köln, der sich am kommenden Sonntag bei der SGS vorstellt.

So haben sie gespielt

USV Jena – SGS Essen 1:7 (0:1).
SGS:
Plehn – Ostermeier, Hegering, Feldkamp, Klasen – Senß (51. Grutkamp), Oberdorf, Lange (82. Breitenbach), Knaak – Anyomi (82. Brüggemann), Schüller.

Tore: 0:1 Ostermeier (37.), 0:2 Schüller (51.), 0:3 Oberdorf (53.), 1:3 Meyer (56.), 1:4 Knaak (59.), 1:5 Schüller (79.), 1:6 Schüller (85.), 1:7 Knaak (88.).

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben