Frauenfußball Bundesliga

SGS Essen sorgt schnell für klare Verhältnisse

Schon in der ersten Halbzeit hatte die SGS eine Menge Grund zu jubeln.

Schon in der ersten Halbzeit hatte die SGS eine Menge Grund zu jubeln.

Foto: Michael Gohl/FFS

Essen.  Beim souveränen 3:1-Saisonauftakt gegen Bayer Leverkusen war bereits zur Pause alles entschieden. Gästen gelang danach nur noch der Ehrentreffer.

Gelungener Auftakt für die SGS Essen: Nach sieben Siegen in der Vorbereitung feierte die Elf von Trainer Markus Högner zum Start der Frauenfußball-Bundesliga den nächsten Erfolg. Beim 3:1 (3:0) gegen Bayer Leverkusen war bereits zur Halbzeit praktisch alles klar, auch wenn den Gästen noch der Ehrentreffer gelang. Die Essenerinnen revanchierten sich damit für die 1:2-Niederlage in Leverkusen zum Abschluss der Vorsaison, die die SGS Platz drei kostete und Bayer überhaupt erst den Klassenerhalt sicherte.

Lea Schüller erzielte das frühe 1:0

„Insgesamt war unsere Leistung in Ordnung“, befand Trainer Högner, für den es ebenfalls ein gelungener Einstand war. „Speziell in den ersten 20 Minuten haben wir ein richtig gutes Spiel gemacht.“ Und dafür belohnte sich die SGS. Bereits nach sieben Minuten stand es 1:0: Manjou Wilde hatte einen Freistoß an den kurzen Pfosten gebracht, wo Lea Schüller einköpfte. Die Essenerinnen erzielte damit im dritten Heimspiel in Folge gegen Leverkusen mindestens ein Tor.

Die SGS ließ nicht locker. Cristina Lange setzte sich am Flügel durch und fand Wilde im Rückraum: 2:0. Keine Viertelstunde war bis dahin gespielt. „Danach hat sich aber bei uns etwas der Schlendrian eingeschlichen“, bemängelte Högner. Seine Mannschaft schaltete einen Gang zurück und ließ die Gäste besser ins Spiel kommen. Torraumszenen blieben zunächst Mangelware. Hinten stand die SGS gut, obwohl Högner bei der Aufstellung kaum Alternativen besaß. Neben Marina Hegering fielen in Irina Ionannidou und Jacqueline Klasen gleich drei Spielerinnen aus der Viererkette aus.

Trainer Högner legte den Finger in die Wunde

Doch Jana Feldkamp, Lena Ostermeier und Alida Dzaltur, die bis zuletzt noch in der U23 der SGS kickte, machten ihre Sache ordentlich. Kurz vor der Pause ging dann auch noch was nach vorne: Kapitänin Wilde hatte das Auge für die startende Ramona Petzelberger, die frei vor dem Bayer-Tor auftauchte und auf 3:0 stellte.

Trotz klarer Führung legte Högner in der Pause den Finger in die Wunde: „Wir haben darüber gesprochen, dass wir wieder konsequenter auftreten wollen.“ An die starke Anfangsphase konnte seine Mannschaft zwar nicht anknüpfen, blieb aber spielbestimmend. Cristina Lange hatte per Kopf die Chance zum 4:0, doch Bayer-Torfrau Klink parierte glänzend.

Oberdorf und Anyomi sorgten für neuen Schwung

Für neuen Schwung sorgte Högner schließlich mit zwei Wechseln nach gut einer Stunde selbst: Für die beiden Neuzugänge Elisa Senß und Lange kamen Lena Oberdorf und Nicole Anyomi. Die SGS drückte fortan auf das 4:0. Doch erst Schüller im Duell mit Torfrau Klink und später auch Anyomi verpassten es, das Ergebnis hochzuschrauben. Stattdessen gab es in der Schlussphase noch einen Hauch Spannung. Denn nach einem Ballverlust im Zentrum war die SGS in der Defensive ungeordnet und mit zwei schnellen Pässen ausgespielt: Rudelic verkürzte auf 1:3.

„Danach hatte Leverkusen sogar noch eine Chance zum Anschlusstreffer“, erkannte Högner. Doch in ernsthafte Gefahr kam die SGS nicht mehr. Und spätestens als Högner vom wackligen 1:0-Auftaktsieg seines Ex-Klubs Wolfsburg gegen Sand hörte, konnte er seiner Mannschaft die eine oder andere Unachtsamkeit verzeihen. Gegen Sand kann die SGS dann in der kommenden Woche noch nachlegen.

SGS Essen- Bayer Leverkusen 3:1 (3:0).
SGS: Strüngmann – Ostermeier, Brüggemann, Feldkamp, Dzaltur – Lange (63. Oberdorf), Wilde Petzelberger – Senß (63. Anyomi), Schüller, Knaak (87. Grutkamp). Zuschauer: 1254. Tore: 1:0 Schüller (7.), 2:0 Wilde (12.), 3:0 Petzelberger (42.), 3:1 Rudelic (84.).

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