Handball

Tusem Essen gewinnt gegen Hüttenberg und bleibt oben dran

Kaum zu bändigen: Dennis Szczesny tankt sich durch die Hüttenberger Abwehr.

Kaum zu bändigen: Dennis Szczesny tankt sich durch die Hüttenberger Abwehr.

Foto: STEFAN AREND

Essen.  Handball-Zweitligist Tusem Essen bezwingt Hüttenberg 33:28 und bleibt ungeschlagen. Gäste waren zäher Brocken, eine Siegchance hatten sie nicht.

Der Tusem hat nachgelegt und bleibt nach dem vierten Spieltag ungeschlagen. Der Handball-Zweitligist von der Margarethenhöhe gewann sein Heimspiel am Hallo vor 1650 Zuschauern gegen den TV Hüttenberg mit 33:28 (17:14) und hat damit seinen Platz an der Sonne in der 2.Handball-Bundesliga verteidigt. Mit dem exakt gleichen Ergebnis hatten die Essener schon vor Wochenfrist beim Erstliga-Absteiger Bietigheim gewonnen.

„Wir sind sehr zufrieden“, nickte der Sportliche Leiter Herbert Stauber nach der Schlusssirene. „Mit dem Spiel heute und überhaupt mit unserem Saisonstart.“ Das können sie auch sein, der Start entspricht genau den Ambitionen, die sie in dieser Saison hegen. Der Tusem will oben mitmischen, ganz oben, und wenn man das Spiel gegen Hüttenberg verfolgte, scheint er auch das Zeug dazu zu haben.

Die Statistik ließ leise Zweifel aufkommen

Die statistischen Zahlen im Duell mit dem TV Hüttenberg ließen zumindest leise Zweifel vor dem Anpfiff aufkommen, denn die Bilanz gegen die Hessen ist alles andere als positiv. Diese beiden Mannschaften haben sich immer schon beharkt und selten gab es klare Ergebnisse.

Die ersten Minuten liefen auch nicht gut für die Gastgeber. Dennis Szczesny kassierte bereits nach einer Minuten die erste Zeitstrafe. Lucas Firnhaber verdaddelte den Ball, und Noah Beyer erlaubte sich einen Fehlwurf. Schon führte der Gast mit 2:0 (4.).

Noah Beyer setzte zunächst die Akzente

Die Jungs von Trainer Jaron Siewert brauchten ein bisschen Zeit, doch dann starteten sie durch. Sie drückten aufs Gas, waren zielstrebig und klar in den Aktionen, ließen den Ball blitzschnell durch die Reihen laufen und lagen mit 4:3 (10.) erstmals in Führung.

Und immer wieder tauchte in dieser Phase Noah Beyer auf. Er traf von außen, per Gegenstoß oder vom Punkt. Der Linksaußen hatte nach einer Viertelstunde schon fünf Mal eingenetzt. Das war fein anzusehen, wie dynamisch und treffsicher die Gastgeber agierten. Hinten hielten sie dicht, allen voran auch Torwart Fredrik Genz.

Knapper Vorsprung zur Pause verpricht weitere Spannung

Aber Hüttenberg wehrte sich, war zäh. Der Vorsprung wurde nie größer als vier Tore, nach 25 Minuten hatten dien Hessen sogar auf 12:14 verkürzt. Auch der Pausenstand von 17:14 für Essen versprach weitere spannende 30 Minuten.

Richtig unzufrieden war Dennis Szczesny in die Kabine marschiert, und diese Wut explodierte nach der Pause auf dem Parkett. Der Rückraumrecke war kaum noch zu bändigen, er hechtete den Bällen hinterher und eroberte sie. Mit Urgewalt und Entschlossenheit peitschte er die Kugel ins gegnerische Netz. Nun setzte er die Akzente. Seine fünf Tore erzielte er alle in Hälfte zwei.

Ständiger Vorsprung von fünf Toren in Hälfte zwei

Da war es mehr Muskelspiel, als feine Handballkunst. Aber egal, der Tusem marschierte voran, ließ sich nicht mehr aufhalten oder aus dem Konzept bringen. Auch nicht von der Roten Karte gegen Kreisläufer Tim Zechel, der frei vor dem Tor dem Keeper den Ball ins Gesicht warf. Ob Absicht oder nicht? Die Schiedsrichter zückten Rot. Was nicht alle akzeptieren wollten, zumal die Schiedsrichter einige Mal etwas unglücklich entschieden an diesem Abend.

Mitte der zweiten Hälfte pendelte sich der Vorsprung für den Tusem bei fünf Toren ein, aber es wurden auch mal sieben (27:20/ 49.). Die Essener brachten die zwei Punkte nach Hause, nicht locker, aber souverän.

T usem: Genz, Bliß - Szczesny (5), Skroblien (5/3), Beyer (7/3), Ellwanger, Urios (1), Akakpo (1), Ridder, Müller (3), Firnhaber (5), Klingler (3), Zechel (3).
Schiedsrichter: Müller/Müller.

Zuschauer: 1653.
Zeitstrafen: 5/3 (38. Rot gegen Zechel/Tusem).

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