BASKETBALL

77:73 bei den Dragons: Die Dreier als Schlüssel zum Erfolg

Der Schalker Shavar Newkirk erzielte alle seine 19 Punkte gegen die Artland Dragons in der zweiten Hälfte. 

Der Schalker Shavar Newkirk erzielte alle seine 19 Punkte gegen die Artland Dragons in der zweiten Hälfte. 

Quakenbrück.   Der FC Schalke 04 beendet in Quakenbrück gegen die Artland Dragons die Negativserie in der 2. Bundesliga ProA von fünf Niederlagen hintereinander

Großes Aufatmen bei den Basketballern des FC Schalke 04: Nach fünf Niederlagen in Folge hatten die königsblauen Korbjäger am Samstagabend endlich mal wieder ein Erfolgserlebnis in der 2. Bundesliga ProA. Das 77:73 beim Mitaufsteiger Artland Dragons war der erste Sieg seit dem 8. Januar (80:77 gegen Schlusslicht Baunach) und gleichzeitig auch der erste seit den letzten größeren personellen Veränderungen. Die Schalker hielten damit ihren Zwei-Punkte-Vorsprung auf den Tabellenvorletzten Hanau.

„Es hat noch nicht alles gepasst, aber doch ein bisschen mehr als zuletzt“, äußerte sich Schalkes Trainer Raphael Wilder sehr zufrieden nach dem nicht selbstverständlichen Coup. Der 65-Jährige hatte im Vorfeld der Partie betont, dass sein Team in Quakenbrück der Außenseiter, aber nicht chancenlos sei. „Die Dragons leben von ihren Dreiern“, so der Coach. „Ich habe meinem Team die gesamte Woche eingetrichtert: Wenn wir ihnen die Dreier wegnehmen, gewinnen wir das Spiel.“

Und was passierte? In der ersten Halbzeit schafften es die Schalker nicht, die Dreierwürfe des Gastgebers zu unterbinden. Die Dragons trafen bei 16 Versuchen achtmal jenseits der Linie. Zum Vergleich: Die Gäste, die ohne den am Knie verletzten Jakob Mampuya auskommen mussten, versuchten es sechsmal und trafen nicht ein einziges Mal. Die Folge: Der ehemalige BBL-Klub lag vor 2100 Zuschauern zwischenzeitlich mit 39:29 und zur Pause immerhin noch mit 39:33 vorne.

Die zweite Halbzeit begann mit einem doppelten Erfolgserlebnis für die Gäste. Brandon Parrish und Björn Rohwer trafen kurz nacheinander jenseits der Dreierlinie. Das Blatt wendete sich völlig. Schalke schaffte es, die Quote der Dragons zu drücken. Sie trafen im zweiten Durchgang nur noch zwei von zwölf Dreiern. Und die Königsblauen verbesserten ihre eigene Quote. Die Hälfe ihrer Dreierwürfe, sechs von zwölf, ging nach der Pause rein.

Die Führung wechselte im dritten Viertel hin und her. Als die Dragons nach 33 Minuten mit 67:58 vorne lagen, schien die Sache in die von ihnen gewünschte Richtung zu laufen. Aber sie machten die Rechnung ohne Shavar Newkirk und Courtney Belger, die in der Crunchtime zu großer Form aufliefen.

Shavar Newkirk nicht aufzuhalten

Shavar Newkirk erzielte in den letzten drei Minuten zehn Punkte und war somit letztlich der Matchwinner. Bemerkenswert: Seine 19 Punkte gelangen ihm ausnahmslos in der zweiten Hälfte. Auch Courtney Belger steuerte 19 Punkte zum nicht unverdienten 77:73-Sieg bei.

„Die Jungs haben sich nie aufgegeben“, stellte Raphael Wilder zufrieden fest. „Wie sie das Spiel in der Schlussphase noch umgebogen haben, daran sieht man, wie stark ihre Moral ist. Das Team ist intakt, und das gibt mir Mut für die restlichen sieben Spielen im Abstiegskampf.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben