Corona-Chronik

Corona in Gelsenkirchen: Alle wichtigen Infos in der Chronik

Virologe zum Coronavirus: Risikogruppe muss geschützt werden

Essen, 19.03.2020: Prof. Dr. Ulf Dittmer, Virologe an der Uniklinik Essen, beantwortet Fragen zur aktuellen Lage und erklärt, wie weit die Impfstoffentwicklung ist.

Beschreibung anzeigen

Gelsenkirchen.  Bislang haben sich in Gelsenkirchen 210 Menschen mit Corona infiziert. 36 sind genesen, vier gestorben. Osterfeuer sind verboten.

So ist der aktuelle Stand der Dinge in Sachen Coronavirus in Gelsenkirchen:

  • Die Stadt richtet ein neues Corona-Behandlungszentrum im Sport-Paradies ein.
  • In diesem Jahr wird es in Gelsenkirchen keine Osterfeuer geben. Sie sind jetzt offiziell verboten.
  • Die Zahl der bislang bestätigten Infektionen betrug am Dienstag in Gelsenkirchen 210 (Vortag: 194).
  • Seit Montag hat Gelsenkirchen den vierten Todesfall durch Corona zu beklagen.
  • Hochzeiten sind ab sofort nur noch mit dem Brautpaar möglich.
  • Die Trauerhallen auf den städtischen Friedhöfen sind ab sofort geschlossen.
  • Alle öffentlichen Spielplätze bleiben abgesperrt, ihre Benutzung ist bis auf Weiteres untersagt.
  • Es gibt ein Ansammlungsverbot.
  • Alle Restaurants und Speisegaststätten in Gelsenkirchen sind geschlossen.
  • Ebenso schließt die Stadt all ihre Dienststellen für den Publikumsverkehr.
  • In den Krankenhäusern gibt es wegen des Coronavirus ein Besuchsverbot.

+++ NEWSBLOG – die Chronologie der Ereignisse +++

7. April, 19.20 Uhr:

Die SPD-Landtagsabgeordneten Heike Gebhard und Sebastian Watermeier fordern eine finanzielle Unterstützung des Landes NRW für die gerade in der Corona-Krise schwer belastete Kommunen. Mit Hochdruck arbeite die Stadt an den sich aus der Covid-19-Krise ergebenden Problemen, so die beiden SPD-Politiker in einer Pressemitteilung. Die Gesundheit und Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger stehe dabei stets an oberster Stelle, doch das alles koste Geld. In fraktionsübergreifender Einmütigkeit hat der Landtag daher einen Nachtragshaushalt und einen Rettungsschirm beschlossen, durch welche 25 Milliarden Euro zur Bekämpfung der Corona-Folgen bereitgestellt werden. Die konkrete Ausgestaltung der Verwendung der Mittel ließ die Landesregierung nach den Worten Gebhards und Watermeiers aber weitestgehend offen.

„Die Kommunen sehen sich Kosten ausgesetzt, auf deren Höhe sie keinen Einfluss haben. Gleichzeitig sitzen sie noch immer auf über 70 Prozent der Kosten für die Geflüchtetenversorgung. Lösungen für die Altschuldenproblematik hat die Landesregierung schlichtweg verschlafen, und eine eingebrochene Nachfrage in vielen Wirtschaftsbereichen führt zu Einbrüchen der kommunalen Steuereinnahmen, um nur einige Beispiele zu nennen. Diese Rechnung kann nicht aufgehen“, so Sebastian Watermeier. „CDU und FDP lassen die Kommunen wieder mal im Regen stehen“, sagt Heike Gebhard. „Auch auf kommunaler Ebene müssen Mehrkosten dringend ausgeglichen werden. Es sollte offensichtlich sein, dass die Kommunen, und damit auch Gelsenkirchen dringend unter den Corona-Rettungsschirm gehören.“

7. April, 18.15 Uhr:

Derzeit gibt es 170 aktuelle Fälle von nachgewiesenen Corona-Infektionen in Gelsenkirchen, 210 waren es bislang insgesamt, 36 Erkrankte sind bereits wieder genesen, vier Menschen sind leider verstorben. Von den aktuellen 170 Fällen sind 123 unter 60 Jahre alt und 47 über 60 Jahre alt.

7. April, 18 Uhr:

Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) hat gemeinsam mit der Stadt Gelsenkirchen ein neues Corona-Behandlungszentrum eingerichtet – und zwar im Sport-Paradies. Das Zentrum ergänzt die ambulante Versorgungsebene mit der Zielsetzung, Covid-19-Infizierte und möglicherweise infizierte Menschen außerhalb der Praxen qualifiziert zu versorgen. Patienten können das neue Behandlungszentrum ohne vorherige Anmeldung aufsuchen. Das Zentrum startet den Betrieb am Mittwoch, 8. April. Öffnungszeiten sind täglich von 12 bis 15 Uhr. Für wen das Behandlungszentrum gedacht ist, lesen Sie hier.

7. April, 17 Uhr:

Zum Schutz vor Neuinfizierungen durch das Coronavirus hat das Land NRW eine Reihe von Verboten erlassen und in der Coronaschutzverordnung zusammengefasst. Dazu gehört in diesem Jahr auch das Anzünden von Brauchtums- oder Osterfeuern. Darauf machen jetzt das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen und die Stadt Gelsenkirchen aufmerksam. Angesichts der aktuell geschlossenen Wertstoffhöfe weist die Stadt Gelsenkirchen zusätzlich darauf hin, dass Feuer im Freien nicht zur Abfallbeseitigung missbraucht werden dürfen. Das Einhalten der Regelungen wird durch die Ordnungsbehörden überwacht. Fehlverhalten werden laut Stadt mit entsprechenden Bußgeldern geahndet.

7. April, 14.45 Uhr:

Die Bulmker SPD bedauert, dass die große Osteraktion im Bulmker Park in diesem Jahr abgesagt werden musste. Dafür wird nun eine Kinderaktion am Pfingstmontag geplant. Anna-Lena Karl und Nils Ruczinski, die neuen Ratskandidaten der Bulmker SPD: „Wir wollen am Internationalen Kindertag, der am 1. Juni gefeiert wird und in diesem Jahr auf den Pfingstmontag fällt, auf dem Drachenspielplatz im Bulmker Park mit den Kindern feiern. Als Ersatz für die Osteraktion planen wir ein Spielfest, natürlich nur, wenn so etwas bis dahin wieder erlaubt ist.“ Wolfgang Hovenga, Vorsitzender der Bulmker SPD: „Und im nächsten Jahr werden wir die Tradition des Eiersuchens im Bulmker Park natürlich wieder aufleben lassen.“ Am Montag hat sich der Vorstand der SPD Bulmke statt der regulären Sitzung zu seiner ersten Videokonferenz getroffen und unter anderem festlegt, dass auch die geplante Jahreshauptversammlung mit Neuwahl, die für den 4. Mai geplant war, verschoben werden muss.

7. April, 12 Uhr:

„Hüllen blüht auf“, die Frühlings- und Sommeraktion von „Hüllen aktiv“, wird verschoben. Begegnungen und Nähe sind aufgrund der Corona-Krise nicht angesagt. Der Verein hat aber eine andere Nachbarschaftsaktion vorbereitet, bei der Hüllen aufblühen kann: Blumen in die Fenster als Zeichen für eine gute Nachbarschaft. Blumen in unterschiedlicher Gestaltung, über die sich auch andere freuen können. „Also: Seien Sie kreativ und basteln Sie vielerlei Frühlingsboten in unserem Stadtteil“, heißt es in einer Mitteilung von „Hüllen aktiv“. Bastelpakete sind demnach im Awo-Stadtteilladen, Wanner Straße 128, erhältlich. Der Verein bittet darum, vorab einen Termin zu vereinbaren (0209 17709138).

7. April, 11 Uhr:

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus findet die Beratung durch die Versichertenberaterinnen und -berater der Deutschen Rentenversicherung Bund ab sofort telefonisch statt. Eine persönliche Beratung vor Ort soll in der aktuellen Situation vermieden werden. Mit diesem Schritt wird die Gesundheit der Rentnerinnen und Rentnern, der Versicherten sowie der Ehrenamtlichen geschützt. Die Deutsche Rentenversicherung Bund weist zudem darauf hin, dass auch telefonisch, schriftlich und über ihre Online-Dienste fristwahrend Anträge gestellt werden können, damit finanzielle Nachteile ausgeschlossen werden.

Einer der Berater ist Hans-Gerd van Lier aus Gelsenkirchen. „Die Versichertenberatung bleibt auch in Zeiten der aktuellen Pandemie-Situationein verlässliches Bindeglied zwischen der gesetzlichen Rentenversicherung und den Versicherten, Rentnerinnen und Rentnern“, sagt van Lier. Die Versichertenberater erteilen Auskünfte zu allen Fragen der gesetzlichen Rentenversicherung, helfen dabei, Leistungen der Rentenversicherung zu beantragen und das Versicherungskonto auf den neuesten Stand zu bringen. Hans-Gerd van Lier ist erreichbar unter 0209 21345 und 0172 2858101.

7. April, 10.15 Uhr:

Das Wetter wird schön und die Temperaturen klettern – da zieht es trotz Kontaktreduzierung nach draußen. Und auch die Politik empfiehlt kontaktarme Spaziergänge statt rund um die Uhr in der Wohnung zu hocken. Mit dem Kinder- und Jugend-Kultur-Zentrum Spunk lassen sich diese Spaziergänge nun auch aufpeppen. Das Team aus dem Ückendorfer Falken-Zentrum hat sich auf den Weg durch den Stadtteil gemacht und einige Actionbounds erstellt, die nun nach und nach freigeschaltet werden. Das Prinzip dahinter ist ganz einfach: Eine moderne Schnitzeljagd mit Smartphone oder Tablet-PC. Mitmachen ist dabei ganz einfach: Die kostenlos App „Actionbound“ aus dem Playstore oder Appstore herunterladen und bei „In der Nähe“ einen der Ückendorfer Bounds auswählen. Auch lassen sich die Routen schon vorab herunterladen, sodass unterwegs kein Internet notwendig ist. Wem das Auswählen zu kompliziert ist, kann auch einfach den QR-Code eines Bounds am Spunk scannen und starten. Auf den kleinen Touren gilt es nun Orte zu finden, Fragen zu beantworten, Aufgaben zu lösen und an Umfragen teilzunehmen. Für die einzelnen Stationen gibt es dann auch Punkte, die am Ende in einer Bestentabelle wiederzufinden sind. Die ersten Actionbounds sind nun auch schon fertig und vom Spunk-Team freigeschaltet. In einer kleinen Tour stehen dabei die Kinderrechte im Mittelpunkt, bei einer anderen gibt es einige Punkte im Stadtteil zu entdecken. Weitere Bounds werden in den kommenden Tagen nach und nach freigeschaltet.

6. April, 17.40 Uhr:

Derzeit gibt es 158 aktuelle Fälle von nachgewiesenen Corona-Infektionen in Gelsenkirchen, 194 waren es bislang insgesamt, 32 Erkrankte sind bereits wieder genesen. Leider meldet die Stadt in diesem Zusammenhang auch, dass es in Folge von Covid-19 ein viertes Todesopfer in der Stadt gegeben hat. Weitere Informationen dazu liegen nicht vor.

6. April, 17.30 Uhr:

Ganz so vorbildlich, wie es die WAZ am Sonntag bei Stippvisiten an den Hot Spots dieser Stadt empfunden hatte, haben sich die Gelsenkirchenerinnen und Gelsenkirchener dann offenbar doch nicht verhalten. Wie die Stadt mitteilt, kam es im Bereich des Hafens Graf Bismarck zu zahlreichen Verstößen gegen die geltende Coronoaschutzverordnung. Die Stadt hat daher nach eigenen Angaben Kontakt zur Polizei aufgenommen. Derzeit wird gemeinsam und intensiv über weitere Beschränkungen in diesem Bereich gesprochen, um erneuten Verstößen vor allem am kommenden Osterwochenende entgegenwirken zu können.

Unabhängig davon machen die Beobachtungen des Kommunalen Ordnungsdienstes der Stadt und der Polizei schon jetzt eine weitere Beschränkung im Bereich des Hafens Graf Bismarck nötig, um die nächtliche Ruhe zu gewährleisten. „Ab Donnerstag, 9. April, werden die bereits geltenden Nachtparkverbote im Quartier Graf Bismarck auf Teile der Johannes-Rau-Allee ausgeweitet“, kündigt Hans-Joachim Olbering, Leiter des Referates Öffentliche Sicherheit und Ordnung der Stadt, an. Das Nachtparkverbot gilt in der Zeit von 22 Uhr bis 6 Uhr. Es gilt auch für Bewohnerinnen und Bewohner. Entsprechende Beschilderungen werden in Kürze angebracht. „Diese Maßnahme haben wir am Runden Tisch Graf Bismarck schon länger diskutiert. Nun wird sie zunächst testweise und zeitlich befristet umgesetzt und kontrolliert“, so Olbering. Die Ergebnisse werde man auswerten und dann über die Fortführung oder Anpassungen der Maßnahme entscheiden. Zahlreiche verkehrsrechtliche Maßnahmen wurden im Quartier bereits umgesetzt. Dazu zählen zum Beispiel das Anbringen von Fahrbahnschwellen und Fahrbahnverengungen, das Absperren einzelner Straßen und Straßenabschnitte, das Aufstellen von Sperrpfosten sowie die Ausweisung von Straßen, die nur für Anlieger frei sind.

6. April, 16 Uhr:

Seit genau sechs Tagen befindet sich Mirco Quint, Pastor von St. Augustinus, in Quarantäne. Denn er hatte Kontakt mit Personen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden. „Der erste Abstrich allerdings fiel bei mir negativ aus und Symptome habe ich überhaupt nicht“, sagt er. Hier lesen Sie die ganze Geschichte.

6. April, 13.35 Uhr:

Menschen ohne Wohnung haben es aktuell besonders schwer. Rückzugsmöglichkeiten fehlen, Spenden fallen weg und einige Unterstützungsangebote haben sich durch die Corona-Pandemie grundlegend verändert. Die fleißigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Caritas-Wohnungslosenhilfe sind weiterhin im Einsatz. Sie sorgen dafür, dass die Lebensmittelversorgung gewährleistet wird, indem sie tagtäglich Lunchpakete zusammenstellen und diese ausgeben. Für die wohnungs- und obdachlosen Menschen ist dies eine lebenswichtige Hilfe. Ausgegeben werden die Lunchpakete im Wilhelm-Sternemann-Haus an der Husemannstraße 52 in der Altstadt und im Weißen Haus und an der Hochstraße 80 in Buer werktags von 9 bis 12 Uhr und am Wochenende sowie an den bevorstehenden Feiertagen in der Zeit von 11 bis 12 Uhr.

6. April, 13.30 Uhr:

Derzeit gibt es 160 aktuelle Fälle von nachgewiesenen Corona-Infektionen in Gelsenkirchen, 188 waren es bislang insgesamt, 25 Erkrankte sind bereits wieder genesen, drei sind leider verstorben. Von den insgesamt 188 Infizierten sind 140 Menschen unter 60, 48 Infizierte sind über 60 Jahre alt.

6. April, 11 Uhr:

In der aktuellen Corona-Krise profitieren zahlreiche Unternehmen und Arbeitnehmer vom Kurzarbeitergeld. Zusammen mit den Gewerkschaften fordert die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) bereits eine Erhöhung auf 90 bzw. 100 Prozent für geringe Einkommen, damit die Arbeitnehmer auch weiterhin ihre Kosten decken können. Nicht berücksichtigt beim Kurzarbeitergeld sind jedoch Mini-Job-Verhältnisse. Diese sollen nach Ansicht der SPD-Arbeitsgemeinschaften AfA, Jusos und 60plus auch Berücksichtigung finden. „Viele Studierende sind auf die Einkünfte aus dem Minijob zum Beispiel durch Kellnern angewiesen, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Dies fällt nun häufig weg“, kritisiert Philipp Johannknecht, Vorsitzender der Jusos in Gelsenkirchen. „Ähnlich sieht es bei einigen Rentnern und Rentnerinnen aus: In vielen Fällen helfen hier ausgeübte Minijobs (...) die niedrige Rente aufzustocken. Ohne diese Einkünfte ist oft ein würdiges Leben nicht möglich“, so Karl-Heinz Mohr, Vorsitzender der AG 60plus in Gelsenkirchen. Sebastian Kolkau, Vorsitzender der AfA in Gelsenkirchen ergänzt: „In vielen Fällen sind Minijobs mehr als nur ein netter Nebenverdienst, sondern unverzichtbare Lebensgrundlage.“Hierfür fordern die SPD-Arbeitsgemeinschaften in Gelsenkirchen eine Nachbesserung und einen entsprechenden Ausgleich für die Betroffenen.

6. April, 9.20 Uhr:

Die Polizei ermittelt gegen einen 20-jährigen Gelsenkirchener wegen versuchter Körperverletzung. Dieser hatte am Freitagmittag an der Arminstraße gezielt in Richtung zweier Frauen gehustet und gesagt, er sei mit dem Coronavirus infiziert. Zuvor hatten die 42-jährige Bochumerin und die 49-jährige Gelsenkirchenerin den immer wieder hustenden Mann aufgefordert, den Sicherheitsabstand einzuhalten. Gegenüber den alarmierten Polizeibeamten gab der Gelsenkirchener an, nicht mit Covid-19 infiziert zu sein und lediglich auf den Boden genießt zu haben. Die beiden Frauen benötigten keine ärztliche Behandlung, sie wurden nicht von Speichel getroffen. Da der Gelsenkirchener bei der Personalienfeststellung zudem zunächst falsche Angaben machte, schrieben die Beamten noch eine Ordnungswidrigkeitenanzeige.

5. April, 19 Uhr:

Das Wetter vom Sonntag war die nächste harte Bewährungsprobe für die Bevölkerung. Während der Frühling mit Riesenschritten kommt und das Wetter immer besser wird, gilt für die Menschen nach wie vor das von der Regierung vorgeschriebene Kontaktverbot. Aber halten sich auch bei über 20 Grad, blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein alle daran? Die WAZ hat sich in Gelsenkirchen umgesehen. Wir waren im Nordsternpark, an der Marina Graf Bismarck und am Schloss Berge unterwegs. Und natürlich muss man schnell feststellen: Die Menschen zieht es nach draußen. Mit dem großen Aber: Unter normalen Umständen wäre an allen drei Orten wohl viel mehr los gewesen.

5. April, 18.35 Uhr:

Der Ortsverband Gelsenkirchen-Altstadt des Sozialverbands Deutschland (SoVD) führt wegen der Corona-Krise seine übliche Monatsversammlung am zweiten Donnerstag des Monats im April nicht durch. Im Mai soll es den Angaben des Verbandes zufolge normal weitergehen.

5. April, 17 Uhr:

Derzeit gibt es 158 aktuelle Fälle von nachgewiesenen Corona-Infektionen in Gelsenkirchen, 186 waren es bislang insgesamt, 25 Erkrankte sind bereits wieder genesen, drei sind leider gestorben. Von den insgesamt 186 Infizierten sind 140 Menschen unter 60, 46 Infizierte sind über 60 Jahre alt.

5. April, 12.55 Uhr:

Die Kontaktsperre wegen des Coronavirus treibt die Gelsenkirchener in ihre Gärten. Den Fachhandel freut das: Grills und Sämereien sind gefragt. Hier lesen Sie mehr zu dem Thema.

5. April, 10.45 Uhr:

Der Musikunterricht an der Städtischen Musikschule Gelsenkirchen geht weiter. Da der klassische Unterricht und gemeinsames Musizieren vor Ort allerdings ausfallen, werden neue Wege und digitale Formate ausprobiert. „Die Improvisation gehört in der Musik zum Tagesgeschäft, also haben wir improvisiert“, so Christian van den Berg-Bremer, der die Geschicke der Musikschule derzeit leitet. „Denn wir wollten unsere Schülerinnen und Schüler in dieser Zeit nicht allein lassen.“ Zahlreiche alternative Unterrichtsangebote sind derzeit im Einsatz. Wo die technischen Voraussetzungen es erlauben, gibt es Videounterricht live via Internet, andere Schülerinnen und Schüler werden mit Arbeitsblättern, Lernvideos und neuen Übungsstücken versorgt oder schicken selbst kleine Aufnahmen an ihre Lehrerinnen und Lehrer, die dann wiederum Tipps und Hilfestellungen für das häusliche Üben geben. So können die Schülerinnen und Schüler weiter lernen, und auch der Kontakt zu ihren Lehrkräften bleibt erhalten.

Das gemeinsame Musizieren in Chor, Orchster oder Band allerdings fehlt. Auch hier hat die Musikschule eine Lösung gefunden: Mehr als 60 Schülerinnen und Schüler haben ihre eigene Version von „Komm lieber Mai und mache“ aufgenommen. Das Ergebnis dieser Gemeinschaftsaktion ist als Video ab dem Wochenende auf der Facebook-Seite der Städtischen Musikschule zu finden. Die Liedauswahl ist dabei kein Zufall, verrät van den Berg-Bremer. „Der Mai ist auch der Monat der Hoffnung. Wir alle hoffen, dass es bald gute Neuigkeiten über die Bewältigung der Krise gibt.“Bis der normale Präsenzunterricht wieder stattfinden kann, ist die Verwaltung weiterhin zu den üblichen Geschäftszeiten telefonisch und per Mail erreichbar. Alle Kontaktdaten finden sich unter www.gelsenkirchen.de/musikschule

5. April, 10.30 Uhr:

Das Musiktheater im Revier (MiR) macht wegen Corona eine ungewollte Spielpause – aber hinter den Kulissen des MiR arbeiten Künstler und Mitarbeiter natürlich trotzdem weiter. Mit kurzen Videos auf www.musiktheater-im-revier.de gewähren Generalintendant Michael Schulz und sein Team Einblicke in ihre Arbeitsfelder. Damit das Publikum bis zum 19. April nicht komplett auf die MiR-Produktionen verzichten muss, hat das Musiktheater zudem einen virtuellen Liederabend vorbereitet. Am Donnerstag, 9. April (Gründonnerstag) sowie am Freitag, 17. April, jeweils um 18 Uhr werden über das Portal www.musiktheater-im-revier.de Aufnahmen der Produktion „Paris im August“ in zwei Teilen gezeigt. Dieser Liederabend mit Christa Platzer lief noch bis vor einigen Monaten im Kleinen Haus des MiR.

Bis dahin gibt es online wechselnde Inhalte auf der MiR-Seite: Die Woche startet jeweils mit den kreativen Bastelvideos der Musiktheaterpädagoginnen. Ob „Egg-Shaker“ oder „Infinity-Maske“, hier ist für jeden etwas dabei. An jedem Dienstag präsentieren die Musikerinnen und Musiker der Neuen Philharmonie Westfalen und MiR-Künstlerinnen und Künstler aus allen Sparten ihre aktuellen Projekte. Ganz im Zeichen der Puppenspielkunst steht der Mittwoch mit tollen Video-Clips. Donnerstags gestaltet Sopranistin Bele Kumberger eine Interview-Reihe, freitags locken Ausschnitte aus Aufzeichnungen beliebter MiR-Produktionen. Jeweils samstags schwingen die Dirigenten ihre Taktstöcke im Home-Office und sonntags wird von der MiR Dance Company virtuell getanzt.

5. April, 10 Uhr:

Die Corona-Krise macht es Gehörlosen und Hörgeschädigten besonders schwer, Hilfe zu bekommen. Für diese Gruppe gibt es jetzt ein neues Beratungsangebot, das ab Montag, 6. April, zur Verfügung steht. Der Inklusionsaktivist Klaus-Dieter Seiffert macht das Angebot, diesen Menschen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, Hilfen zu vermitteln und zu organisieren sowie Kontakte herzustellen. Die ehrenamtliche Beratung findet montags bis freitags von 14 bis 17 Uhr im barrierearmen und zentral gelegenen Vereinsheim des Anno 1904 e.V., Kurt-Schumacher-Straße 112 in Gelsenkirchen Schalke-Nord (Haltestelle Schalker Meile) statt. Die Hygiene- und Abstands-Vorschriften werden eingehalten!

In Gelsenkirchen gibt es nach Angaben der Stadt etwa 300 Gehörlose und 42.000 Schwerhörige. Sie können nicht mit Arztpraxen und Behörden telefonieren und keine Videobotschaften anhören, um an Informationen zu kommen. Viele von ihnen haben auch Probleme damit, Schriftsprache - zumal komplizierte - zu verstehen. Für sie ist dieses ehrenamtliche Angebot. Klaus-Dieter Seifert ist über Tel/SMS/Whatsapp: 0152 25856871 oder per E-Mail seiffert61@gmx.de erreichbar.

4. April, 18 Uhr:

Die Zahl der bislang mit Corona infizierten Menschen ist am Samstag in Gelsenkirchen auf 170 gestiegen. 24 davon sind wieder gesund, zwei leider gestorben.

3. April, 17.30 Uhr:

Derzeit gibt es 135 aktuelle Fälle von nachgewiesenen Corona-Infektionen in Gelsenkirchen, 159 waren es bislang insgesamt, 22 Erkrankte sind bereits wieder genesen, zwei sind leider gestorben. Von den 135 aktuell Infizierten sind 101 Menschen unter 60, 34 Infizierte sind über 60 Jahre alt. Im gesamten Regierungsbezirk Münster sehen die Zahlen so aus: Insgesamt gibt es bislang 3140 Infizierte, davon sind 1222 wieder genesen und 27 gestorben.

3. April, 17 Uhr:

Die Evangelischen Kliniken (EVK) appellieren an alle, bei akuten Notfällen in die Notaufnahme zu kommen. Nach Auskunft des Krankenhauses sei man dort absolut sicher, es bestehe keine Corona-Gefahr. In den vergangenen Tagen gab es offenbar zwei Schlaganfall-Patienten, die aus Angst vor dem Coronavirus zu spät in die Klinik kamen. Daher werden wohl dauerhafte Schäden zurückbleiben.

3. April, 15.30 Uhr:

Das Gebot, Abstand zu halten, und Aufrufe, in der Corona-Krise zu Hause zu bleiben, zeigen bei der Sparkasse nach eigenen Angaben Wirkung. Die Filialen würden zurzeit deutlich weniger aufgesucht, heißt es. Online- und Telefonkontakte hätten hingegen proportional zugenommen. Um persönliche Kontakte weiter möglichst gering zu halten, passt die Sparkasse Gelsenkirchen die Öffnungszeiten in einigen Filialen entsprechend an. Alle SB-Angebote stehen den Angaben zufolge wie gewohnt zur Verfügung. Für alle Geschäftsstellen der Sparkasse Gelsenkirchen gilt nach wie vor: Die Beraterinnen und Berater sind weiter telefonisch für ihre Kunden da während der gewohnten Öffnungszeiten.

Folgende Geschäftsstellen sind ab Montag, 6. April, jeweils Montag, Mittwoch und Freitag von 8.45 bis 13 Uhr, Dienstag von 14 bis 16 Uhr und Donnerstag von 14 bis 18:30 Uhr geöffnet: Altstadt (Bahnhofsvorplatz 3 a), Beckhausen (Horster Straße 297), Bismarck (Bismarckstraße 202), Hassel (Polsumer Straße 171), Bulmke-Hüllen (Wanner Straße 159), Resse (Ewaldstraße 45), Rotthausen (Steeler Straße 103-105) und Ückendorf (Ückendorfer Straße 115). Die Hauptstelle sowie die Filialen Buer, Erle und Horst sind durchgehend von 8.45 bis 16 Uhr (Donnerstag bis 18.30 Uhr) geöffnet.

3. April, 15.15 Uhr:

Solo-Selbstständige, Freiberufler, Gründer sowie kleine und mittlere Unternehmen, die von der Corona-Krise betroffen sind, konnten seit 27. März Anträge auf finanzielle Unterstützung vom Land und Bund stellen. Eine Woche nach dem Beginn der Antragstellung, die noch bis zum 31. Mai möglich ist, zieht die Bezirksregierung Münster nun eine Zwischenbilanz mit aktuellen Antragszahlen (Stand: 2. April, 20.30 Uhr). Insgesamt sind in der ersten Antragwoche 42.562 Anträge für den Regierungsbezirk Münster eingegangen, davon 4292 in Gelsenkirchen. In NRW waren es insgesamt 380.338 Anträge.

3. April, 13.30 Uhr:

„Für unsere Sportvereine und für deren Mitglieder ist die Corona-Pandemie eine riesengroße Herausforderung“, sagt der sportpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Guido Tann. „Wir alle vermissen nicht nur die schönen Momente, die uns der Vereinssport bietet, sondern die finanziellen Auswirkungen sind teilweise schon jetzt recht erheblich. So sind beispielsweise die laufenden Kosten für Mieten oder die Futterkosten für Pferde eine feste und kontinuierliche Belastung für die Vereine.“ Dass die Landesregierung jetzt ein Soforthilfeprogramm in Höhe von zehn Millionen Euro für Sportvereine beschlossen hat, um in diesen Fällen eine schnelle Unterstützung zu ermöglichen, ist für Tann und die CDU eine wichtige und gute Botschaft für den Vereinssport. Tann: „Wie die genaue Ausgestaltung und die gerechte Aufteilung des Hilfsprogramms im jeweiligen Einzelfall erfolgen soll, wird in der kommenden Zeit geklärt.“

3. April, 12 Uhr:

Derzeit gibt es 128 aktuelle Fälle von nachgewiesenen Corona-Infektionen in Gelsenkirchen, 151 waren es bislang insgesamt, 21 Erkrankte sind bereits wieder genesen, zwei sind leider gestorben. Von den 151 Gesamtfällen sind 116 Infizierte unter 60 Jahren, 35 sind über 60 Jahre alt.

3. April, 11.40 Uhr:

Die Finanzierungshotline der IHK Nord-Westfalen, bei der seit dem Start Mitte März über 5600 Unternehmen angerufen haben, ist auch an diesem Samstag, 4. April, wieder besetzt. Zwischen 9 und 15 Uhr beraten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wieder am Telefon zu öffentlichen Finanzierungshilfen und zu den Anträgen für die Soforthilfe von Bund und Land, die noch bis 31. Mai gestellt werden können: 0251 707-111. Ab Montag sind die Finanzierungsexperten der IHK wie gewohnt wieder montags bis donnerstags von 8 bis 17 Uhr und freitags von 8 bis 15.30 Uhr zu erreichen.

3. April, 11.30 Uhr:

Die IHK Nord-Westfalen bittet im Bezirk ansässige Unternehmen, die in der Lage sind, Schutzkleidung und Masken sowie medizintechnische oder apothekenpflichtige Produkte oder Produkte für den Arbeitsschutz herzustellen, sich bei der IHK registrieren zu lassen. Dazu gehören auch Unternehmen, die bereit sind, auf solche Produktionen umzustellen. Für die Registrierung reicht eine E-Mail an: industrie@ihk-nw.de. Die E-Mail sollte neben einem Ansprechpartner für das Unternehmen das Produktportfolio und ungefähre Preisangaben für die Produkte enthalten. Die IHK Nord-Westfalen wird die Unternehmensliste regelmäßig aktualisieren und der Bezirksregierung Münster zur Verfügung stellen. Die Bezirksregierung ist Genehmigungsbehörde nach dem Medizinproduktegesetz, dem Apothekenrecht und zuständige Behörde für Arbeitsschutz. Sie kann daher für die Unternehmen die gesetzlichen Anforderungen an die Produkte zügig überprüfen, einen Überblick über den tatsächlich herrschenden Bedarf an bestimmten Produkten sicherstellen und den weiteren Vertrieb unterstützen.

3. April, 10.10 Uhr:

Geöffnete Werkstätten, frisches Brot aus der Bäckerei, aktive Baustellen – viele Handwerksbetriebe im Münsterland und in der Emscher-Lippe-Region sind weiterhin für ihre Kunden da. Mit Vorkehrungen zum Schutz vor Infektionen nehmen die meisten weiterhin Aufträge für handwerkliche Leistungen an – sagt die Handwerkskammer (HWK) Münster. „So trägt das regionale Handwerk dazu bei, dass die Versorgung mit Produkten und Dienstleistungen nach wie vor funktioniert“, betont HWK-Präsident Hans Hund. Für zahlreiche Handwerksunternehmen gehe es derzeit um die nackte Existenz. Am stärksten gefordert seien Betriebe mit direktem Kontakt zu Kunden, wenn diese aus Angst vor einer Ansteckung wegblieben. Dabei gelte für Handwerker das gleiche Abstandsgebot von mindestens 1,5 Metern zu Kunden wie in Supermärkten. In einer aktuellen Umfrage der HWK sagen 88 Prozent der teilnehmenden Betriebe, die ihre Werkstätten weiterhin geöffnet halten dürfen, dass sie dies auch tun. Nur zwölf Prozent bieten derzeit trotz Erlaubnis keine Leistungen an. Nach der Coronaschutzverordnung ist Friseur- und Kosmetiksalons keine Tätigkeit gestattet. Betrieben mit Geschäftslokal ist lediglich der Verkauf von Waren untersagt, die nichts mit einer gleichzeitigen handwerklichen Leistung zu tun haben. Die Arbeiten in der Werkstatt gehen aber weiter. Einige Betriebe liefern ihre Waren auch zu Kunden. Handwerksleistungen auf Baustellen seien erlaubt, sofern es im Einzelfall keine anderweitige behördliche Anordnung durch das zuständige Gewerbeordnungsamt gebe, so die HWK.

2. April, 17 Uhr:

Klaus Mika, Leiter des Gesundheitsamtes, verkündete im Rat der Stadt eine traurige Nachricht: Mittlerweile hat die Corona-Pandemie in Gelsenkirchen ein zweites Todesopfer gefordert. Details nannte er nicht. Die weiteren aktuellen Zahlen: 143 bislang insgesamt Infizierte, 21 wieder Gesundete und zwei Todesfälle. Damit sind aktuell 120 Gelsenkirchener mit Covid-19 infiziert.

2. April, 15.20 Uhr:

Die achte Ausgabe des Vivawest-Marathons wird nicht wie geplant am 17. Mai starten. Heute teilten die Veranstalter mit, dass der Lauf durch Gladbeck, Bottrop, Gelsenkirchen und Essen aufgrund der aktuellen Corona-Krise auf den Herbst dieses Jahres verschoben wird. Zwei Termine sind bereits reserviert: Die Läuferinnen und Läufer werden entweder am 20. September oder am 4. Oktober an den Start gehen. Welcher Termin es wird, entscheidet sich nach der Bekanntgabe des Bundesligaspielplans. Der Marathon kann vor allem nicht zeitgleich mit einem Schalke-Heimspiel in der Veltins-Arena stattfinden. Alle bisher gemeldeten Sportlerinnen und Sportler sind automatisch auch für den Herbstlauf startberechtigt.

2. April, 12 Uhr:

Die Ehrenamtsagentur Gelsenkirchen bündelt seit Beginn der Corona-Pandemie umfangreiche Hilfsmaßnahmen für die Bürgerinnen und Bürger, die zur Risikogruppe gehören und auf Unterstützung angewiesen sind. Dabei ist das Ziel, diese hilfsbedürftigen Menschen, vor allem die Älteren und die mit gesundheitlichen Risiken, die zu Hause bleiben sollen, mit engagierten Bürgern zusammenzubringen, um notwendigen Erledigungen vorzunehmen oder einfach nur zuzuhören. Die Agentur arbeitet mit nahezu allen Akteuren, die sich in der Stadt engagieren, zusammen und vermittelt mit ihnen gemeinsam passgenaue Unterstützungsangebote wie z.B. Einkaufen. Die Homepage der Ehrenamtsagentur ist um den Bereich „Coronahilfe Gelsenkirchen“ erweitert worden und wird stetig aktualisiert. Über ein Formular können sich dort alle online registrieren, die Hilfe im Alltag benötigen oder auch Hilfe anbieten möchten. Auch per Telefon ist die Agentur erreichbar. Aktuell haben sich bereits über 140 Helferinnen und Helfer bei der Ehrenamtsagentur eingetragen. Wer Hilfe und Unterstützung im Alltag benötigt kann sich auch telefonisch melden (0209 179893-0) oder per Mail: (ehrenamtsagentur@gelsenkirchen.de).

2. April, 11 Uhr:

Die Zahlen steigen weiter: Mittlerweile haben sich in Gelsenkirchen schon 133 Bürgerinnen und Bürger mit Corona infiziert. Nach wie vor liegt die Zahl der wieder Gesundeten bei 20, ein 55-Jähriger ist gestorben. Aktuell sind somit 112 Menschen infiziert.

1. April, 17 Uhr:

Derzeit gibt es 108 aktuelle Fälle von nachgewiesenen Corona-Infektionen in Gelsenkirchen, 129 waren es bislang insgesamt, 20 Erkrankte sind bereits wieder genesen. Leider ist inzwischen ein Todesfall zu beklagen. Von den 108 aktuellen Fällen sind 81 Infizierte unter 60 Jahren, 27 sind über 60 Jahre alt.

1. April, 13.45 Uhr:

Als Reaktion auf die Corona-Krise verkehrt die Vestische aktuell nach dem Samstagsfahrplan. Ab Montag, 6. April, verstärkt das Unternehmen auf allen Linien sein Angebot in den frühen Morgenstunden vor 8 Uhr, um die Mobilität für Berufspendler zu verbessern. Deshalb nutzt die Vestische alle zur Verfügung stehenden Gelenkbusse. Auch der Einsatz von Anruf-Sammel-Taxis und Taxi-Bussen wird entsprechend erweitert. Das Unternehmen weist darauf hin, dass das zusätzliche Angebot vor 8 Uhr nicht dem üblichen Fahrplan von montags bis freitags entspricht. Alle neuen Zeiten für die frühen Morgenstunden finden Fahrgäste in der Elektronischen Fahrplanauskunft (EFA) und damit in der Vestische-App. Eine Übersicht über den Linienverkehr vor 8 Uhr und alle Fahrpläne gibt es zudem auf www.vestische.de/notfallfahrplan-coronakrise. Für weitere Fragen steht das Serviceteam unter 01806 504030 zur Verfügung (20 Cent/Anruf aus dem deutschen Festnetz; Mobilfunk max. 0,60 Euro/Anruf). Ab 8 Uhr verkehren die Fahrzeuge der Vestischen dann wie gehabt nach dem Samstagsfahrplan. Des Weiteren fahren keine Nacht-Express-Linien.

1. April, 13 Uhr:

Mit Unterstützung der Arbeiterwohlfahrt (Awo) hat die Stadt Gelsenkirchen eine mehrsprachige Corona-Hotline geschaltet. Unter der Rufnummer 0209 169-7000 können sich ab heute alteingesessene und zugewanderte Menschen über aktuelle Entwicklungen rund um das Coronavirus in mehreren Sprachen informieren. Die Hotline ist montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr geschaltet. Die Beratung wird in den Sprachen Deutsch, Englisch, Arabisch, Farsi, Bulgarisch, Rumänisch, Russisch, Polnisch, Türkisch, Griechisch, Kurdisch, Spanisch, Kroatisch, Bosnisch, Serbisch und Moldawisch angeboten. Flyer mit den Angeboten werden ab sofort in Einrichtungen und Geschäften mit entsprechender Kundschaft ausgelegt.

1. April, 11.30 Uhr:

Betrüger geben sich vermehrt als Behördenmitarbeiter der Bezirksregierung aus, um sich Geld zu erschleichen. Sie rufen gezielt die Unternehmen an, die einen Antrag auf Soforthilfe bei der Bezirksregierung Münster gestellt haben könnten und verlangen von den Antragstellern eine Zahlung von 150 Euro innerhalb von 48 Stunden, um den Zuschuss zu bekommen. Die Bezirksregierung Münster weist ausdrücklich daraufhin: Die Anträge können kostenlos bei der Bezirksregierung gestellt werden. Es gibt kein Vorschuss-System und es wird keine Bearbeitungsgebühr erhoben! Erhalten Antragsteller einen zweifelhaften Anruf, können Sie sich gerne an die Hotline der Bezirksregierung Münster wenden: 0251 411-3400 oder per Mail an info-soforthilfe@brms.nrw.de.

Seit Freitag, 27. März, können Unternehmen, die von der Corona-Krise betroffen sind, bei der jeweiligen Bezirksregierung Anträge für finanzielle Unterstützung stellen. Bis Dienstagabend, 31. März, sind in der Bezirksregierung Münster rund 39.000 Anträge eingegangen. Um die benötigten Finanzhilfen schnell und unbürokratisch weiterzugeben, waren am vergangenen Wochenende 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bezirksregierung Münster freiwillig im Einsatz, um die Anträge zu prüfen. Kontrollmechanismen, die für die Umsetzung des Soforthilfe-Programms vorgesehen sind, können solche betrügerischen Handlungen gegenüber Unternehmen nicht verhindern. Kleinunternehmer erhalten aus dem Programm des Bundes Zuschüsse in Höhe von 9000 Euro bzw. 15.000 Euro. Mit „NRW-Soforthilfe 2020“ stockt die Landesregierung dieses Programm nochmals ordentlich auf, um heimische Unternehmen mit zehn bis 50 Beschäftigten mit je 25.000 Euro zu unterstützen. Das Angebot richtet sich ebenso an Freiberufler und Solo-Selbstständige.

1. April, 10 Uhr:

Derzeit gibt es 102 aktuelle Fälle von nachgewiesenen Corona-Infektionen in Gelsenkirchen, 119 waren es bislang insgesamt, 16 Erkrankte sind bereits wieder genesen, ein 55-Jähriger ist gestorben. Von den 102 aktuellen Fällen sind 76 Infizierte unter 60 Jahren, 26 sind über 60 Jahre alt.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben