Sportlerehrung Gelsenkirchen

Das sind die Sportler des Jahres in Gelsenkirchen

Nicht nur in Gelsenkirchens Sportwelt, auch auf der Judo-Matte ging kein Weg vorbei an Saeid Mollaei. Der Iraner besiegte im September vergangenen Jahres im WM-Finale den Japaner Sotaro Fujiwara.

Nicht nur in Gelsenkirchens Sportwelt, auch auf der Judo-Matte ging kein Weg vorbei an Saeid Mollaei. Der Iraner besiegte im September vergangenen Jahres im WM-Finale den Japaner Sotaro Fujiwara.

Foto: Gabriela Sabau / DJB

Gelsenkirchen.  Die Jury hat die besten Sportler des vergangenen Jahres ermittelt. Ausgezeichnet werden sie am 5. Juli bei der Sportler-Gala im Hans-Sachs-Haus.

Die Jury hat getagt, die Entscheidungen sind gefallen. Auch im vergangenen Jahr haben zahlreiche Sportlerinnen und Sportler der Stadt herausragende Leistungen geboten. Gesucht wurden deshalb eine Sportlerin des Jahres, ein Sportler des Jahres, eine Mannschaft des Jahres sowie eine Verdiente Persönlichkeit des Jahres. Geehrt werden die Gewinnerinnen und Gewinner bei der Sportler-Gala am 5. Juli im Hans-Sachs-Haus.

Sportlerin des Jahres ist eine Europameisterin: Manuela Barke. Die Poolbillardspielerin des BC Schalke gewann bei den Europameisterschaften mit der Mannschaft in Veldhoven in den Niederlanden den Titel. Im Finale setzte sich das Team mit 2:1 gegen Schweden durch.

Außerdem wurde sie erneut Deutsche Meisterin im 9-Ball und Deutsche Vizemeisterin im 8-Ball. Im 10-Ball sicherte sie sich bei den Deutschen Meisterschaften den dritten Platz. Im Verein ist die erfolgreiche Sportlerin als Kassiererin tätig, sie gilt als die gute Seele des BC Schalke. „Ein toller Mensch und ein Vorbild für alle Sportler“, steht im Anschreiben an Gelsensport. „Oh Mann, wie geil ist das denn? Das ist ja eine große Ehre! Damit habe ich ja überhaupt nicht gerechnet“, sagte die 50-Jährige, als sie am Mittwochnachmittag davon erfuhr, dass sie zur Sportlerin des Jahres gewählt wurde. Da war Manuela Barke – wie soll es anders sein – beim Training. Denn im August nimmt sie wieder an den Europameisterschaften teil, für die sie von der Deutschen Billard-Union nominiert worden ist.

Die Billardspielerin ließ in der Jurysitzung die für den TV Wattenscheid startende Gelsenkirchener Leichtathletin Synthia Oguama hinter sich. Auch Silvia Köllner, eine der besten deutschen Sportkeglerinnen blieb hinter Manuela Barke.

Saeid Mollaei ist Gelsenkirchens Sportler des Jahres. Am Judoka des Judo-Clubs Koriouchi Gelsenkirchen gab es kein Vorbeikommen. Schließlich ist der 26-Jährige Weltmeister. Saeid Mollaei holte im September für den Iran den ersten Weltmeistertitel seit 15 Jahren. 2017 reichte es in der Gewichtsklasse bis 81 Kilogramm zu Bronze, im vergangenen Jahr stand er samt der Goldmedaille ganz oben auf dem Treppchen. Auch beim Grand-Slam in Düsseldorf war Saeid Mollaei, der seit 2017 Mitglied im Verein ist und die Weltrangliste in seiner Gewichtsklasse anführt, nicht zu besiegen. Bei den Asienspielen sicherte er sich die Silbermedaille.

Mit Julian Stonjek, der in Gelsenkirchen bereits 2015 als Sportler des Jahres ausgezeichnet wurde, Lennard Scharf und Louis Theodoridis stand zudem ein Trio vom BSC Bushido Ryu zur Wahl.

Der Titel „Mannschaft des Jahres“ geht an die Handballer des FC Schalke 04, für die das vergangene Jahr ein ganz besonderes war. Die Mannschaft von Trainer Sebastian Hosenfelder feierte 2018 souverän mit neun Punkten Vorsprung den Aufstieg in die Oberliga. In ihrer ersten Saison schafften die S04-Handballer den Klassenerhalt, sie beendeten die Saison auf Rang elf. „xxx“, sagte Sebastian Hosenfelder, der ankündigte, möglichst mit dem gesamten Team zur Ehrung zu erscheinen. Die weiteren nominierten Mannschaften haben im vergangenen Jahr ebenfalls große Erfolge gefeiert: der JC Koriouchi Gelsenkirchen, das Team Dreiband Turnierbillard der Billard-Gemeinschaft Ückendorf, die Mannschaft Damen B der Keglervereinigung Gelsenkirchen, das 19-köpfige Team der DLRG-Ortsgruppe Gelsenkirchen-Buer, das Inline-Speed-Team des Post SV Buer, die Basketballer des FC Schalke 04 sowie die Gold Flames Cheerleader.

Außerdem wurde die „Verdiente Persönlichkeit des Gelsenkirchener Sports“ gesucht. Die Wahl fiel auf Hans-Jürgen Mühlenbrock. Der 69-Jährige ist seit 63 Jahren Mitglied der Handball-Abteilung des PSV Gelsenkirchen. 45 Jahre war er nicht nur Geschäftsführer, sondern das „Mädchen für alles.“ Noch nie zuvor ist Hans-Jürgen Mühlenbrock für sein ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet worden. Rainer Katteluhn vom Karate Dojo Gelsenkirchen-Buer, Sabine Haupt (TV Westfalia Buer, Fachschaft Turnen) und Holger Strauss (PSV Gelsenkirchen Badminton) standen in dieser besonderen Kategorie ferner zur Auswahl.

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