Basketball

David Schalke gegen Goliath Chemnitz

Unter Dampf: Courtney Belger will mit den Schalker Basketballern auch im Heimspiel gegen die Niners Chemnitz Impulse setzen.

Unter Dampf: Courtney Belger will mit den Schalker Basketballern auch im Heimspiel gegen die Niners Chemnitz Impulse setzen.

Foto: Foto: Frank Oppitz / FUNKE Foto Services

Gelsenkirchen.  Der erste Sieg ist eingefahren, doch jetzt wartet schon die nächste harte Aufgabe: Mit den Niners Chemnitz trifft Schalke auf ein Schwergewicht.

Die Vorzeichen sind so klar wie selten. Wenn die Niners Chemnitz, aktueller Tabellenvierter der 2. Basketball Bundesliga ProA, heute Abend zum Auswärtsspiel gegen Schalke 04 antreten (19.30 Uhr, Willy-Jürissen-Halle, Oberhausen), gibt sich einer der großen Aufstiegs-Favoriten die Ehre.

„Chemnitz zählt für mich zu den Top-3-Teams in unserer Liga. Dieser Klub hat alles, was man für die Bundesliga braucht“, gerät S04-Trainer Raphael Wilder ins Schwärmen, wenn er über die Sachsen, die vor wenigen Monaten nur knapp am Aufstieg scheiterten, spricht.

Neben dem hohen Etat, der sich über der Zwei-Millionen-Euro-Grenze bewegen soll, trumpfen die Chemnitzer auch mit den entsprechenden Rahmenbedingungen für ihre Profis auf. Wilder: „Jeder Spieler hat ein eigenes Auto und eine eigene Wohnung über den Verein. Chemnitz hat seine ohnehin schon gute Mannschaft aus dem Vorjahr zusammengehalten und noch mit Topleuten verstärkt. Das ist für uns ein Duell David gegen Goliath. Angst haben wir aber nicht. Wir wollen versuchen, denen ein Bein zu stellen.“ Kein einfaches Unterfangen. In der bisherigen Saison verbuchten die Niners drei Siege und eine Niederlage. Das Team ist aktuell Tabellenvierter. Für Schalke sind diese Regionen utopisch.

Luft im Keller verschafft

Die königsblauen Korbjäger haben sich durch den 80:75-Sieg in Kirchheim Luft im Keller verschafft. Raphael Wilder: „Das war für uns ein ganz wichtiger Erfolg. Wir haben uns in dieser Saison bisher von Spiel zu Spiel gesteigert. Beim Auftakt gegen Nürnberg waren wir noch nicht gut, danach in Tübingen waren wir besser – und jetzt haben wir uns mit dem ersten Sieg belohnt.“ Der S04-Coach weiß allerdings, dass es auch wieder in die andere Richtung gehen kann: „Es kann auch mal vorkommen, dass wir gegen ein Topteam mit 30 Punkten Unterschied verlieren.“ Mit einem Augenzwinkern fügt Wilder hinzu: „Gegen Chemnitz sind alle Varianten möglich. Nur eine nicht: Und zwar die, dass wir einen hohen Sieg einfahren.“ Wilder würde auch das kleinste Erfolgserlebnis gegen die Niners sofort unterschreiben. Ein Extra-Lob hat der 66-Jährige für Courtney Belger parat, der in Kirchheim 37 Minuten Spielzeit hatte. „Courtney hat sehr gut gespielt. Das erwarte ich auch von ihm. Er ist kein Roboter, aber eine echte Maschine. Wir haben ihn geholt, damit er uns Spiele gewinnt.“ Rundum zufrieden ist Raphael Wilder allerdings noch nicht mit seinem Team. „Es ist nicht so, dass bei uns schon alles toll ist. Zwei, drei Spieler bringen Leistungen, die okay sind. Es sind aber bei weitem noch nicht alle da, wo sie hinwollen“, stellt der Coach fest.

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