JUGENDFUSSBALL

Den Schalker A-Junioren fehlt der Vollstrecker

Zyen Jones wird beim Kopfballduell in die Mangel genommen. Das Spiel der Schalker U19 fand auf dem Rasenplatz am Vereinsgelände statt.

Zyen Jones wird beim Kopfballduell in die Mangel genommen. Das Spiel der Schalker U19 fand auf dem Rasenplatz am Vereinsgelände statt.

Foto: Andreas Hofmann

Gelsenkirchen.   Beim 1:1 des FC Schalke 04 in der U19-Bundesliga gegen Borussia Mönchengladbach wird Torjäger Ahmed Kutucu schmerzlich vermisst.

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War das nun Fisch oder Fleisch? So richtig wussten es die Spieler der U19 des FC Schalke 04 nach dem 1:1 in der A-Junioren-Bundesliga gegen Borussia Mönchengladbach auch nicht. Nach der enttäuschenden 2:3-Niederlage aus der Vorwoche beim 1. FC Köln sollten diesmal eigentlich wieder drei Punkte her, um den Anschluss an die Spitzenplätze nicht zu verlieren. Doch dieses Remis hatte genau den entgegengesetzten Effekt, der Rückstand auf Tabellenführer Borussia Dortmund wuchs auf vier Zähler an. Und einmal mehr zeigte sich: Ohne Torjäger Ahmed Kutucu fehlt den Schalkern der Vollstrecker in der Offensive.

Ebenso, wie Kutucu für die Profis am Samstagabend den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich in der Allianz Arena beim großen FC Bayern erzielt hatte, hätten ihn seine Teamkollegen aus der U19 am Sonntagmorgen benötigt. „Nach Ballgewinnen fehlten uns heute die Läufe in die Tiefe. Wir haben zu statisch agiert und hatten zu wenig Drang zum Tor“, stellte Elgert ernüchtert fest. Tugenden, die Kutucu nicht nur wegen seiner zwölf Saisontore verkörperte. Dabei war es doch eigentlich perfekt losgegangen.

Keine fünf Minuten waren gespielt, da schob Jonathan Riemer eine Freistoßflanke von Bjarne Seturski zum 1:0 ein. Aber die Freude war nur von kurzer Dauer. Elgert warnte bei Wiederanpfiff zwar noch lautstark „haltet die Konzentration hoch“, doch im Gegenzug glich Gladbachs Behadil Sabani nach schöner Vorarbeit von Kaan Kurt per Flachschuss aus (7.).

So spektakulär die Partie damit begonnen hatte, umso stärker verflachte sie jedoch in auch wieder. Die Borussia, die nach nur einem Sieg aus den vorigen sieben Spielen nicht vor Selbstbewusstsein strotzend nach Gelsenkirchen gereist war, hatte durch einen Flugkopfball von Kapitän Mawerick Dreßen noch die beste Gelegenheit auf den Führungstreffer (30.).

Schalker Treffer aberkannt

Kurz nach der Halbzeit schien es, als sei dieser tatsächlich gefallen – und zwar auf der Gegenseite. Der eingewechselte Rene Biskup drückte einen Abpraller von Gäste-Torwart Jan Jakob Olschowsky über die Linie. Doch Schiedsrichter Hendrik Duschner war der Meinung, dass Olschowsky zuvor schon die Hand auf dem Ball gehabt hatte, und erkannte den Treffer daher nicht an (47.).

In der Folge verstanden es die Königsblauen aber zumindest besser, die Gladbacher in deren Hälfte zu beschäftigen. Besonders über die rechte Seite in Person von Andriko Smolinski wurde es gefährlich. Doch auf den tödlichen letzten Pass warteten die Zuschauer stets vergeblich. Am Ende stand daher ein leistungsgerechtes Unentschieden, das Elgert allerdings positiv aufnahm: „Aufgrund der zweiten Halbzeit denke ich, dass wir etwas besser als Gladbach waren. Das Ergebnis macht uns nicht glücklich, aber mit Blick auf die Leistung geht es in Ordnung.“

Sonntag gegen Dortmund

Am kommenden Sonntag sollte gegen Liga-Primus Borussia Dortmund im Idealfall wieder beides stimmen. Ob Elgert dann wieder auf Kutucu setzen kann, ist noch unklar. Dass Kutucu in Zukunft häufiger in der Männer- statt A-Junioren-Bundesliga seine Tore schießen könnte, ist dem Talent-Guru aber natürlich bewusst. „Das ist auch in Ordnung, wenn er seine Sache gut macht. Dafür arbeiten wir ja“, sagte Elgert. „Nun müssen andere in die Bresche springen.“ Leichter gesagt, als getan.

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