2. Judo-Bundesliga

Der Erstliga-Traum des JC Koriouchi Gelsenkirchen platzt

Schock gleich im ersten Kampf: Gelsenkirchens Hendrik Haase zog sich bei seiner Niederlage gegen Bonns Valentin Radu eine schmerzhafte Verletzung am rechten Knie zu.

Schock gleich im ersten Kampf: Gelsenkirchens Hendrik Haase zog sich bei seiner Niederlage gegen Bonns Valentin Radu eine schmerzhafte Verletzung am rechten Knie zu.

Foto: Frank Oppitz/Archiv

Erle.  Die Judoka des JC Koriouchi Gelsenkirchen verlieren den Spitzenkampf der 2. Bundesliga gegen den GJC Bonn mit 6:8. Hendrik Haase verletzt sich.

Die Judoka des JC Koriouchi Gelsenkirchen werden auch im kommenden Jahr in der 2. Bundesliga kämpfen. Der Traum vom Aufstieg in die deutsche Judo-Eliteklasse platzte am Samstagabend in der Sporthalle der Gesamtschule Berger Feld. Die Mannschaft von Trainer Mohsen Ghaffar unterlag im Spitzenkampf dem GJC Bonn mit 6:8 und wird den Godesbergern den Vortritt lassen müssen, sofern sich diese in ihrem letzten Saisonkampf am 21. September gegen den sieglosen Brühler TV nicht dazu entschließen, sich vor heimischer Kulisse zu blamieren. Aktuell haben die Gelsenkirchener (6:2 Punkte) eine Kampfbilanz von 32:24 und die Bonner (6:0) eine von 28:14.

Jasper Olthoff unterliegt Bonns Routinier Hans-Martin Kühn

Im ersten Siebener-Durchgang lief es sechs Kämpfe lang eigentlich planmäßig, ehe der erhoffte vierte Punkt für den JC Koriouchi nicht kam, weil Leichtgewichtler Jasper Olthoff (73 Kilo) Bonns Routinier Hans-Martin Kühn unterlag. So ging es mit einem 3:4-Rückstand in die Pause. Für die Siege des JC Koriouchi, bei dem sich Hendrik Haase im ersten Kampf des Abends gegen Valentin Radu (+100 Kilo) eine schmerzhafte Verletzung des rechten Knies zugezogen hatte, hatten Mauro Martin (66 Kilo), Lex Janssen (100 Kilo) und Christian Hellinger (81 Kilo) gesorgt.

Gab’s noch Hoffnung? Die Bonner überraschten dann mit ihrer Aufstellung für den zweiten Durchgang, indem sice Falk Petersilka, den U-18-Weltmeister von 2015 und amtierenden U-20-Europameister der 90-Kilo-Klasse, nicht wieder im Mittel-, sondern im Halbschwergewicht (100 Kilo) aufstellen. Und dort machte der 21-Jährige mit Gelsenkirchens Niederländer Lex Janssen kurzen Prozess.

Ali Alimirzaie: „Wenn wir nicht Erster werden, möchte ich auch nicht aufsteigen“

Was aber viel schlimmer war: Die Chance in der 90-Kilo-Klasse, die sich dem JC Koriouchi nun bot, ließ Mohammad Falahatpisheh fahrlässig liegen. Er unterlag nach 17 Sekunden in der Golden-Score-Wertung Bonns Trainer Florin Petrehele – und der ist 41. Das war der Punkt zur 8:4-Führung der Godesberger, denen der Sieg im Mannschaftskampf damit nicht mehr zu nehmen war. Zuvor hatte Axel Limberg seinen 66-Kilo-Kampf für die Gelsenkirchener gewonnen, während sich in den beiden letzten und bedeutungslosen Auseinandersetzungen Christian Hellinger sowie Jasper Olthoff behaupteten.

„Mit dem 90-Kilo-Punkt hatten wir im zweiten Durchgang auf jeden Fall gerechnet“, sagte Koriouchi-Manager Ali Alimirzaie. „Alles andere war ganz okay.“ Und er machte auch unmissverständlich klar, dass er keine Geschenke annehmen wird. „Wenn wir nicht Erster werden, möchte ich auch nicht aufsteigen“, sagte der 42-Jährige. Ob sich der GJC Bonn vom Brühler TV verprügeln lassen wird? Kurze Rechnung: Die Godesberger müssten mit 3:11 verlieren – oder höher.

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