Saison-Check

Der FC Horst 59 will den Klassenerhalt diesmal früher

Alexander Bläsius (rechts) und der FC Horst 59 wollen den Klassenerhalt in dieser Saison früher klarmachen.

Alexander Bläsius (rechts) und der FC Horst 59 wollen den Klassenerhalt in dieser Saison früher klarmachen.

Foto: Frank Oppitz

Horst.  „Dass wir nachsitzen mussten, hatte keiner im Verein für möglich gehalten“, sagt Tobias Bergforth, der Trainer des A-Kreisligisten FC Horst 59.

Eine solche Saison wie die zurückliegende will der FC Horst 59 in der Fußball-Kreisliga A nicht noch einmal mitmachen. Als Tabellen-15. der Staffel 1 mussten die Löwen ins Entscheidungsspiel, und erst nach einem 3:1-Sieg am Schürenkamp gegen Viktoria Resse II war sicher, dass sie ein drittes Jahr im Kreis-Oberhaus verbringen dürfen.

„Dass wir nachsitzen mussten, hatte zu Beginn der Saison keiner im Verein für möglich gehalten“, sagt Trainer Tobias Bergforth. Die 59er sind recht gut gestartet und fanden sich zwischenzeitlich sogar auf Rang vier wieder. Aber es folgte eine längere Durststrecke, die sich in der Rückrunde wiederholen sollte. „Ein solches Szenario soll in der neuen Spielzeit vermieden werden, denn das lange Bangen um den Klassenerhalt war für alle Beteiligten psychisch und auch physisch eine große Belastung“, sagt Tobias Bergforth. „Dementsprechend groß war die Erleichterung, als der Klassenverbleib feststand.“

Das Problem: Hartplatz mit Asche

In der Sommerpause hätten die Horster personell gerne nachgebessert. Aber das war nicht so einfach. „Wir mussten uns bei der Suche nach neuen Spielern einige Absagen abholen“, teilt Tobias Bergforth mit. „Die Begründung war fast immer dieselbe. Die Spieler lehnen es ab, auf Hartplätzen mit Asche zu spielen. Sie sagen ganz deutlich, dass sie nur auf Kunst- oder Naturrasen spielen wollen. Da haben andere Vereine im Vergleich zu uns natürlich eine vorteilhaftere Verhandlungsgrundlage.“ Deshalb blieb Zeynel Gamsiz aus Bülse der einzige Sommer-Zugang an der Albert-Schweitzer-Straße.

Obwohl die Qualität wohl nicht besser und auch nicht schlechter geworden ist, möchte der FC Horst 59 diesmal nicht in die Bredouille geraten. „Unser Ziel ist erneut der Klassenerhalt, aber diesmal früher“, sagt Tobias Bergforth. Was ihm und auch seinem Mit-Trainer Christian Keiser allerdings Sorgen bereitet: „Dass wir gezwungen sind, jeden Sonntag eine andere Stammelf auf den Platz zu schicken, da wir sehr viele Spieler haben, die auch am Wochenende arbeiten müssen. Und wie der Teufel es will, sind dies genau die Spieler, die für die Mannschaft als Leistungsträger extrem wichtig sind.“

3:0-Sieg zum Saisonstart gegen den SC Schaffrath

Das Trainer-Duo der 59er, das zum Saisonstart einen 3:0-Sieg gegen den SC Schaffrath gesehen hat, setzt vor allem auf den Zusammenhalt im Klub. „Das ist der Vorteil eines kleinen Vereins“, berichtet Tobias Bergforth. „Spieler, die in den vergangenen Jahren neu zu uns gestoßen sind, gaben immer die Rückmeldung, dass sie super aufgenommen wurden, nicht nur von der Mannschaft, sondern allgemein im Verein. Jeder kennt jeden, es ist ein großes Miteinander, egal ob erste Mannschaft, zweite Mannschaft oder Alte Herren. Es fällt oft der Begriff von der familiären Atmosphäre, und ich denke, genau dieses Gefühl der Zugehörigkeit hat positiven Einfluss auf jeden einzelnen Spieler und somit auf die gesamte Mannschaft.“

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