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Dortmunds Kapitän Marco Reus will auch Schalke weghauen

Dortmunds Kapitän Marco Reus will auch im Revierderby jubeln. „Wir wollen weiter oben dranbleiben, und dann müssen wir auch Schalke weghauen“, sagt der 29-jährige Nationalspieler.

Dortmunds Kapitän Marco Reus will auch im Revierderby jubeln. „Wir wollen weiter oben dranbleiben, und dann müssen wir auch Schalke weghauen“, sagt der 29-jährige Nationalspieler.

Foto: Patrick Seeger/dpa

Dortmund.   Der 29-jährige BVB-Kapitän Marco Reus und Paco Alcácer haben in dieser Saison gemeinsam schon häufiger getroffen als das gesamte Schalker Team.

Das Revierderby am kommenden Samstag (15.30 Uhr) gibt es nicht nur im Bezahlfernsehen bei Sky live, sondern auch in der ARD für alle. Aber ob sich die Bundesliga-Fußballer des FC Schalke 04 darauf freuen dürfen, dass sie von allen, die wollen, umsonst begutachtet werden können? Wenn sie Marco Reus hören, den Kapitän des Tabellenzweiten Borussia Dortmund, könnte ihnen glatt mulmig werden. „Es wird kein normales Spiel, das wissen wir“, sagte der 29-jährige Nationalspieler nach dem 4:0 des BVB beim SC Freiburg. „Aber wir spielen zu Hause, wir haben jetzt wieder Selbstvertrauen getankt, wir wollen weiter oben dranbleiben, und dann müssen wir auch Schalke weghauen.“ Nicht besiegen. Weghauen, wohlgemerkt.

Das mag fast respektlos klingen, vielleicht sogar arrogant. Aber nach den bisherigen 30 Spieltagen der Bundesliga-Saison 2018/19 darf sich Marco Reus wohl ohne Weiteres für eine solche Wortwahl entscheiden. Schließlich ist ihm wie so vielen anderen nicht entgangen, dass Trainer Huub Stevens und die Königsblauen nur gegen die Kellerkinder Hannover 96 und 1. FC Nürnberg vier glückliche Punkte geholt haben. Sonst aber hat diese am 15. März gegründete Zweckgemeinschaft noch nichts gerissen, wohl aber schon einiges verrissen.

Daniel Caligiuri hat fünfmal für Schalke getroffen

Ergebnisse sind unter anderen, dass der FC Schalke 04 vier Spieltage vor dem Saisonende mit seinem Sechs-Punkte-Polster auf den Relegationsplatz des VfB Stuttgart satte 42 Zähler (!) hinter dem Erzrivalen aus Dortmund liegt und die BVB-Stürmer Paco Alcácer sowie Marco Reus zusammen schon häufiger getroffen haben als die gesamte Mannschaft der Königsblauen – nämlich 17- beziehungsweise 16-mal. Die meisten der bisher 32 Schalker Tore hat Daniel Caligiuri erzielt, der fünfmal traf, allerdings auch dreimal vom Elfmeterpunkt. Der erfolgreichste Schütze aus dem Feld ist der Schweizer Nationalspieler Breel Embolo, auf dessen Konto vier Tore stehen.

Somit ist eines klar: Zahlen werden es nicht sein, mit denen die Schalker die Dortmunder vor diesem Revierderby beeindrucken können. Deshalb nimmt der BVB, der mit der zweitbesten Punkteausbeute seiner Vereinsgeschichte in die letzten vier Spiele geht (69), seine Rolle in diesem Spiel zwischen dem Tabellenzweiten und dem Tabellenviertletzten auch selbstverständlich an.

Thomas Delaney köpft im Hinspiel das 1:0 des BVB

„Das wird geil zu Hause. Wir haben ein super Gefühl zu Hause“, sagt Dortmunds dänischer Mittelfeld-Mann Thomas Delaney. „Wir sind oben in der Tabelle, wollen gewinnen. Für mich ist das kein Problem zu sagen: Wir sind die Favoriten.“

Der 27-Jährige hat im Hinspiel beim Dortmunder 2:1-Sieg bekanntlich das 1:0 geköpft. „Das war natürlich schön“, erzählt Thomas Delaney. „Mein erstes Tor im Derby. Man merkt ganz schnell, wie viel das Derby den Leuten hier in der Stadt bedeutet. Es war echt cool.“

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