Leichtathletik

Egon Kleine-Homann überrascht mit zwei Medaillen

Egon Kleine- Homann

Egon Kleine- Homann

Foto: Foto: SK

Gelsenkirchen.  Zwei Routiniers des SuS Schalke nahmen an den Europameisterschaften der Senioren in Italien teil.

Zwei Leichtathleten des SuS Schalke 1896 hatten für die Europa-Meisterschaften der Seniorinnen und Senioren gemeldet, die in drei Vororten von Venedig stattfanden. Dabei überraschte Egon Kleine-Homann in der M 75-Klasse mit dem Gewinn von zwei Bronzemedaillen.

Zunächst stieß der diesjährige deutsche Vizemeister die 4 Kg-Kugel auf 10,69 Meter, was angesichts der nahezu unzumutbaren Bedingungen eine mehr als respektable Leistung ist. Strömender Regen ein unter Wasser stehender Ring und mehrfache, nervige Zeitverzögerungen, die sich verständlicherweise auf Konzentration und Anspannung niederschlugen, machten den Aktiven am ersten Tag in den Vororten der bei Touristen beliebten Lagunenstadt einen dicken Strich durch die Wettkampfrechnung.

Einen Tag später hatte sich Egon Kleine-Homann neu motiviert und begann beachtlich. Sein Speer landete bei 33,65 Metern. In dieser Disziplin, die von deutschen Werfern dominiert wurde, ging es überaus knapp und am Ende haarscharf zu.

Über 400 Meter lief es nicht

Zu Gold und Silber fehlten dem Mehrkämpfer nur 1,63 Meter, beziehungsweise 28 Zentimeter. Im 400 Meter-Lauf dagegen blieb der vielseitige Athlet von Schalke 96 deutlich unter seinen Möglichkeiten. Egon Kleine-Homann hatte sich in dieser Disziplin ursprünglich mehr ausgerechnet. Die Zeit von 82,58 Sekunden reichte nicht für einen Platz in der später mit Gold dekorierten deutschen 4x400-Meter-Staffel.

Sein Vereinskamerad Matthias Kreft erreichte im sehr gut besetzten Dreisprung der Klasse M70 den siebten Platz. Im Dauerregen steigerte er sich von Sprung zu Sprung und landete im letzten Versuch bei bemerkenswerten 8,87 Metern. Mit dieser neuen persönlichen Jahresbestleistung, mit der er seine alte Marke um 40 Zentimeter überbieten konnte, hätte Kreft vor zwei Monaten den deutschen Meistertitel geholt.

Über 80 Meter Hürden kam Matthias Kreft nach 16,15 Sekunden ins Ziel und war mit der Zeit zufrieden – auch wenn er das Finale um 26 Hundertstel Sekunden verpasste. Der Ärger über das knappe Scheitern hielt sich aber beim Schalker Routinier in Grenzen. Kreft hätte auf eine Final-Teilnahme wegen anschließender Achillessehnenbeschwerden ohnehin verzichten müssen. Die Probleme waren zu groß und verhinderten außerdem seine geplanten Starts über 300 Meter Hürden und 2.000 Meter Hindernis.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben