Knappenschmiede

Eine Reise nach Finnland im Dienst von Schalke 04

Finnische Jugendliche zeigen stolz die Trikots von früheren Schalke-Größen, die Bodo Menze (ganz rechts im Bild) mitgebracht hatte.

Finnische Jugendliche zeigen stolz die Trikots von früheren Schalke-Größen, die Bodo Menze (ganz rechts im Bild) mitgebracht hatte.

Foto: Foto / WAZ

Gelsenkirchen.  Schalkes Außenminister Bodo Menze hat auf einer Dienstreise nach Finnland die Kooperation zwischen S04 und Zenit St. Petersburg mit Leben erfüllt.

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Die Reise mag beschwerlich klingen – für Bodo Menze war sie interessant und eine Selbstverständlichkeit im Außendienst von Schalke 04: Voller positiver Eindrücke kehrte der langjährige Leiter der Knappenschmiede jetzt aus dem südfinnischen Imatra zurück, wo er eine Fortbildung von finnischen und russischen Jugendtrainern geleitet hat.

Fünf Tage war Bodo Menze unterwegs: Mit dem Flugzeug bis nach St. Petersburg, weiter mit dem Zug durch Nordrussland nach Vainikkala in Finnland, von dort mit einem Shuttle nach Imatra. Der Grund der Reise hat für den 66-Jährigen damit zu tun, dass er in manchen Dingen einfach nicht locker lässt: „Ich will aktiv an der Kooperation zwischen Zenit St. Petersburg und Schalke 04 arbeiten.” Diese Partnerschaft, einst im Zuge des Sponsor-Vertrages mit Gazprom geschlossen, existiert nach wie vor – auch wenn Schalke sich bei seinen Auslands-Aktivitäten zuletzt mehr in Richtung China orientiert hat.

Schalkes Menze zum fünften Mal in Imatra

Im fünften Jahr war Bodo Menze jetzt in Imatra. Eine zufällige Bekanntschaft hat einst dazu geführt, dass Schalkes Außenminister seine Kontakte zu Zenit spielen ließ und gemeinsam mit den Russen in Südfinnland einen Standort für einen Wissenstransfer aufbaute. „Wir haben mit Zenit vereinbart, dass wir auf verschiedenen Ebenen zusammenarbeiten – unter anderem mit einem Austausch von Know-how”, erklärt Menze, der ausgebildeter Fußball-Lehrer ist. In diesem Jahr leitete er selbst die Fortbildung in Finnland, „im nächsten Jahr macht es dann Zenit.”

Anwesend waren in Imatra finnische und russische Jugendtrainer. Menze referierte über moderne Trainingslehre und die Gestaltung von Trainingseinheiten. Dieser Teil wurde mit finnischen Jugendmannschaften später auch auf dem Rasen umgesetzt. Ein anderer Schwerpunkt der Fortbildung war die psychologische Seite: Welche Rolle spielt der Kopf im Fußball?

Ein besonderes Bonbon hatte der Schalker aber auch im Gepäck: Es waren Originaltrikots von Leroy Sané, Benedikt Höwedes, Julian Draxler, Joel Matip und Naldo, die Menze als Gastgeschenke verteilte. Vier dieser Spieler wurden in der Knappenschmiede ausgebildet – sie standen in Imatra als Zeichen dafür, zu welchen Erfolgen es die Schalker Nachwuchsarbeit im Weltfußball gebracht hat.

Bodo Menze hat die Schalker Nachwuchsakademie in den 1990-er Jahren mit modernen Strukturen versehen – längst hat er die Leitung abgegeben und sich in den vergangenen Jahren als „Außenminister“ um Schalke verdient gemacht. Demnächst will er mit nun 66 Jahren kürzer treten, aber Projekte wie dieses in Imatra liegen ihm weiter am Herzen. „Ich möchte, dass das auch ohne mich weitergeführt wird”, sagt Menze: „Künftig sollte diese Aufgabe ein Vertreter der Knappenschmiede übernehmen.”

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