Schalkes U23

„Für die Jungs ist es intensiver“

Soll Schalkes Talente fördern und mit der U23 Spiele gewinnen: Trainer Torsten Fröhling.

Soll Schalkes Talente fördern und mit der U23 Spiele gewinnen: Trainer Torsten Fröhling.

Foto: Thorsten Tillmann

Gelsenkirchen.  Die Talente in Schalkes U23 müssen sich umstellen. Trainer Fröhling erwartet am Samstag (14 Uhr) beim Spiel in Aachen wieder einen Lerneffekt

Ball annehmen, in aller Ruhe nach einer Anspielstation suchen, mit der Fuß-Innenseite lässig passen und sich gemächlich nach vorne orientieren. Das war einmal. „In der Fußball-Regionalliga“, stellt Schalkes U23-Trainer Torsten Fröhling fest, „kann man so nicht spielen. Hier geht es viel intensiver zu als in der Oberliga oder im Junioren-Bereich. Das haben mir meine jungen Spieler Jason Ceka oder Berkan Firat schon bestätigt.“

Fröhling streicht heraus: „Die Jungs haben viel weniger Zeit zum Überlegen, es kommt auf schnelles Handeln und Reagieren an. Das ist natürlich ein gewisser Lernprozess, aber gerade deswegen ist die Regionalliga für uns ja so wichtig.“ Heute im Auswärtsspiel bei Ex-Bundesligist Alemannia Aachen (14 Uhr, neuer Tivoli) werden die königsblauen Talente wieder einen Schritt dazulernen. „Da sind über 5000 Zuschauer, die ordentlich Alarm machen werden. Wir treten in einem großen Stadion vor einer relativ großen Kulisse an. Für uns ist das ein Highlight und ein Grund dafür, warum wir in die Regionalliga aufgestiegen sind. Meine Spieler müssen sich darauf einstellen und dürfen sich nicht von den äußeren Einflüssen beeinflussen lassen“, fordert Fröhling.

Drei Jungprofis mischen mit

Mit Stürmer Fabian Reese, Mittelfeld-Dampfmacher Nassim Boujellab und Linksverteidiger Jonas Carls stehen dem U23-Trainer drei Jungprofis zur Verfügung, Boujellab und Carls zählten allerdings in der vergangenen Saison noch zu seinem Kader. Fröhling freut sich darüber, will es aber nicht überbewerten: „Ich sehe sie irgendwie als meine Jungs an. Sie sind unsere Toptalente. Sie sollen spielen, Wettkampfpraxis ist nun mal das A und O.“ Fröhling schiebt zum Thema vermeintlicher Wettbewerbsvorteil nach: „Allerdings ist da kein Maradona dabei.“ Heißt übersetzt: Boujellab, Reese und Carls können alleine kein Spiel gewinnen. Bestes Beispiel war die Pleite in Lotte, als Schalke fünf Profis dabei hatte. Es funktioniert nur gemeinsam. Als Team, als Einheit.

Fröhling: „Wie weit wir wirklich sind, ist immer noch schwer zu sagen. Wenn ich mir die 1:2-Niederlage in Lotte anschaue und danach das 3:0 gegen Wuppertal, dann ist da schon eine gewisse Positiv-Entwicklung zu erkennen. Aber jetzt muss Beständigkeit rein.“ Da würde ein Erfolg in Aachen genau in die Trainer-Karten spielen. Torsten Fröhling hat sich die Alemannia zuletzt bei der 0:2-Pleite in Bonn angesehen: „Die Alemannia ist körperlich stark. Wir brauchen die gleiche Leidenschaft wie gegen Wuppertal.“

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