Radsport

Gelsenkirchen erlebt das Finale der Vivawest-Ruhrpott-Tour

Hans Pirius, der Führende in der Gesamtwertung, und Cheforganisator Michael Zurhausen (unten rechts) präsentieren sich am Dienstag nach der Pressekonferenz vorm Bahnhofs-Bistro „Cliff’s“ mit den Sponsoren.

Hans Pirius, der Führende in der Gesamtwertung, und Cheforganisator Michael Zurhausen (unten rechts) präsentieren sich am Dienstag nach der Pressekonferenz vorm Bahnhofs-Bistro „Cliff’s“ mit den Sponsoren.

Foto: Joachim Kleine-Büning

Beckhausen.  Nachdem die 26. City-Nacht am 19. Juni ausgefallen ist, ist Schaffrath am Sonntag Schauplatz der letzten Etappe der Vivawest-Ruhrpott-Tour.

Eigentlich sollte es am 19. Juni so sein, dass Hans Pirius im Trikot der Stadt Gelsenkirchen bei der 26. City-Nacht von Schaffrath startet. Doch dann ist das Rennen wegen eines Unwetters bekanntlich ausgefallen, und nun wird der 27-Jährige am Sonntag (26. August) bei der jetzt dritten und letzten Etappe der Vivawest-Ruhrpott-Tour als Erstplatzierter ins Rennen gehen und deshalb das weiße Trikot mit den blauen Punkten tragen, eben das des Führenden in der Gesamtwertung.

Nach seinen jeweils siebten Plätzen in Duisburg und Recklinghausen liegt Hans Pirius mit 18 Zählern vor Alexander Nordhoff vom RV Blitz Spich und Dario Rapps vom RSC Kempten aus dem Allgäu, die jeweils 15 Zähler haben. „Er ist in beiden Rennen taktisch sehr gut gefahren“, sagt Michael Zurhausen, der Cheforganisator der City-Nacht, die in ihrer Geschichte schon elf Weltmeister erlebt hat und bei ihrer Neuauflage den Namen Familientag trägt.

Hans Pirius: „Die Stimmung ist sehr gut“

Und Hans Pirius hätte sogar ein paar Punkte mehr haben können. „Ich habe mich aber in Recklinghausen in der letzten Runde verbremst, und da sind noch ein paar vorbeigefahren“, sagt der Mann von der RSG Hürth, der am Sonntag insofern einen Nachteil haben könnte, als er alleine fahren muss, ohne Unterstützung von Teamkollegen – anders als Andreas Nordhoff und Dario Rapps. Doch Michael Zurhausen schmunzelt. „Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte“, sagt er.

Jedenfalls haben Hans Pirius, der schon mehr als 30 Platzierungen „und ein paar Siege“, wie er lächelnd sagt, herausgefahren hat, die ersten beiden Abschnitte der Vivawest-Ruhrpott-Tour begeistert. „Die Stimmung ist sehr gut“, sagt er. „Bei anderen Rennen fährst du manchmal nur vor zehn Zuschauern oder alleine durch ein Industriegebiet.“

Titelverteidiger Theo Reinhardt fehlt wegen seiner Olympia-Vorbereitung

Michael Zurhausen ist sehr, sehr glücklich, dass die 26. Auflage dieses traditionellen Rennens nun am Sonntag stattfinden kann, auch wenn er den Berliner Titelverteidiger Theo Reinhardt wegen dessen Olympia-Vorbereitung nicht präsentieren kann.

„Das war am 19. Juni eine ganz schwierige Entscheidung, aber die Sicherheit der Fahrer und Zuschauer hatte in diesem Moment absoluten Vorrang“, sagt der Cheforganisator vom RC Olympia Buer am Dienstag bei der Pressekonferenz im Bahnhofs-Bistro „Cliff’s“. „Das ist eine Geschichte, die wirklich wehgetan hat und an der ich ein bisschen zu knabbern hatte.“

Moritz Kaase fährt im Trikot der Stadt Gelsenkirchen

Schnell aber durfte er spüren, dass die Radsportler eine eingeschworene und verrückte Gemeinschaft sind. „Ein Riesendank an alle Sponsoren“, sagt Michael Zurhausen, der wegen des Bundesliga-Spiels zwischen dem FC Schalke 04 und dem FC Bayern München von Samstag auf Sonntag ausgewichen und froh ist, dass das in Wuppertal geplante Rennen abgesagt worden ist. „Am Ende“, sagt er, „passte alles für uns.“

Den Startschuss des Eliterennens um den Großen Preis der Sparkasse, das über 70 Runden führen wird, also 77 Kilometer, werden am Sonntag um 14.30 Uhr Vivawest-Geschäftsführer Ralf Brauksiepe sowie Sparkassen-Vorstand Stephanie Olbering geben. „Es wird ein wahnsinnig spannendes Finale“, sagt Michael Zurhausen. „Wir können ein ganz, ganz hartes Rennen erwarten.“ Und das Trikot der Stadt Gelsenkirchen wird dann, weil der für den 19. Juni vorgesehene Hans Pirius ja inzwischen als Führender in Weiß mit blauen Punkten fährt, Moritz Kaase vom RSV Gütersloh tragen. „Er hat schon die Anweisung erhalten, sich sehr oft vorne zu zeigen“, flachst Michael Zurhausen.

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