Basketball

Gelsensport liegt kein Antrag von S04 für Schürenkamp vor

In der Sporthalle Schürenkamp in Gelsenkirchen-Schalke spielen aktuell die Handballer vom FC Schalke. Außerdem fand zuletzt die Hallenstadtmeisterschaft im Fußball dort statt.

In der Sporthalle Schürenkamp in Gelsenkirchen-Schalke spielen aktuell die Handballer vom FC Schalke. Außerdem fand zuletzt die Hallenstadtmeisterschaft im Fußball dort statt.

Foto: Oliver Mengedoht

Gelsenkirchen.   Die Basketballer vom FC Schalke suchen eine neue Spielstätte für die Partien in der 2. Bundesliga ProA. Welche es sein wird ist weiterhin unklar.

Dr. Günter Pruin ist ein wenig verwundert. In jedem Basketball-Artikel in den vergangenen Tagen liest er, dass der FC Schalke 04 in der kommenden Saison seine Heimspiele in der 2. Bundesliga ProA im Sportzentrum Schürenkamp austragen wird. Doch das steht aus Sicht des Gelsensport-Geschäftsführers noch nicht fest.

Denn bisher hat der FC Schalke 04 noch keinen Antrag an Gelsensport, das Sportmanagement der Stadt Gelsenkirchen, gestellt, die Sporthalle im Schürenkamp nutzen zu können. „Wir haben eine Verabredung mit dem FC Schalke 04. Die Gespräche mit dem Hauptverein haben in guter, konstruktiver Atmosphäre stattgefunden. Schalke 04 will erst die Gesamtsituation intern prüfen und dann einen Antrag stellen, den Schürenkamp zu nutzen. Oder nicht“, sagt Dr. Günter Pruin.

„Daher sehen wir noch keinen Handlungsbedarf.“ Und der Gelsensport-Geschäftsführer ergänzt: „Solange die Rahmenbedingungen nicht geklärt sind, kann man nicht weiter diskutieren.“ Dabei haben sich die Basketballer die Halle schon öfter mal angeschaut.

Pruin: Sind nicht gegen Basketball

Wenn dieser Antrag gestellt ist, dann werden sich beide Parteien wieder zusammensetzen. Denn es gilt, eine Liste von rund 25 Punkten abzuarbeiten. Das ist notwendig, um Heimspiele der 2. Bundesliga ProA in der großen Halle am Schürenkamp überhaupt austragen zu können. Eines stellt Dr. Günter Pruin klar: „Wir sind nicht gegen Basketball in dieser Stadt. Aber eine Kostenübernahme seitens der Stadt wird es nicht geben.“

Auch der Sportausschuss der Stadt Gelsenkirchen scheint sich einig zu sein. „In der letzten Sitzung habe ich das Thema angesprochen. Und wir waren uns einig, die Strukturen des Amateursports nicht aufs Spiel zu setzen oder zu zerstören“, sagt der Geschäftsführer von Gelsensport. „Wir müssen die Rahmenbedingungen für unsere Amateure sichern und nicht für den Profisport. Wenn es nach den Gesprächen zu einer Einigung kommt und die infrastrukturellen Bedingungen geregelt sind, die anderen Amateure im Schürenkamp einem Tausch der Trainings- und Spielorte zustimmen und die Kostenübernahme steht, freue ich mich auf tolle Spiele.“

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