HANDBALL

Hosenfelder: „Eines von drei bis vier schlechten Spielen“

Schalkes Rückraumspieler Thorben Kirsch (Nr. 15) wurde von den Gegnern fast im Manndeckung genommen und erzielte gegen Soest kein Tor.

Schalkes Rückraumspieler Thorben Kirsch (Nr. 15) wurde von den Gegnern fast im Manndeckung genommen und erzielte gegen Soest kein Tor.

Foto: Joachim Kleine-Büning

Schalke.  Der FC Schalke 04 verliert in der Oberliga mit 23:27 gegen den Tabellenvierten Soester TV. In Durchgang eins schwächelt der Angriff zu sehr.

Auf der Heimseite prangte eine Sieben. Sieben Tore hatten die Schalker geworfen. Aber nicht etwa nach einer knappen Viertelstunde, sondern zur Halbzeit. 7:13 stand es da im Handball-Oberliga-Spiel gegen den Soester TV. Zu wenig für die Königsblauen, am Ende hieß es 23:27.

„Im Angriff war die erste Halbzeit eine Katastrophe“, sagte Schalkes Trainer Sebastian Hosenfelder. „Ja, der Gegner hatte eine gute Deckung“, gab er zu. „Aber wir haben auch teilweise haarsträubende Fehler gemacht“, ärgerte er sich. Umso ärgerlicher war, dass die Abwehr in dieser Phase eigentlich gut funktionierte, Torwart Fabian Zindel konnte sich ein ums andere Mal auszeichnen. Doch was bringt eine gut aufgelegte Abwehr und ein mindestens genau so gut aufgelegter Torwart, wenn der Angriff aus den gewonnenen Bällen keinen Profit schlägt.

Vor allem der Rückraum wusste nicht zu überzeugen - was aber seine Gründe hatte. Jan Grzesinski musste kurz vor der Halbzeitpause verletzt vom Feld, Aufschluss über die Verletzung an der Achillesferse soll ein MRT ergeben. Philipp Gemsa lag die ganze Woche mit einem Magen-Darm-Virus flach, konnte sich gegen Soest nicht von seiner besten Seite zeigen. Und Thorben Kirsch wurde von den Gästen noch enger gedeckt, als es in den anderen Spielen schon der Fall war. „Das war fast eine Manndeckung“, so Hosenfelder. Am Ende standen bei seinem Mann für den linken Rückraum auch null Tore auf dem Spielberichtsbogen.

Schalker Spieler zu verkrampft

In der Halbzeitpause appellierte Hosenfelder an die Lockerheit seiner Spieler im Angriff. „Wir waren zu verkrampft“, hatte der Schalker Trainer bemerkt. Woran das lag, konnte aber auch er nicht beantworten.

In den ersten zehn Minuten nach der Pause schien es so weiterzugehen wie zuvor, Soest konnte den Vorsprung sogar auf acht Tore ausbauen. Hosenfelder nahm eine Auszeit, danach traf Felix Busjan dreimal in Folge, plötzlich glaubten die Schalker wieder daran, doch noch etwas holen zu können. „Wir haben dann eine Viertelstunde lang guten Handball gespielt“, sagte Hosenfelder. Acht Minuten vor Schluss war Schalke auf drei Tore an Soest herangekrochen, es roch ein bisschen nach dem nächsten königsblauen Last-Minute-Krimi.

Doch darauf hatten die Gäste aus Soest keine Lust. „Wir haben es dann leider nicht mehr drehen können“, sagte Hosenfelder, der „eines von drei bis vier schlechten Spielen von uns in dieser Saison“ gesehen hatte. Das ärgerte ihn, „und natürlich auch die Mannschaft, weil der Gegner nicht gerade seine Bestleistung gezeigt hat.“ Will heißen: Mit einer ansprechenden Leistung wäre hier ein Sieg drin gewesen. Dazu hätte es allerdings mehr als sieben Tore in Halbzeit eins gebraucht.

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