Fußball-Westfalenliga

Karabal: „Eine der schwierigsten Entscheidungen des Lebens“

Hakan Karabal steht am Sonntag gegen den SC Neheim ein letztes Mal als Trainer von YEG Hassel an der Seitenlinie am Lüttinghof.

Hakan Karabal steht am Sonntag gegen den SC Neheim ein letztes Mal als Trainer von YEG Hassel an der Seitenlinie am Lüttinghof.

Foto: Thomas Gödde / FUNKE Foto Services

Hassel.  Hakan Karabal hört am Sonntag als Trainer von YEG Hassel auf. Das Spiel gegen den SC Neheim ist das letzte an der Seitenlinie.

Wenn YEG Hassel am Sonntag um 15.30 Uhr am Lüttinghof gegen den SC Neheim antritt, ist es nicht nur das letzte Spiel der laufenden Fußball-Westfalenliga-Saison, sondern auch das letzte Spiel von Hakan Karabal als Trainer von YEG Hassel. Er wird dem Trainerjob nach Sonntag den Rücken kehren.

„Aus beruflichen Gründen“, wie er sagt, gibt er bei YEG Hassel auf. „Das passt alles zeittechnisch nicht mehr. Eigentlich sollte man gestresst zum Fußball kommen und ohne Stress wieder nach Hause fahren. Das ist bei mir aber nicht mehr so“, sagt Hakan Karabal: „Ich stehe morgens um fünf, sechs Uhr auf und bin dann abends um elf Uhr zuhause. Ich muss mich da etwas entlasten.“

Hakan Karabal hatte vor zwei Jahren die Nachfolge von Oktay Güney als Trainer angetreten, gemeinsam mit den erfahrenen Spielertrainern Mesut Özkaya und Savas Turhal ein erfolgreiches Trio gebildet. In beiden Jahren gewann YEG Hassel jeweils den Kreispokal. In der Liga reichte es in der vergangenen Saison nur knapp nicht für die Aufstiegsrelegation.

Die aktuelle Saison in der Westfalenliga verläuft, auch aufgrund von vielen Verletzungen, nicht ganz so rosig. Trotzdem können die Hasseler die Saison mit einem Erfolg gegen Neheim noch auf dem fünfte Tabellenplatz beenden.

Hakan Karabal bleibt YEG-Fan

Und ihrem Trainer ein schönes Abschiedsgeschenk bereiten. „Für mich persönlich wäre ein Sieg zum Abschluss natürlich sehr schön“, sagt Hakan Karabal und wünscht sich, dass seine Spieler noch mal alles raushauen. Bis zuletzt hatten die Verantwortlichen noch um Hakan Karabal gekämpft, doch an seinem während der Saison gereiften Entschluss hält er fest. „Das ist eine der schwierigsten Entscheidungen meines Lebens, aber wenn man einmal etwas beschließt, muss man das auch tun“, sagt er.

Ob er noch einmal zurückkehren wird, will Hakan Karabal nicht ausschließen, „man soll ja niemals nie sagen“. Einen anderen Verein werde er nicht trainieren. „Nein, das könnte ich YEG nicht antun, dazu bin ich viel zu loyal dem Verein gegenüber. Ich werde auch immer Fan bleiben.“ Und als solcher, aber natürlich auch als scheidender Coach, wünscht sich Hakan Karabal am Sonntag einen Sieg.

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