Fußball

Michael Czerwinski hört als Jugendtrainer bei Erle 08 auf

Coachte parallel zwei Teams: Michael Czerwinski will sich nun auf die zweite Mannschaft des Erler SV 08 konzentrieren.

Coachte parallel zwei Teams: Michael Czerwinski will sich nun auf die zweite Mannschaft des Erler SV 08 konzentrieren.

Foto: Gökhan Negüzel

Gelsenkirchen.  Der 27-Jährige betreute seit 2012 den 2001er-Jahrgang der Null-Achter und will sich nun auf den Job als Coach der zweiten Mannschaft fokussieren.

Fußball-Bezirksligist Erler SV 08 muss in der Jugendabteilung künftig ohne einen prägenden Trainer der vergangenen Jahre auskommen: Michael Czerwinski, der seit 2012 den 2001er-Jahrgang der Null-Achter betreute, hört auf und will sich künftig allein auf seine Tätigkeiten als stellvertretender Jugendleiter und Coach der zweiten Seniorenmannschaft konzentrieren.

Die vor einem Jahr neu gegründete Reserve trainierte der 27-Jährige in der wegen der Coronavirus-Pandemie unterbrochenen Saison parallel zur A1-Jugend. Auch in der vorigen Spielzeit hatte er gleich bei zwei Teams an der Seitenlinie gestanden und beide A-Jugend-Mannschaften gecoacht. Pünktlich zum Übergang seines 2001er-Jahrgangs von der A1 in den Seniorenbereich soll mit dieser Doppeltätigkeit nun aber Schluss sein. Als Ersatz wird Marco Kuczenski mit seiner bisherigen A2-Jugend zur A1 aufrücken.

Drei Aufstiege in acht Jahren

„Zwei Mannschaften parallel zu trainieren, hat sehr viel Energie gekostet. Ich war an sechs Tagen pro Woche auf dem Platz und habe teilweise sogar Spiele verlegen lassen, damit ich bei beiden Teams dabei sein kann“, räumt Michael Czerwinski ein. „Diese Energie möchte ich nun in andere Dinge wie Familie, Freundin und Beruf investieren.“

Dennoch blickt er zufrieden zurück. Und das liegt nicht nur daran, dass er mit seinem jeweils noch zum Jungjahrgang gehörenden Team 2013, 2016 und 2019 den Aufstieg in die Kreisliga A schaffte: „Ich habe in den acht Jahren eine emotionale Bindung zu den Jungs aufgebaut. Wir waren eine super Truppe, das haben mir auch die Spieler und Eltern zurückgemeldet. Dieses Feedback zeigt mir, dass es sich gelohnt hat, so viel Herzblut darein zu stecken.“

Sechs Spieler rücken in die Erste auf

Umso trauriger ist Michael Czerwinski, dass er sich wegen der Corona-Beschränkungen nur mit einer emotionalen Nachricht übers Handy von seinen Schützlingen verabschieden konnte. Als kleiner Trost hilft dabei aber die Tatsache, dass er den Großteil seines Teams bald im ESV-Trikot wiedersehen wird.

„Die meisten werden zu mir in die Zweite kommen. Sechs Spieler möchten sich in der Ersten probieren“, erzählt Michael Czerwinski und betont: „Dass so viele im Verein bleiben wollen, macht mich stolz. Das zeigt, wie wichtig die zweite Mannschaft als Perspektive für diejenigen ist, die es nicht in der Ersten schaffen.“

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