Schalke 04

Mit sozialen Netzwerken kann Stevens nichts anfangen

Huub Stevens ist noch ein Freund des persönlichen Gesprächs. Von sozialen Netzwerken hält der Ur-Schalker, der hier mit seinem Nachfolger David Wagner plaudert, nichts.

Huub Stevens ist noch ein Freund des persönlichen Gesprächs. Von sozialen Netzwerken hält der Ur-Schalker, der hier mit seinem Nachfolger David Wagner plaudert, nichts.

Foto: firo Sportphoto/ Jürgen Fromme / firo Sportphoto

Gelsenkirchen.  Wenn Huub Stevens Zeit mit seinen Enkelkindern verbringt, lernt er neue Mobilfunk-Tricks. Mehr will er gar nicht.

Huub Stevens ist ein Mann der alten Schule. Der „Trainerfuchs außer Dienst“ akzeptiert, dass der Fußball insgesamt moderner geworden ist und er akzeptiert auch, dass sich die Spielergeneration an sich verändert hat. Aber Stevens spürt auch Veränderungen im täglichen Leben. „Wir sind zurückhaltender geworden“, stellte er bei seinem letzten Interview mit dieser Zeitung im April vor dem Derby gegen Borussia Dortmund (4:2) fest. Stevens: „Früher hat man mit den Nachbarn gesprochen, wenn man sich draußen getroffen hat. Heute sind viele Leute sehr mit sich selbst beschäftigt.“

Gerade bei den jungen Leuten richtet sich der Blick fast ausschließlich auf das Mobiltelefon. Stichwort: Handygeneration. Stevens muss bei einer Anekdote schmunzeln. „Ich weiß noch, dass wir mit Schalke vor vielen Jahren mal in Italien waren. Wir hatten damals alle noch gar kein Handy. Bei den Italienern sind alle mit so großen Mobilfunk-Maschinen rumgelaufen. Das kannten wir überhaupt nicht.“ Mittlerweile gehören Handys zum Erscheinungsbild, sind nicht nur Kommunikationsmittel, sondern oft auch Statussymbol.

Stevens ist auch mobil erreichbar, klar. Aber er springt nicht bei allen Trends auf den Zug auf. Facebook, Twitter, Instagram sind nicht seine Welt, diese Tummelplätze überlässt er den Jüngeren. „Das mache ich nicht mit. Ich kenne mich da auch nicht aus. Meine Enkelkinder zeigen mir, was möglich ist. Sie sagen dann: Opa, das kannst du auch mit deinem Handy. So lerne ich auch noch jeden Tag, etwa wenn ich eine E-Mail mit dem Handy verschicke“, sagt Stevens und schmunzelt wieder. Früher war nicht alles besser, aber manches eben deutlich unkomplizierter.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben