Handball-Oberliga

Ohne Thorben Kirsch: Schalke scheitert auch in Soest

Jan Grzesinski zeigte beim 21:25 in Soest eine starke Leistung. Der 20-Jährige traf sechsmal.

Jan Grzesinski zeigte beim 21:25 in Soest eine starke Leistung. Der 20-Jährige traf sechsmal.

Foto: Olaf Ziegler

Soest.  Das Team von Sebastian Hosenfelder, das ohne Thorben Kirsch auskommen muss, kassiert die achte Saisonniederlage. 21:25. Lob für Jan Grzesinski.

Es bleibt dabei: Die Oberliga-Handballer des FC Schalke 04 müssen weiterhin auf ihren ersten Saisonsieg warten. Das Team von Trainer Sebastian Hosenfelder, das kurzfristig auf seinen Denker und Lenker Thorben Kirsch verzichten musste (private Gründe), unterlag am Freitagabend beim Soester TV mit 21:25 (12:13) und kassierte im neunten Saisonspiel seine achte Niederlage.

Nach der Partie machte der Schalker Trainer kein Geheimnis daraus, von beiden Mannschaften ein doch eher schwaches Oberliga-Spiel gesehen zu haben. „Aber die Soester haben einfach weniger Fehler gemacht“, sagte der 38-Jährige, der fest davon überzeugt war, dass er an diesem Abend mit Thorben Kirsch gewonnen hätte. „Oder wenn ein anderer etwas mehr Verantwortung übernommen hätte“, formulierte Sebastian Hosenfelder, der für seine Nummer 15 Kreisläufer Yannick Kliehm aus der Bezirksliga-Reserve mit ins Aufgebot genommen hatte.

Jan Grzesinski trifft zum 13:13 und zum 14:13

Reichlich Verantwortung trug der Jüngste, der 20-jährige Jan Grzesinski. „Er hat eine tolle Partie gemacht“, lobte sein Trainer. Und er war auch nicht unerheblich daran beteiligt, dass sich die Schalker nach ihrem schwachen Start, „als wir uns von der Soester 4:2-Deckung so ein bisschen haben verunsichern lassen“ (Hosenfelder), berappelten, kurz vor der Pause beim 12:12 den Ausgleich schafften und dann erstmals in Führung gingen. Rückraum-Mann Jan Grzesinski traf kurz nach dem Seitenwechsel erst zum 13:13 und dann zum 14:13. „Das war sehr stark“, sagte der Schalker Trainer.

Und warum ging es dann nicht entsprechend weiter, sondern nach dem 15:14 durch Nikolai Lenz wieder in die andere Richtung? „Die Soester haben Jan ein bisschen enger gedeckt, und wir haben es auf den anderen Positionen nicht geschafft, uns eins gegen eins durchzusetzen“, antwortete Sebastian Hosenfelder.

Phillip Dobrodt und Nico Helfrich müssen runter

Nichtsdestotrotz durften seine Handballer weiterhin von ihrem ersten Oberliga-Saisonsieg träumen, sie blieben den Soestern in deren Börde-Halle zunächst dicht auf den Fersen. Zumindest bis zum 19:20. „Aber dann kriegst du zwei Zeitstrafen, und das Spiel ist vorbei“, sagte Sebastian Hosenfelder. Phillip Dobrodt und Nico Helfrich wurden kurz hintereinander auf die Strafbank geschickt. Auch wegen dieser Überzahl schaffte der Soester TV nun einen 4:0-Lauf, den der Schalker Coach auch durch eine Auszeit nicht stoppen konnte, und zog entscheidend auf 24:19 davon.

Obwohl die Enttäuschung nach dieser erneuten Niederlage groß war, zogen die Schalker Handballer am Freitagabend zum ohnehin geplanten Mannschaftsabend los. „Vielleicht“, sagte Trainer Sebastian Hosenfelder, „hilft das ja.“

Spielfilm: 3:0, 3:1, 4:1 (7.), 4:3, 6:3, 6:4, 8:4, 9:5, 9:7, 11:9, 12:9, 12:12 (29.), 13:12 (Halbzeit), 13:14, 14:15 (34.), 17:15 (38.), 20:18 (44.), 20:19, 24:19 (58.), 25:20, 25:21.

FC Schalke 04: Sinkovec, Lichtenegger (bei einem 7 m) – Schwengers, Kliehm, Gill (4/3), Lenz (4), Heming (3), Sauerland, Busjan (1), Ruskov (2), Dobrodt, Grzesinski (6), Fr. Hentschel, Helfrich (1).

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