Basketball

Schalke 04 entwaffnet die Kirchheimer Ritter

Adam Touray erzielte 15 Punkte für Schalke.

Adam Touray erzielte 15 Punkte für Schalke.

Foto: Foto: Frank Oppitz / FUNKE Foto Services

Kirchheim unter Teck.  Aufatmen bei den Schalker Basketballern. Im fast 500 Kilometer entfernten Kirchheim gelang den königsblauen Korbjägern der erste Sieg.

Dritter Anlauf, erster Sieg! Die Schalker Basketballer holten am Mittwochabend ihre ersten beiden Punkte in der 2. Bundesliga ProA. Bei den Kirchheim Knights belohnten sich die Königsblauen für ihre aggressive, kämpferische Leistung durch einen verdienten 80:75 (42:41)-Sieg. Damit verschafften sich die Schalker in der Liga etwas Luft. „Es war ein extrem wichtiger Sieg. Nicht nur für die Tabelle, sondern auch für den Kopf. Unsere Jungs merken, dass es in dieser Liga geht‘, bilanziert Schalkes Basketball-Abteilungsleiter Tobias Steinert.

Die Kirchheimer Ritter stecken dagegen weiter im Tabellenkeller fest. Für die Schwaben war die Niederlage gegen Schalke bereits die vierte Pleite in der laufenden Spielzeit. Damit muss eines der höher gehandelten Teams offenbar schon früh seine Ziele nach unten schrauben.

Die Schalker, die ohne ihren Chefcoach Raphael Wilder nach Kirchheim gereist waren, weil er den höchsten jüdischen Feiertag, den Jom Kippur, beging, starteten vielversprechend. Courtney Belger gelang mit dem ersten Dreier sofort der Ausgleich zum 3:3. Mitte des ersten Viertels lagen die königsblauen Korbjäger 14:11 in Führung, ließen sich dann aber etwas die Butter vom Brot nehmen. Die Hausherren kamen zu einer Vier-Punkte-Führung.

Zweites Viertel mit Rückschlägen

Das zweite Viertel brachte zunächst Rückschläge für Schalke. Nachdem sowohl Courtney Belger als auch Lavon Hightower gute Möglichkeiten ausgelassen hatten, antwortete Kirchheim durch zwei Dreier von Point-Guard Jalan McCloud. Zwischenstand: 28:18. Nachdem Co-Trainer Alexander Osipovitch, der das Team am Mittwoch hauptverantwortlich betreute, durch eine Auszeit an kleinen Stellschrauben gedreht hatte, kam Schalke zurück in die Partie. Durch starke Zwischenspurts, an denen sowohl Adam Touray als auch Levan Hightower beteiligt waren, entschieden die Gäste das zweite Viertel für sich und lagen zur Halbzeit mit 42:41 vorne.

Im dritten Viertel zog Schalke deutlich an und zog zwischenzeitlich auf 17 Punkte davon. „Trotzdem wurde es noch mal spannend, weil wir einfache Fehler gemacht haben. Das war nichts für schwache Nerven“, meinte Steinert, konnte dann aber aufatmen, nachdem es in den Schluss-Sekunden gleich mehrere Freiwurf-Situationen für sein Team gab.

„Unsere Mannschaft hat kämpferisch alles reingehauen, was möglich war. Man hat förmlich gespürt, dass die Jungs den Sieg wollten. Mit so einem Erfolgserlebnis macht dann auch die lange Rückfahrt durch die Nacht mehr Spaß“, so Steinert.

Viertel: 22:18, 19:24, 14:26, 20:12
Schalke 04: Hightower (14/1), Jean-Louis (5/1), Spencer (11), Joos (13/1), Dunn (0), Touray (15/1), Szewczyk (0), Rohwer (3), Gulley (4), Belger (15/2).

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