Basketball

Schalker Baskteballer wollen die Tigers Tübingen zähmen

Gehörte zuletzt zu den bestern Werfern im Schalker Team:

Gehörte zuletzt zu den bestern Werfern im Schalker Team:

Foto: S04

Gelsenkirchen.  Die Mannschaft von Raphael Wilder hofft bei den Tigers Tübingen auf Revanche für die bittere 79:91-Hinspielniederlage in der 2. Bundesliga ProA.

„Welcome to the jungle“ - Willkommen im Dschungel. Mit diesen Worten begrüßen die Tigers Tübingen an diesem Samstag den Tabellendrittletzten FC Schalke 04 in der 2. Basketball-Bundesliga ProA. Nach vier Niederlagen hintereinander wollen die königsblauen Korbjäger nicht ein weiteres Mal von einem der großen Tiere aufgefressen werden. Tip-Off in der Paul-Horn-Arena des BBL-Absteigers ist um 20 Uhr.

„Wir brauchen nicht darüber zu reden, wer der Favorit ist“, sagt Schalkes Headcoach Raphael Wilder. „Aber eine Chance hat man immer. Es muss allerdings einiges zusammenkommen.“ Die Tübinger rangieren zwar nur an zwölfter Stelle der Tabelle und müssen um die Teilnahme an den Play-offs bangen, aber seit dem Trainerwechsel geht es unter der Regie von Georg Kämpf wieder aufwärts, wie der jüngste 101:89-Sieg bei Phönix Hagen dokumentiert.

Ein anderes Ergebnis hat den Schalkern am vergangenen Wochenende noch weniger gepasst: der 95:55-Sieg des Tabellenvorletzten Hanau in Trier. Der Vorsprung der Königsblauen auf den ersten von zwei Abstiegsplätzen hat sich deshalb auf nur noch einen Sieg reduziert. „Der Ausgang dieser Saison ist ungewiss“, sagt Raphael Wilder. „Die Hanauer haben sich zuletzt sehr verstärkt. Sie sind für mich kein Abstiegskandidat, sie werden noch weitere Spiele gewinnen.“

Verpasste Gelegenheit

Der 65-Jährige trauert immer noch der Gelegenheit hinterher, in Ehingen mehr als eine 76:88-Niederlage erreicht zu haben. „Am Samstag vor einer Woche wäre ein leichter Sieg möglich gewesen“, betont der Schalker Coach. Die miserable Dreier-Quote machte einen Strich durch die Wunsch-Rechnung. Seine Spieler bemühen sich, aber einige laufen seit einiger Zeit ihrer Form hinterher und treffen nicht mehr - wie zum Beispiel Brandon Parrish.

„Man muss ihnen immer wieder Mut zusprechen“, so Raphael Wilder. Und er setzt auf den Faktor Zeit. Seit zwei Wochen, seit der Verpflichtung von Austin Arians, kann er wieder ein Training mit zehn, manchmal sogar mit elf Akteuren durchführen - und die Automatismen immer wieder einstudieren.

Reed Timmer war Mann des Tages

Für das Spiel in Tübingen setzt der Coach außerdem auf Shavar Newkirk, der sich in Gelsenkirchen gut eingelebt hat und zuletzt stets zu den besten Werfern gehörte. Als sein neues Team das Hinspiel gegen Tübingen nach einer katastrophalen Schlussphase mit 79:91 verlor, weilte er noch in den USA. Damals war Reed Timmer mit 22 Punkten der Mann des Tages für die Tigers. Mit einem Schnitt von 17,2 Punkten ist er der drittbeste Punktesammler in der ProA.

„Das Tübinger Spiel wird von vier Leistungsträgern geprägt“, hat Raphael Wilder ausgemacht. Neben Reed Timmer können auch Besnik Bekteshi, Tyler Laser und Enosch Wolf ein Spiel ganz alleine entschieden. Die Schalker hoffen, dass das nicht auch im Rückspiel an diesem Samstag der Fall sein wird - damit sie den Trip in den Dschungel unbeschadet überstehen.

>>> Am 3. März auswärts bei den Kirchheim Knights

Die Schalker Basketballer haben sich bereits am Freitagvormittag auf den Weg nach Baden-Württemberg begeben. Die Fahrtroute nach Tübingen ist über weite Strecken identisch mit jener nach Ehingen, die sie vor einer Woche auf sich genommen hatten.

Ins Ländle müssen sie auch noch mal am 3. März. Sie sind dann beim VfL Kirchheim Knights zu Gast. Weitere Auswärtsspiele stehen bei den Artland Dragons, in Nürnberg und in Hanau auf dem Programm.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben