Handball

Schalker Handballer sind zu Gast beim Liga-Primus

Konnten in heimischer Halle zwischenzeitlich gut mithalten. Die Schalker um Jan Grzesinski (r.) gegen Lit Tribe Germania.

Konnten in heimischer Halle zwischenzeitlich gut mithalten. Die Schalker um Jan Grzesinski (r.) gegen Lit Tribe Germania.

Foto: Michael Korte

Gelsenkirchen.   Zum Rückrundenstart muss das Team von S04-Coach Sebastian Hosenfelder beim klaren Spitzenreiter Lit Tribe Germania antreten.

„Eine richtige Winterpause” sei das ja „gar nicht gewesen”, sagt Sebastian Hosenfelder, Trainer der Schalker Oberliga-Handballer. Fast 30 Tage lang hatte S04 zwar spiel-, aber nicht trainingsfrei. Richtig pausiert hat der Handball also nicht. Trotzdem kommt nun ein wenig Vorfreude bei den Königsblauen auf, bevor es in die Rückrunde der ersten Oberliga-Saison seit 30 Jahren geht. Auch wenn sie gleich zu Beginn den vermutlich größten Brocken vor der Nase haben. Denn am Sonntag (17 Uhr) geht es zum unangefochtenen und bis auf eine Derbyniederlage in Möllbergen ungeschlagenen Tabellenführer Lit Tribe Germania.

Lit hat die Liga im Griff. Denn bis auf den Patzer in Möllbergen hat der Spitzenreiter nicht nur alle Spiele gewonnen, sondern auch alle Spiele „souverän und verdient gewonnen”, sagt Sebastian Hosenfelder. „Sie stehen völlig zurecht da oben.” Eine Überraschung ist das für ihn nicht. Lit hatte sich vor der Saison nochmals gut verstärkt.

100-fache lettische Nationalspieler im Germania-Trikot

Neben dem laut Hosenfelder „besten Torwart der Liga” Jannis Finke machte Lit auch durch einen echten Coup auf sich aufmerksam. Denn seit Sommer trägt der 100-fache lettische Nationalspieler Evars Klešniks das Trikot des aktuellen Ligaprimus. Der 38-jährige Rückraumspieler kam direkt von Bundesligist HSG Wetzlar. Aufgrund von Verletzungssorgen schnappte sich Lit Mitte November dann auch noch den 101-fachen polnischen Nationalspieler Piotr Grabarczyk, der im vergangenen Jahr noch beim TuS N-Lübbecke in der Handball-Bundesliga aktiv war. Ein gleichfalls dickes wie prominentes Brett also, das die Schalker da am Sonntag zu bohren haben.

Neben den Langzeitverletzten Matthias Bober und Fabian Hentschel muss S04 bei dieser Aufgabe auch auf Fabian Sinkovec verzichten, der Torwart fehlt aus privaten Gründen. Trotzdem geht Schalke nach einer positiv verlaufenen Hinrunde optimistisch in das Auswärtsspiel beim Tabellenführer. Trotz der vier Pleiten zum Auftakt ließ sich Königsblau nicht aus der Ruhe bringen und geht nun als Tabellenneunter mit drei Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge in die Rückrunde.

Zwischenzeitlich gut mithalten

Dass es dort durchaus möglich ist, die ein oder andere Überraschung zu landen, hat Königsblau im Hinspiel gegen Lit bewiesen. Wenn auch nur phasenweise. Nachdem der Respekt vor dem Gegner in der eigenen Halle in der ersten Hälfte doch etwas zu groß war, kam S04 nach sieben Toren Rückstand zwischenzeitlich nochmal auf zwei Treffer ran.

Doch Sebastian Hosenfelder relativiert das ein wenig: „Ja, das war zuhause, da können wir auch mit solchen Gegnern mithalten. Auswärts ist uns das bisher nicht so gelungen, das sind wir noch schuldig”, sagt der Schalker Trainer. Denn mit Ausnahme des Derbys in Gladbeck bekam der S04 bisher stets klar und eindeutig seine Grenzen aufgezeigt, sobald er auswärts bei einem Team aus der oberen Tabellenhälfte antrat. Nun können die Schalker am Sonntagabend beweisen, dass sie in dieser Hinsicht in der spiel-, aber nicht trainingsfreien Winterpause einen Schritt nach vorne gemacht haben.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben