Schalke

Schalkes Profis schaffen in Wattenscheid nur ein 2:2

Schalkes Jonjoe Kenny gegen Wattenscheid Phillip Aboagye.

Schalkes Jonjoe Kenny gegen Wattenscheid Phillip Aboagye.

Foto: Dietmar Wäsche

Wattenscheid.  Nach der Schalker 2:0-Führung vor 8009 Zuschauern im Lohrheidestadion gelingt dem Regionalligisten SG Wattenscheid 09 noch der Ausgleich.

Der FC Schalke 04 kam beim finanziell arg gebeutelten Regionalligisten SG Wattenscheid 09 im Retterspiel nicht über ein 2:2 hinaus. „Der Pott hält zusammen“, war der Slogan der Partie, die viel Geld in die klamme Wattenscheider Vereinskasse spülen sollte. 8009 Zuschauer kamen ins Lohrheidestadion, so dass sich die 09er nach dem Duell gegen den Bundesligisten als die großen Gewinner fühlen dürfen.

Auf Schalker Seite feierten am Sonntag im Lohrheidestadion zwei Spieler ihr Debüt im S04-Trikot. Torwart Markus Schubert, vom Zweitligisten Dynamo Dresden gekommen, stand in den ersten 45 Minuten im Tor. Jonjoe Kenny, der englische U21-Nationalspieler, kam nach 77 Minuten in die Partie. Mit Marcel Langer und Levent Mercan standen erneut Spieler aus der Schalker U 23 in der Startelf. Verzichten musste Trainer David Wagner auf Guido Burgstaller, der Stürmer fehlte wegen einer Zahn-Operation.

Olaf Thon prognostiziert: „Es wird für Schalke unheimlich schwer“

Olaf Thon hatte es bereits vor dem Spiel über die Stadionlautsprecher prognostiziert: „Es wird für Schalke unheimlich schwer.“ Der Kapitän der Eurofighter-Elf sollte Recht behalten. Denn der Viertligist aus Wattenscheid hielt mit allen erlaubten Mitteln dagegen. Die Zweikampfführung: durchaus robust. Vor allem Amine Harit bekam das zu spüren. Die Wattenscheider Verteidigung ließ den flinken Offensivspieler, der in den ersten 45 Minuten viele Ballkontakte hatte, keine Sekunde aus den Augen.

In der vierten Minute blitzte allerdings der Klassenunterschied auf. Amine Harit passte den Ball genau in die Schnittstelle der Abwehrkette auf Ahmed Kutucu, der Maß nahm und ins lange Eck zur frühen Schalker Führung traf. Ein tolles Tor zum Auftakt.

Steven Skrzybski erhöht für Schalke auf 2:0

Trotz spielerischer Überlegenheit schalteten die Schalker anschließend aber zunehmend in den Schongang. Ahmed Kutucu schoss nach 26 Minuten über das Gehäuse, nach 34 Minuten verfehlte auch Amine Harit das Tor. Zwei Versuche von Benito Raman gingen neben den Kasten. Das war’s in Durchgang eins von der Wagner-Elf, die sich zunehmend unnötige Ballverluste und Fehlpässe leistete. Auf der anderen Seite hatten die Königsblauen Glück, dass Matija Nastasic nach 27 Minuten einen Schuss von Marwin Studtrucker blockte.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit wechselte David Wagner dreimal. Für Markus Schubert, Marcel Langer und Amine Harit kamen Michael Langer, Sebastian Rudy und Steven Skrzybski in die Partie. Vor allem der Wechsel von Steven Skrzybski zeigte Wirkung. Der Stürmer erhöhte nach 55 Minuten auf 2:0 aus Schalker Sicht. Sein Schuss aus zehn Metern trudelte an Torwart Florian Kraft vorbei ins lange Eck.

Güngor Kaya gleicht für die Wattenscheider aus

Zwei Minuten später jubelten dann auch die Wattenscheider. Matija Nastasic ließ sich im eigenen Strafraum den Ball abnehmen, den anschließenden Querpass schob SGW-Kapitän Nico Buckmaier ins leere Tor ein. Es war der zweite Patzer des serbischen Innenverteidigers binnen drei Tagen. Schon beim 20:1-Sieg im Testspiel am Freitag gegen die Bottroper Stadtauswahl hatte sich Matija Nastasic vor dem Gegentor einen Fauxpas geleistet.

Als das spielerische Niveau nach knapp 70 Minuten immer schwächer wurde und die La-Ola-Welle durchs Lohrheidestadion schwappte, schlug der Regionalligist erneut zu. Die Schalker Viererkette spekulierte auf Abseits, als Güngör Kaya alleine auf Michael Langer zulief und eiskalt zum 2:2 abschloss. Zum verdienten Ausgleich.

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