Handball-Oberliga

 Schalkes Trainer Hosenfelder fordert den ersten Sieg 

Kreisläufer Yannick Kliem stößt für das Hemer-Spiel in den Schalker Oberliga-Kader.

Kreisläufer Yannick Kliem stößt für das Hemer-Spiel in den Schalker Oberliga-Kader.

Foto: Biene Hagel

Schalke.  Der bislang punktlose FC Schalke 04 erwartet HTV Hemer. „Sollten wir verlieren, würde das auf die Stimmung schlagen“, sagt Sebastian Hosenfelder.

Die Oberliga-Handballer des FC Schalke 04 sind mit zwei Niederlagen in die Saison gestartet, bis zum jetzigen Zeitpunkt aber überhaupt noch nicht rappelig. Und sie wissen auch, dass ihr Samstagabend-Gegner HTV Hemer (19.30 Uhr, Schürenkamp-Halle) vor einer Woche bei seinem 20:20 gegen den TuS 09 Möllbergen seinen ersten Punkt geholt hat. „Nichtsdestotrotz muss der erste Sieg her“, sagt Trainer Sebastian Hosenfelder klipp und klar. „Sonst müssten wir von einem verpatzten Saisonstart reden. Sollten wir verlieren, würde das auf die Stimmung schlagen. Und das wollen wir vermeiden.“

Klar ist für Sebastian Hosenfelder, dass er sich auf eine Wundertüte einstellen muss, weil die Hemeraner einen fast komplett neuen Kader besitzen sowie unter anderem die Klein-Cousins Christian und Max und damit zwei Rückraum-Asse verloren haben, die beide zum benachbarten Drittligisten SG Menden Sauerland Wölfe gegangen sind. Aufgefallen im neuen HTV-Team von Trainer Tihomir Knez ist Schalkes Coach vor allem der Kroate Bosko Bjelanović, den die Sauerländer aus Portugal von Sporting Lissabon geholt haben. „Der hat bisher die meisten Hütten gemacht und ist ein interessanter Spieler, auf den wir achten müssen“, sagt Sebastian Hosenfelder. Der 38-Jährige stellt aber auch gleich unmissverständlich klar, dass seine Mannschaft über mehr Potenzial verfüge. „Wenn wir konstant spielen und nicht wie in Bielefeld in jeder Halbzeit nur 20 gute Minuten“, meint er, „dürften wir von Hemer nur schwer zu schlagen sein.“

Kreisläufer Yannick Kliem rückt ins Schalker Oberliga-Team

Seinen Schwerpunkt in dieser Woche hat Sebastian Hosenfelder wieder auf die zweite Welle gelegt. „Wir müssen versuchen, noch mehr ins Tempospiel zu kommen und das besser umzusetzen“, sagt er. „Leider war davon in Bielefeld nicht viel zu sehen.“ Zu sehen gewesen war in Ostwestfalen aber eine starke Hintermannschaft vor einem starken Fabian Sinkovec. „Auf Abwehr und Torhüter können wir uns verlassen“, sagt Sebastian Hosenfelder, und er setzt eine erneut überzeugende Defensivleistung seiner 6:0-Deckung gegen den HTV Hemer quasi als Selbstverständlichkeit voraus.

Anders als am vergangenen Samstag bei der TSG A-H Bielefeld (20:24) werden die Schalker diesmal mit 14 statt nur 13 Spielern in die Partie gehen. Kreisläufer Yannick Kliem wird aus der Bezirksliga-Reserve zum Oberliga-Kader stoßen, zumal Frederic Hentschel nach seiner Ellbogen-Verletzung noch nicht fit ist und wie Julian Ihnen (Knöchelverletzung) sowie die Kreuzbandriss-Patienten Fabian Hentschel und Philipp Gemsa fehlen wird. „Freddy hat’s am Donnerstag in der Abwehr probiert“, erzählt Sebastian Hosenfelder. „Aber was bringt mir ein siebter Abwehrspezialist, wenn ich keinen im Angriff habe. Er kann noch nicht richtig werfen.“

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