Fußball Landesliga

Vor dem Derby Horst 08 gegen SSV Buer sprechen die Klubbosse

Randolf Rimböck, der Vorsitzende des SV Horst 08, verspricht am Sonntag Landesliga-Spitzenfußball.

Foto: Thomas Schmidtke

Randolf Rimböck, der Vorsitzende des SV Horst 08, verspricht am Sonntag Landesliga-Spitzenfußball. Foto: Thomas Schmidtke

Gelsenkirchen.   Während Randolf Rimböck schon im Derbyfieber ist, verzichtet Norbert Bauer Sonntag aufs Spiel. Der Chef der SSV Buer verweist auf seine „Pumpe“.

Die Hinrunde in der Fußball-Landesliga endet am Sonntag mit einem echten Knaller. Der SV Horst 08 empfängt um 15 Uhr die SSV Buer. Es ist nicht nur ein Derby, sondern auch ein Spitzenspiel. Die Horster rangieren seit dem zweiten Spieltag ununterbrochen an erster Stelle der Staffel 3. Die Rothosen aus Buer folgen fünf Punkte dahinter auf Rang drei. Die WAZ unterhielt sich vor der Partie mit den beiden Vorsitzenden: mit dem Horster Randolf Rimböck und mit dem Bueraner Norbert Bauer.

Wie bewerten Sie das bisherige Abschneiden Ihrer Mannschaft?

Randolf Rimböck: Wir sind sehr gut gestartet, wobei ich erwähnen muss, dass meine Erwartungen ohnehin hoch gesteckt waren. Zwischenzeitlich hatten wir mal Schwierigkeiten mit einigen Mannschaften. Aber insgesamt können wir mit dem bisherigen Abschneiden sehr zufrieden sein. Jetzt kommt unsere Meisterprüfung. Ich halte die Bueraner zusammen mit dem BSV Schüren für die stärksten Konkurrenten.

Norbert Bauer: Die Saison verlief zeitweise nicht so prickelnd für uns, denn wir haben einige unnötige Niederlagen einstecken müssen. Die letzten Spiele waren hingegen sehr in Ordnung.

Was erwarten Sie von Ihrer Mannschaft im weiteren Verlauf dieser Saison?

Rimböck: Wenn alle gesund und fit bleiben, hoffe ich, dass am Ende der Saison der Wiederaufstieg in die Westfalenliga gefeiert werden kann. Der Aufstieg – er wäre das Sahnehäubchen.

Bauer: Wenn wir so weitermachen, können wir in der Tabelle vielleicht noch weiter vorrücken. Das Derby am Sonntag ist deshalb ein wegweisendes Spiel für uns. Bei dem Lauf, den wir derzeit haben, sind wir auch in Horst nicht chancenlos.

Sind Sie schon im Derby-Fieber?

Rimböck: Ich bin schon seit einigen Tagen im Derby-Fieber. Ich verspreche mir ein spannendes und besonderes Spiel, vor allem deshalb, weil es gegen die SSV Buer geht. Ich erwarte eine Begegnung auf Augenhöhe. Wer den besseren Tag erwischt, wird die Punkte mitnehmen. Ich hoffe, das werden wir sein.

Bauer: Ich bin weniger im Derby-Fieber, weil ich am Sonntag nicht vor Ort sein werde. Das ist mir zu aufregend. Meine Pumpe macht das alles nicht mehr mit.

Ist der Aufstieg in die Westfalenliga Pflicht für Ihren Klub?

Rimböck: Pflicht? Das wäre zu viel gesagt. Es ist unser angestrebtes Ziel. Wir gehen nicht blauäugig in eine Saison. Bei uns wird es, solange ich etwas zu sagen habe, nicht vorkommen, dass wir uns während einer Saison vom Spielbetrieb abmelden müssen. Bei uns ist alles durchplant, auch finanziell. Wenn wir die Möglichkeit haben, wieder in der Westfalenliga zu spielen, wird es auch in dieser Hinsicht keine Probleme geben.

Bauer: Eine Pflicht ist der Aufstieg auf keinen Fall, aber schön wäre es schon, noch einmal in der Westfalenliga zu spielen. Der Verein und die Leute, die für die SSV Buer arbeiten, hätten es verdient. Sollte es in dieser Saison nicht mit dem Aufstieg klappen, nehmen wir halt im nächsten Jahr einen neuen Anlauf. In der Westfalenliga zu spielen, ist für uns auch finanziell absolut machbar.

Worauf dürfen sich die Zuschauer am Sonntag freuen?

Rimböck: Auf Spitzenfußball in der Landesliga. Ich hoffe, dass das Haus voll wird und dass auch viele Leute aus Buer kommen.

Bauer: Dass sie ein gescheites Spiel sehen, mit viel Kampf auf beiden Seiten und mit vielen Toren - am besten mindestens ein Tor mehr für die Rothosen als für die Horster.

Warum mögen sich Horst 08 und SSV Buer eigentlich nicht?

Rimböck: Es gibt verschiedene Ebenen. Auf Vorstandsebene haben wir gar keine Probleme. Auf dem Platz herrscht hingegen eine, wie ich finde, gesunde Rivalität. Wenn wir eine solche Rivalität nicht hätten, wäre es doch langweilig.

Bauer: Auf der Vorstandsebene haben wir nur wenige bis gar keine Probleme. Die Rivalität existiert vornehmlich im Jugendbereich. Da haben die Horster schon mal Schaum vor dem Mund, wenn sie gegen uns spielen. Und umgekehrt wird in unseren Reihen auch schon mal abfällig über die Horster geredet. Das ist nicht immer in Ordnung, aber von Hass zu sprechen, wäre Quatsch.

Was schätzen Sie an ihrem Gegner eigentlich am meisten?

Rimböck: Die SSV Buer ist ein solide geführter Verein und in gewisser Weise richtungsweisend für uns. Seitdem ich im Fußball tätig bin, seit jetzt über 20 Jahren, hatten die Bueraner immer eine hervorragende Jugendarbeit. Ich kann nur an alle Vereine appellieren: Setzt eure Energie in die Jugendarbeit ein. Es wird euch in Zukunft gedankt. Alles andere bringt auf Dauer keinen Erfolg.

Bauer: Horst 08 ist ein Verein, der sehr gut geführt wird. Nach dem Zusammenbruch von STV Horst haben sich die Null-Achter ausgezeichnet entwickelt. Sie stehen im Jugendbereich sehr gut da und sind nach Schalke einer der führenden Klubs in Gelsenkirchen. Dass nicht nur in Buer, sondern auch in Horst gute Arbeit geleistet wird, steht außer Frage.

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