Fußball

Westfalia 04 Gelsenkirchen: Anschluss oder nicht?

Weichenstellung: Westfalia 04 -Trainer Niklas Zacharias (r.).

Weichenstellung: Westfalia 04 -Trainer Niklas Zacharias (r.).

Foto: Jörg Schimmel / FUNKE Foto Services

Gelsenkirchen.  In der Fußball-Bezirksliga kann der Erler SV 08 seinen Topstart weiter ausbauen. Für Hassel geht es darum, den Hebel umzulegen.

Der Erler SV 08 schnuppert Höhenluft in der Fußball-Bezirksliga und will zu Hause gegen den VfB Hüls den sechsten Sieg im sechsten Spiel einfahren. Für Westfalia 04, den SC Hassel und für den SV Horst 08 II auf den letzten drei Plätzen geht es hingegen darum, die Abstiegsfrage nicht zu einer ausschließlichen Gelsenkirchener Angelegenheit werden zu lassen.

Erler SV 08 – VfB Hüls

Der Erler SV 08, das ist in dieser Saison die Mannschaft, die jene Gegner besiegt, gegen die der SC Hassel eine Woche zuvor verloren hat. Trainer Hartmut Scholz wäre froh, wenn sich das auch gegen den VfB Hüls fortsetzt. Er schätzt die Chemiestädter stärker ein als ihren aktuellen 9. Tabellenplatz. „Eine schwierige Aufgabe, die wir nach den Erfolgen der letzten Wochen sehr selbstbewusst angehen werden“, betont der Coach. „Wir sollten das Glück aber nicht wieder so herausfordern wie beim unserem 2:1-Sieg in Stuckenbusch.“Neben Christoph Reckort und Tobias Zimmer hat der Tabellenzweite mit Bastian van den Boom (private Gründe) und Justin Janßen (berufliche Gründe) zwei weitere Ausfälle zu beklagen. Im Gegenzug drängen Tim Voßschmidt und Matthias Auth zurück in die erste Elf.

Westfalia 04 – Stuckenbusch

Zwei Wochen lang musste Westfalia 04 den schwachen Auftritt in der zweiten Halbzeit des Derbys beim Erler SV 08 (1:5) mit sich herumtragen. „Es war nicht so angenehm, sich so in ein spielfreies Wochenende zu verabschieden“, sagt Spielertrainer Niklas Zacharias. Daran änderte auch der zwischenzeitliche 7:1-Sieg in der 2. Runde des Kreispokals bei Wacker Gladbeck aus der Kreisliga B nichts. An diesem Sonntag empfangen die Bismarcker die Sportfreunde Stuckenbusch.

Sechs Spieler fehlen

Bei dieser Paarung muss man an Frank Kandsorra denken. Aber der 49-Jährige, seit Beginn dieser Saison ohne Trainer-Job, sitzt diesmal weder auf der einen noch auf der anderen Bank. Sein Nachfolger Niklas Zacharias richtet den Blick auf die kommenden Spiele, in denen man es mit Gegnern auf Augenhöhe zu tun bekommt: „Das sind entscheidende Wochen. Schaffen wir den Anschluss an das obere Mittelfeld oder bleiben wir im unteren Tabellenbereich?“ Artur Fetsch, Alper Merdivan, René Renneberg, Elvis Ayong Awanchiri, Sebastian Lempka (Kapselriss im Sprunggelenk) und Batuhan Van (Prellung) fallen aus.

BV Rentfort – SV Horst 08 II

Auf den Tabellenletzten SV Horst 08 II kommen jetzt die Derby-Wochen zu. An diesem Sonntag müssen sie das Kreis-Derby beim Tabellenfünften BV Rentfort absolvieren, danach folgen die drei Duelle mit den Gelsenkirchener Nachbarn. „Nach diesen vier Spielen werden wir wissen, wohin unser Weg führt“, sagt Gianluca Rapisardi. Er steht mit seiner Mannschaft immer noch dort, wo er mit ihr vor dem 1. Spieltag stand: bei null. So lautet seit jeher und unverändert der Punktestand.

„Wir wussten, dass es schwierig würde“, sagt der junge Coach. „Aber wir hatten es uns doch etwas anders vorgestellt. Wir müssen jetzt endlich etwas Zählbares holen.“ Es reicht nicht, so wie am vergangenen Sonntag beim 1:6 gegen Schwerin, gut anzufangen, um dann ganz stark nachzulassen. Adnan Isleyen und Thomas Sgraja stehen wieder zur Verfügung. Fabio Rapisardi (Leiste), Nikolai Mayrahn (Knie) und Fabian Lauria (berufliche Gründe) fallen weiterhin aus.

SC Hassel – SG Castrop-Rauxel

Beim SC Hassel weiß man jetzt, wie falsch sich der Film anfühlt, in dem der FC Schalke 04 in der vergangenen Saison die negative Hauptrolle spielte. Die Hasseler sind diesmal mit fünf Niederlagen gestartet und müssen endlich den Turnaround schaffen. Am besten schon an diesem Sonntag gegen den Tabellenzwölften SG Castrop-Rauxel, gegen den die Grün-Weißen in der vergangenen Saison beide Spiele verloren haben.

„Jetzt müssen wir Charakter zeigen“, fordert Tim Kochanetzki. „Es sind Typen gefragt. Wenn wir nicht an unser absolutes Limit gehen, dann haben wir es in jedem Spiel schwer. Jeder muss zu 100 Prozent leistungsbereit sein.“ Für ihn und für die gesamte Mannschaft ist diese Situation absolutes Neuland. Hendrik Baudler und Jannik Lambertz können wieder mitwirken. Fraglich sind noch die Einsätze der angeschlagenen Haris Imsirovic und Timo Oltersdorf. Dario Schierenberg fällt weiterhin aus.

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