Basketball

Wilder sieht einen Schalker Sieg mit nur wenig Aussagekraft

Courtney Belger (rechts) wird Schalke in der neuen Saison als Kapitän aufs Feld führen.

Courtney Belger (rechts) wird Schalke in der neuen Saison als Kapitän aufs Feld führen.

Foto: Michael Korte

Erle.  87:48. Raphael Wilder, der Headcoach der Schalker Zweitliga-Basketballer, bestimmt Courtney Belger zum Kapitän. Johannes Joos ist Stellvertreter.

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Das Ergebnis hat erst einmal eine beeindruckende Wirkung. Mit 87:48 (45:22) gewannen die Basketballer des FC Schalke 04 zehn Tage vor ihrem Saisonstart in die 2. Bundesliga Pro A das Testspiel gegen den niederländischen Erstligisten Aris Leeuwarden. Doch glücklich sah Raphael Wilder nach diesen 40 Minuten nicht aus. „Ich hätte mir schon was Stärkeres gewünscht“, sagte der Schalker Headcoach, „und hoffe, dass das am Sonntag in Holland anders wird. Das Spiel heute hat nur wenig Aussagekraft.“

Okay: Die Schalker, bei denen Shavar Newkirk wegen seiner Magen-Darm-Probleme nur in Zivil in der Halle war, hatten mit dem Tabellensiebten der Dutch Basketball League der Vorsaison leichtes Spiel, um nicht zu sagen sehr leichtes. Aber dennoch war an der Mühlbachstraße eines nicht zu übersehen: Dieses königsblaue Team brennt, es gibt immer Gas, es scheint sich bestens zu verstehen und auch einen hohen Spaßfaktor zu haben. Es machte schon einen verdammt guten Eindruck, dass sich auch alle Spieler von der Bank erhoben und applaudierten, als etwa Johannes Joos den Ball nach einem Fastbreak durch die Reuse gehämmert oder Darnell Dunn ganz clever ein Offensiv-Foul Leeuwardens provoziert hatte.

Shawn Gulley zeigt einige sehr gute Ansätze

Nachdem die Schalker bereits mit einer Elf-Punkte-Führung ins zweite Viertel gegangen waren, entschieden sie die Partie bereits vor der Pause, als sie mit einem 14:0-Lauf von 31:20 auf 45:20 davonzogen. Wer nun erwartet, dass es dafür auch ein großes Trainer-Lob gibt, wird enttäuscht. „Mit der Verteidigung bin ich ganz zufrieden, aber mit dem Angriff noch nicht“, sagte Raphael Wilder, der übrigens Courtney Belger zum Kapitän und Johannes Joos zu dessen Stellvertreter bestimmt hat. „Wir müssen schleunigst unseren Rhythmus in der Offensive finden.“

Einige sehr gute Ansätze zeigte jedenfalls Shawn Gulley, der nach seinem im September 2018 erlittenen Kreuzbandriss „sein bestes Spiel gemacht hat“, wie der Schalker Headcoach meinte. „Er hat aber noch viel Nachholbedarf und wird noch zwei, drei Monate brauchen.“

Raphael Wilder: „Die Dreier-Quote ist schlecht“

Was Raphael Wilder etwas wurmte, war überhaupt nicht die Zweier-Quote. „Die ist sehr, sehr gut“, sagte er. 27 von 45, 60 Prozent also. Aber? „Die Dreier-Quote ist schlecht. Wir schaffen nur einen von den Flügelpositionen“, sagte der 66-Jährige. „Da müssen wir irgendwann anfangen zu treffen.“ Vielleicht schon am Sonntag (16 Uhr) beim Rückspiel im zweieinhalb Stunden entfernten Leeuwarden, dem letzten Text vor der ersten Saisonpartie am 21. September (Samstag, 19.30 Uhr) in der Oberhausener Willy-Jürissen-Halle gegen die Nürnberg Falcons.

Viertel: 23:12, 22:10, 21:18, 21:8.

FC Schalke 04: Hightower (2), Jean-Louis (7/1), Spencer (13), Joos (9), Dunn (13/2), Touray (7), Szewczyk, Rohwer (17/3), Gulley (12), Belger (7).

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