Fußball-Westfalenpokal

YEG Hassel verballert gegen Schermbeck drei Elfmeter

YEG-Stürmer Ridvan Demircan gegen Schermbecks Patrick Rudolph (links). Im Hintergrund: Aldin Hodzic.

YEG-Stürmer Ridvan Demircan gegen Schermbecks Patrick Rudolph (links). Im Hintergrund: Aldin Hodzic.

Foto: Michael Korte

Hassel.  Die Westfalenliga-Fußballer von YEG Hassel scheitern in der ersten Runde des Westfalenpokals nach Elfmeterschießen am Oberligisten SV Schermbeck.

Es hätte eine wunderschöne Geschichte werden können, die Geschichte des Lukas Peto, des Torwarts, der gegen seinen ehemaligen Klub zum Helden wird. Zweimal parierte der Schlussmann des Westfalenligisten YEG Hassel im Elfmeterschießen klasse, und dennoch flog er in der ersten Runde des Fußball-Westfalenpokals gegen den Oberligisten SV Schermbeck raus, weil gleich drei seiner Teamkollegen in der Lüttinghof-Dämmerung verballerten – 3:4, nachdem es nach 90 Minuten 1:1 gestanden hatte.

Als Aldin Hodzic den fünften sowie letzten Elfmeter für die Schermbecker verwandelt und das Hasseler Aus besiegelt hatte, saß Ali Durmaz enttäuscht auf der Bank. Ohnehin hatte er die ganze Zeit gesessen. Die Kommandos hatte sein Trainer-Kollege Savas Turhal, der als Spieler ja seine Gelb-Rot-Sperre abbrummen musste, sehr engagiert gegeben.

Enes Kodaman köpft über das Schermbecker Tor

„Das war von der Kampf- und Laufbereitschaft her alles top“, sagte Ali Durmaz. Der 42-Jährige ärgerte sich deshalb, weil seine Mannschaft ihre zwischenzeitlich gute Situation im Elfmeterschießen nach den Paraden von Lukas Peto gegen Kevin Rudolph und Kilian Niewerth nicht genutzt hatte. „Elfmeterschießen ist Glückssache“, sagte Ali Durmaz. „Aber wenn du zweimal den Vorteil hast, musst du einfach die Eier haben und die Dinger reinmachen.“ Nicht zum ersten Mal hatte der YEG-Trainer bei seinen Spielern den konsequenten Willen vermisst, ein Tor zu erzielen. „Da fehlt es ein bisschen“, sagte er.

Okay: In der 13. Minute hatten die Hasseler etwas Glück, dass Schermbecks Kevin Rudolph nicht besser schoss und Lukas Peto, nachdem er seine Faustabwehr zuvor nicht astrein hinbekommen hatte, klasse parierte. Aber viel ließ die YEG-Mannschaft gegen den Favoriten nicht zu – und das erst recht nicht, nachdem Savas Turhal, der in der 36. Minute die Gelbe Karte sah, früh reagiert, Ali-Can Ciloglu herausgenommen, Aykan Göktas hereingebracht und seine Vierer-Kette umgestellt hatte. In der 30. Minute hatten die Hasseler vor 100 Zuschauern sogar eine sehr gute Möglichkeit, in Führung zu gehen. Aber Innenverteidiger Enes Kodaman köpfte nach einer Ecke von Volkan Kiral übers Tor.

Hassels Kapitän Seyit Ersoy gleicht vom Elfmeterpunkt aus

So richtig viel passierte nach der Pause nicht, die Partie plätscherte bis zur 70. Minute etwas dahin. Ein erstes Signal sendeten dann wieder die Schermbecker, als Dominik Milaszewski nach einer Flanke von Kilian Niewerth knapp am Hasseler Tor vorbeiköpfte. Fünf Minuten später durfte der Oberligist aber jubeln. Schiedsrichter Leonidas Exuzidis aus Castrop-Rauxel meinte, dass YEG-Keeper Lukas Peto Schermbecks Bilal Özkara gefoult hatte, und entschied auf Strafstoß. Dominik Milaszewski verwandelte.

Das schaffte sechs Minuten später aber auch Hassels Kapitän Seyit Ersoy. Ermöglicht hatte diesen Elfmeter-Treffer Schermbecks Torwart Tim Krückemeier mit einem total misslungenen Abwurf. Schließlich landete der Ball nach der Hereingabe von Volkan Kiral an der Hand von Patrick Rudolph, und es gab den zweiten Strafstoß in diesem Spiel.

Zehn weitere Elfmeter folgten.

Die Statistik zum Spiel:

Tore: 0:1 Dominik Milaszewski (75., Foulelfmeter), 1:1 Seyit Ersoy (81., Handelfmeter).

Elfmeterschießen: 2:1 Seyit Ersoy, Lukas Peto pariert gegen Kevin Rudolph, Alihan Özcan scheitert an Tim Krückemeier, Lukas Peto hält gegen Kilian Niewerth, Mesut Özkaya trifft den Pfosten, 2:2 Dominik Milaszewski, Tarik Tosun schießt drüber, 2:3 Dominik Hanemann, 3:3 Volkan Kiral, 3:4 Aldin Hodzic.

YEG Hassel: Peto - Özcan, Özgen, Kodaman, Ciloglu (24. Göktas) - Durmus, Akbaba (76. Tosun), Kiral, Ersoy - Özkaya, R. Demircan.

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