Handball-Oberliga

Zum Geburtstag von Schalkes Fabian Sinkovec gibt es 30 Stück

Ein Linkshänder, der Mut macht: Lars Viermann. Links im Hintergrund: Frederic Hentschel und Loxtens Jan Patzelt.

Ein Linkshänder, der Mut macht: Lars Viermann. Links im Hintergrund: Frederic Hentschel und Loxtens Jan Patzelt.

Foto: Michael Korte

Schalke.  Fünfte Niederlage im fünften Spiel. Schalke unterliegt Loxten mit 21:30. Trainer Hosenfelder: „Ich bin weit davon weg, alles schwarzzumalen.“

Fünftes Spiel, fünfte Niederlage. Die Oberliga-Handballer des FC Schalke 04 befinden sich in einer noch sehr frühen Phase der Saison schon in einer prekären Situation. „Es sieht doof aus, definitiv“, sagte auch Trainer Sebastian Hosenfelder nach der 21:30 (10:17)-Niederlage gegen die Sportfreunde Loxten. „Aber ich bin weit davon weg, alles schwarzzumalen.“ Obwohl es reichlich dunkle Flecken gibt, die sich momentan so zusammenfassen lassen: Es reicht in dieser Verfassung für die vierthöchste Klasse nicht. Oder, wie es Schalkes Handball-Chef Hans-Christian Wichlacz während der Halbzeitpause formulierte: „Es ist so, wie es ist.“

Und wie ist es? Die königsblauen Handballer wiederholen ihre Fehler regelmäßig. Obwohl Sebastian Hosenfelder zunächst gar kein schlechtes Gefühl gehabt hatte. „Wir fangen bärenstark an, waren aggressiv und positiv gestimmt, aber wir belohnen uns wieder nicht. Wieder, wieder, wieder“, sagte der 38-Jährige, der in den ersten Minuten auch einen bärenstarken Keeper zwischen den Pfosten hatte: Fabian Sinkovec, der am Samstag seinen 28. Geburtstag gefeiert hat. „Er war richtig gut im Spiel.“ Als Linksaußen Christopher Heming mit einem Klasse-Stemmwurf das 5:6 gelang, hatte es wirklich noch ganz gut ausgesehen. Und dann? Trainer Sebastian Hosenfelder stöhnte fast und sagte: „Unsere eklatante Abschlussschwäche.“

Die Sportfreunde Loxten schaffen einen 5:0-Lauf zum 11:5

Die Loxtener schafften einen 5:0-Lauf zum 11:5, den der Schalker Trainer auch mit einer Auszeit nicht unterbinden konnte, zu deren Zeitpunkt Sportfreunde-Linkshänder Marian Stockmann schon häufiger getroffen hatte als die gesamte Mannschaft der Gastgeber. „Da klappt rein gar nichts, und deshalb verlieren wir auch das Spiel“, sagte Sebastian Hosenfelder, der allerdings auch zu Recht mit der einen oder anderen Entscheidung der Schiedsrichter Marco de Stefano und Jörg Rosenkranz haderte.

Und als der verlustpunktfreie Favorit aus Versmold im zweiten Abschnitt in Unterzahl einen 3:0-Lauf zum 24:15 geschafft hatte, änderte er seinen Modus und schaltete sozusagen auf Luxus um: Trainer Dirk Schmidtmeier nahm seinen Ausnahme-Keeper Pascal Welge heraus, er ließ auch mal mit sieben Feldspielern angreifen, und er löste seine 6:0-Deckung auf, indem er fortan mit einer 5:1-Formation agieren ließ.

Fin Sauerland startet super in die zweite Halbzeit

Die Gegenwehr der Schalker war längst gebrochen, und deren Coach ärgerte sich, wieder einmal gesehen zu haben, dass mehrere seiner Spieler nur phasenweise zu guten Leistungen fähig sind. „Aber nicht konstant“, sagte Sebastian Hosenfelder und dachte nach diesem speziellen Spiel besonders an Fin Sauerland, der mit drei Treffern super in die zweite Halbzeit gestartet war. „Aber dann“, sagte der Trainer, „brichst du so weit weg, dass du nicht mal mehr Verbandsliga-Format zeigst.“

Spielfilm: 0:2, 1:2 (9.), 1:4, 2:5, 4:5 (13.), 5:6, 5:11 (20.), 7:11, 8:12, 8:14, 9:14, 9:16, 10:17 (Halbzeit), 15:22 (44.), 15:24, 19:29, 21:29, 21:30.

FC Schalke 04: Sinkovec (1.-30. und bei einem 7 m), Lichtenegger (31.-60.) – Viermann (1), Schwengers, Gill, Lenz (1), Heming (3), Sauerland (4), Kirsch (8/3), Busjan (1), Dobrodt (1), Grzesinski, Fr. Hentschel, Helfrich (2).

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