Wintersport

Bob: Annika Drazek will in Innsbruck etwas „geraderücken“

Mariama Jamanka und Annika Drazek (hier in Winterberg) warten noch auf ihren ersten Saisonsieg. Dass sie nicht so dominieren wie in der vergangenen Saison, hat mehrere Gründe.

Mariama Jamanka und Annika Drazek (hier in Winterberg) warten noch auf ihren ersten Saisonsieg. Dass sie nicht so dominieren wie in der vergangenen Saison, hat mehrere Gründe.

Foto: Falk Blesken / WP/Falk Blesken

Innsbruck (A).  Die ersten Ergebnisse für Jamanka und Drazek waren enttäuschend. Für Teamkollegin Lipperheide geht es ums WM-Ticket – obwohl sie gar nicht fährt.

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Platz zwei als zweiter deutscher Schlitten in Winterberg, Platz fünf als dritter deutscher Schlitten in La Plagne. Die Weltmeisterinnen und Weltcupsiegerinnen von 2019, Mariama Jamanka und Annika Drazek (TV Gladbeck), fahren den guten Ergebnissen der vergangenen Saison noch hinterher. Das soll sich in Innsbruck am Samstag (live um 10 und 11.30 Uhr auf Youtube/Zusammenfassung um 13.50 Uhr im ZDF). ändern – auf einer Bahn, die Annika Drazek liegt.

Die Olympiabahn von 1964 und 1976 im Innsbrucker Vorort Igls gilt als „Starterpiste“ (TV-Trainer Heiner Preute). Wer gut am Start ist, hat hier noch einen größeren Vorsprung als auf anderen Bahnen, da Innsbruck-Igls für die Pilotinnen fahrerisch weniger anspruchsvoll ist.

Die Bahn in Innsbruck ist eine „Starterpiste“

Eine Bahn also, auf der die Gladbckerin Annika Drazek ihre Stärken ausspielen kann (sie holte hier in drei Rennen zweimal Gold und einmal Silber). Doch für die beste deutsche Anschieberin und ihre Pilotin ist es in dieser Saison deutlich schwerer als in der vergangenen. Aus verschiedenen Gründen, wie Heiner Preute erklärt.

„Natürlich ist es grundsätzlich nicht der Anspruch, dritter deutscher Schlitten zu sein“, sagt er über die beiden jüngsten Rennen. Aber: „Die deutsche Spitze ist aber deutlich dichter geworden – und Mariama Jamanka war in dieser Saison im Weltcup erstmals gesetzt, während die anderen Pilotinnen schon länger im Wettkampfmodus waren.“

Dazu ist Jamanka aktuell nicht hundertprozentig fit und fährt auch nicht ganz so überragend wie im Vorjahr, wodurch besonderes die anderen deutschen Schlitten eine Chance haben, schneller zu sein.

Der teaminterne Vorsprung für Jamanka/Drazek ist weg

Besonders am Start haben die anderen Schlitten aufgeholt. Laura Nolte zum Beispiel, die in La Plagne siegte, ist zwar noch nicht so eine gute Pilotin wie Jamanka, „hat aber eine bessere Athletik“, erklärt Preute. Sie muss Samstag aber auf ihre erkrankte Anschieberin Deborah Levi verzichten, startet mit Erline Nolte.

Auch die dritte deutsche Pilotin, Stephanie Schneider, gilt als Top-Starterin, sie siegte ja in Winterberg mit der Gladbecker Newcomerin Kira Lipperheide. Und da Jamanka auch in der Bahn aktuell nicht mehr konstant überragend fährt, ist der teaminterne Vorsprung weg.

Für Kira Lipperheide geht es um die WM-Teilnahme

Lipperheide wird in Innsbruck erneut nicht fahren, sondern zuschauen, wie Schneider mit Ann-Christin Strack abschneidet.

Nach Innsbruck wird sich vermutlich entscheiden, mit welcher Anschieberin Schneider den Rest der Saison und damit auch die Weltmeisterschaft in Altenberg bestreitet – Preute sieht Lipperheide aktuell vorn, da sie laute Preute auch beim Leistungstest bessere Werte als Strack ablieferte.

Preute: „Es wird einiges vom Start abhängen“

Annika Drazek dagegen hat ihren WM-Startplatz im Schlitten von schon sicher, die beiden gehen dann beim Saisonhöhepunkt als Titelverteidigerinnen an den Start. Und auch wenn die beiden nicht mehr das Über-Team der vergangenen Saison sind, sollen vorher auch im Weltcup noch gute Ergebnisse her.

Heiner Preute weiß: „Es wird in Innsbruck einiges vom Start abhängen. Und Annika ist sehr motiviert, die letzten Ergebnisse geradezurücken.“

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