Leichtathletik

Borsig-Meeting: Gladbeckerin Schuten will EM-Norm knacken

Neele Schuten (TV Gladbeck) will beim Borsig-Meeting die Norm über 100 Meter Hürden für die U23-EM knacken.

Neele Schuten (TV Gladbeck) will beim Borsig-Meeting die Norm über 100 Meter Hürden für die U23-EM knacken.

Foto: Wolfgang Birkenstock

Gladbeck.  Mehr als 500 Aktive starten beim Borsig-Meeting des TV Gladbeck. Lokalmatadorin Neele Schuten peilt über 100m-Hürden die Norm für die U23-EM an.

Der Samstag vor Pfingsten steht beim TV Gladbeck traditionell ganz im Zeichen der Leichtathletik. Zum bereits 16. Male veranstalten die Blau-Weißen ihr Borsig-Meeting. Mehr als 500 Aktive werden am 8. Juni ab 11.30 Uhr in der Vestischen Kampfbahn an den Start gehen. Einmal mehr kann der TVG deutsche Topathleten begrüßen.

Eine Topathletin, Neele Schuten, trägt das Trikot des Gastgebers. Ehe sie sich des Studiums wegen nach San Diego/USA verabschiedet, möchte die vielseitig talentierte Sportlerin noch an der U23-Europameisterschaft im schwedischen Gävle (11. bis 14. Juli) teilnehmen. Ursprünglich wollte Schuten versuchen, sich im Siebenkampf für die kontinentalen Titelkämpfe zu qualifizieren. Infolge einer Ellenbogenverletzung wird daraus aber nichts.

Neele Schuten misst sich u. a. mit Monika Zapalska

Es greift daher Plan B. „Neele“, sagt Heiner Preute, Trainer und Leiter der Leichtathletikabteilung im TV Gladbeck, „will über 100 Meter Hürden die EM-Norm angreifen.“ 13,40 Sekunden verlangt der Deutsche Leichtathletik-Verband von seinen U23-Hürdensprinterinnen für das Schweden-Ticket. Zuletzt bot Schuten beim Sparkassen-Meeting in Jena eine Zeit von 13,55 an, zum Einstieg in die Saison überzeugte sie in Weinheim gar mit einer Zeit von 13,49 Sekunden. In „ihrem“ Stadion will die Gladbeckerin nun die Norm erfüllen. Unter anderem wird sie sich mit der Wattenscheiderin Monika Zapalska messen, für die eine persönliche Bestzeit von 13,21 Sekunden zu Buche steht.

Schutens Hauptkonkurrentinnen im Kampf um das EM-Ticket, Anne Weigold (LG Mittweida) und Vanessa Hammerschmidt (LG Nord Berlin), starten nicht in Gladbeck. Sie haben sich für das Pfingstsportfest in Zeven entschieden, das zeitgleich mit dem Borsig-Meeting über die Bühne geht. Eine Woche später werden die drei derzeit schnellsten deutschen U23-Hürdensprinterinnen definitiv aufeinander treffen - nämlich bei der U23-DM in Wetzlar.

Sprintkonkurrenzen sind einmal mehr prominent besetzt

Stark und prominent besetzt sind bei der 16. Auflage des Borsig-Meetings einmal mehr die Sprintwettbewerbe. „Für ein gutes Dutzend Sprinter“, so Heiner Preute, „stehen Zeiten unter 11,0 Sekunden zu Buche.“ Angeführt wird das Feld bei den Männern von Altmeister Alexander Kosenkow. Der Wattenscheider nahm an Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften teil. Sein Vereinskamerad Kevin Ugo, im vergangenen Jahr DM-Dritter über 100 Meter, wird ebenfalls im Gladbecker Stadion an den Start gehen.

Freuen dürfen sich Leichtathletik-Fans des Weiteren auch auf diverse klasse Sprinterinnen. Etwa auf Yasmin Kwadwo (TSV Bayer 04 Leverkusen), die 2012 bei den Spielen von London als Ersatzläuferin für die Staffel nominiert war und an Welt- und Europameisterschaften teilgenommen hat. Oder auf Nachwuchshoffnung Keshia Kwadwo (TV Wattenscheid). Unter anderem gewann sie im vergangenen Jahr mit der deutschen 4x100-Meter-Staffel bei der U20-Weltmeisterschaft die Goldmedaille. Ebenfalls dabei: die Sprinterinnen Chantal Butzek und Janina Kölsch (beide LC Paderborn), die zur nationalen Spitze zählen.

Paralympics-Goldmedaillengewinner Johannes Floors startet in Gladbeck

Auch Top-Parasportler stellen sich beim Borsig-Meeting der Konkurrenz. Gemeldet haben u. a. Johannes Floors (Bayer Leverkusen), der bei den Paralympics von Rio de Janeiro mit der deutschen Sprintstaffel die Goldmedaille gewann, und Katrin Müller-Rottgardt (TV Wattenscheid), die 2016 in Rio über 100 Meter Bronze gewann.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben