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Corona: Faysel Khmiri ist plötzlich mehr als Fitnesstrainer

Faysel Khmiri arbeitet als Fitnesstrainer – aktuell aber nicht im Studio, sondern digital.

Faysel Khmiri arbeitet als Fitnesstrainer – aktuell aber nicht im Studio, sondern digital.

Foto: Khmiri

Der Fußballer des SV Zweckel arbeitet als Fitnesstrainer – in der Corona-Krise ändert sich aber sein Job, dazu engagiert er sich auch sozial.

Gelsenkirchen / Gladbeck Faysel Khmiri, der im Winter von RW Ahlen zum Bezirksligisten SV Zweckel wechselte, ist nicht nur Fußballer, sondern auch im Beruf sportlich unterwegs: als Fitnesstrainer in den Injoy-Studios in Gladbeck und Gelsenkirchen. Sein Job hat sich durch die Corona-Krise aber gewandelt.

Der Zweckeler fährt nun auch für ältere Mitglieder einkaufen oder die Wäsche wegbringen. „Die Leute freuen sich über das Angebot. Manche habe eben niemanden mehr, der diese Aufgaben für sie übernehmen kann“, so der 33-Jährige.

Neben dem sozialen Engagement erstellt er aktuell hauptsächlich Trainingspläne und steht für Rückfragen der Mitglieder bereit.

Khmiri hilft Sportlerinnen und Sportlern fast rund um die Uhr

Dadurch beanspruche sein Job jetzt nicht mehr acht Stunden, sondern fast den ganzen Tag, sagt der Mittelfeldspieler.

Auch in der Freizeit wird Khmiri von seinen Kunden via Instagram nach Hilfe gefragt. „Ich nehme dann ein Video auf und erkläre die Übungen“, erläutert er.

Aktuell nimmt er sogar selbst Workouts auf, die bald für die Studio-Mitglieder zur Verfügung stehen sollen. Dabei versucht Khmiri, die frustrierten Kunden mitzuziehen. „Unsere Aufgabe ist es jetzt, die Leute heiß zu halten.“

Die eigene Ausbildung muss wegen Corona erstmal warten

Dass sich trotz des guten Angebots einige Sportler abmelden, ist aber auch ihm bewusst, Existenzangst hat er aber keine, weil er von dem Angebot seines Fitnessstudios überzeugt ist. Aber auch für ihn persönlich kommt die Pandemie zu einem ungünstigen Zeitpunkt.

Eigentlich wollte sich der SVZ-Spieler in den kommenden Monaten mit seiner Weiterbildung beschäftigen. Während er schon Gewissheit hat, dass er die Ernährungsberaterlizenz aufschieben muss, hofft er noch auf die Fortbildung zum medizinischen Fachtrainer im Juni.

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