Fußball-Bezirksliga

Berchumer Serie hält weiterhin

Das Tor zum 3:1 löst bei den Berchumern erlösenden Jubel aus. Dank des Erfolgs über BW Voerde bleibt der SC am Tabellenführer aus Geisecke dran

Das Tor zum 3:1 löst bei den Berchumern erlösenden Jubel aus. Dank des Erfolgs über BW Voerde bleibt der SC am Tabellenführer aus Geisecke dran

Foto: Fabian Sommer

Berchum.  Während der SC Berchum/Garenfeld und der FC Wetter wichtige Siege feiern konnten, erreicht der SSV Hagen einen neuen Tiefpunkt.

Fußball-Bezirksligist SC Berchum/Garenfeld bleibt in dieser Spielzeit weiterhin ungeschlagen. In einer Regenschlacht siegte der Sportclub vor 100 Zuschauern gegen den FC BW Voerde mit 3:1 (1:0) und behauptete dadurch weiterhin den zweiten Tabellenplatz. „Wir haben verdient gewonnen und bei dem Spiel richtig viele Emotionen gezeigt und viel gekämpft. Voerde war ein richtig guter Gegner. In der Höhe geht der Sieg sicherlich in Ordnung, am Ende hätte es eventuell noch ein Treffer mehr sein können“, sagte SC-Chefcoach Fabian Kampmann unmittelbar nach dem Abpfiff.

Die Partie war anfangs sehr zäh und fand weitestgehend zwischen den beiden Sechzehnern statt. Die einzig wirkliche Torgelegenheit während der ersten Hälfte hatte Garenfelds Tobias Neynaber, als er den Ball am langen Pfosten nach Hereingabe von Thomas Koblitz über die Latte haute (17.). In Minute 33 fiel dann der erste Treffer für die Gastgeber, wobei der Torschütze nicht wirklich bestimmt werden konnte.

Torschütze zum 1:0 unklar

Koblitz schlug einen Freistoß von rechts in den Strafraum, Stürmer Nicolas Külpmann ging mit der Hacke zum Ball und wollte den Ball auf das BW-Tor bringen. Sein Gegenspieler war allerdings auch deutlich am Ball. Der Voerder Torwart Gideon Pixberg war vom Torschuss überrascht und ließ den Ball an sich vorbei ins Tor fliegen. „Ich habe keine Ahnung, ob ich als letztes dran war“, sagte Külpmann hinterher. Schiedsrichter Simon Wagemann trug Koblitz als Torschützen ein.

Nach der Pause gehörte die erste Phase den Gästen, allerdings sprang nichts Zählbares heraus. Die Garenfelder befreiten sich vom Voerder Druck, indem sie das 2:0 erzielten. Külpmann bekam an der Strafraumgrenze den Ball zugespielt, ließ einen Gegner aussteigen und ließ Pixberg aus 14 Metern keine Chance (62.). Justin Amstutz hätte kurz danach auf 3:0 erhöhen können, aber obwohl Pixberg schon geschlagen war, traf Amstutz aus spitzem Winkel nur das Außennetz.

Einwechselspieler bringen Entscheidung

Obwohl die Berchumer die Partie im Griff hatten, mussten sie in Minute 79 einen Gegentreffer von Flemming Monse hinnehmen. Unbeirrt vom Voerder Treffer spielten die Garenfelder weiter nach vorne und hätten im Gegenzug sogar direkt das 3:1 erzielen können. Amstutz hob einen langen Ball über Pixberg hinweg, doch der Ball kullerte rechts am Kasten vorbei.

Für das 3:1 sorgte dann der eingewechselte Alexander Rüster. Der ebenfalls eingewechselte Daniel Huber schlug einen Freistoß gen Sechzehner, Christian Deuerling verlängerte in Richtung Fünfmeterraum und Rüster hielt im Zweikampf sein Bein hin – 3:1 für den Sportclub (83.). Bis zum Spielende passierte nicht mehr viel, außer dass Wagemann noch den Roten Karton zücken musste. BW-Akteur Kemal Özdemir sagte für Wagemanns Empfinden nach einem Zweikampf ein falsches Wort zu viel. Der SC bleibt dagegen dank des Erfolgs gegen Voerde bei einem Punkt Rückstand weiter an Tabellenführer Geisecker SV.

SSV Hagen erreicht neuen Tiefpunkt

Die Saison des Fußball-Bezirksligisten SSV Hagen hat einen neuen Tiefpunkt erreicht. Gegen das bis dato noch punktlose Schlusslicht Sinopspor Iserlohn verlor die Mannschaft von Trainer Dieter Iske (Foto)mit 4:5 (2:4) – und das, obwohl die Hagener früh mit 2:0 führten.

„Das ist wieder einmal ein herber Rückschlag“, sagt Iske nach der Partie gegen aufopferungsvoll kämpfende Iserlohner. Durch die Niederlage haben die SSV-Kicker den Anschluss an die Teams vor sich verloren und stecken damit noch tiefer im Tabellenkeller als vor dem elften Spieltag. Dabei ging die Partie für die Iske-Elf mehr als vielversprechend los, Ersin Üstün (5.) und Berke Tombul (8.) brachten den SSV in der Anfangsphase in Führung, die bis dahin überforderten Gäste fanden überhaupt keinen Zugriff.

Khokhlunov patzt zwei Mal

Doch die erlaubten sich ab der 20- Minute dann eine fast 25 Spielminuten Tiefschlaf. Vor allem Hagens Schlussmann Daniel Khokhlunov machte in dieser Phase alles andere als einen sicheren Eindruck. Wie bei einem Rückpass, den der SSV-Keeper mit den Oberarmen stoppte und damit für einen indirekten Freistoß im eigenen Strafraum sorgte. Das Schlusslicht nutzte die gute Gelegenheit und kam nach wuchtigem Abschluss aus 13 Metern zum Ausgleich (25. Minute).

Elf Minuten später sorgte Iserlohns Ahmet Akkaleli dann im Eins-gegen-Eins gegen Khokhlunov für die Führung der Gäste, drei Minuten später überwand Akkaleli den Hagener Torwart aus ähnlicher Position.

Im zweiten Spielabschnitt neutralisierten sich beide Mannschaften lange auf einem sehr überschaubaren Niveau, ehe Khokhlunov bei einer Ecke erneut patzte und Iserlohn zum 2:5 abstaubte. Die beiden Treffer der Hagener in der Schlussphase sorgten noch einmal für Hoffnungen, doch am Spielausgang sollte das nichts mehr ändern. Zu allem verletzte sich Emanuel Calin in der 83. Minute am Knie und musste per Krankenwagen abtransportiert werden.

Wetter Arbeitet sich ins Mittelfeld vor

Nach zwei Niederlagen in Folge ist den Bezirksliga-Fußballern des FC Wetter am elften Spieltag ein beeindruckender 7:3 (4:0)-Heimerfolg gegen den VfB Schwelm gelungen. Dank des dritten Saisonerfolges arbeiten sich die Wetteraner ins Tabellenmittelfeld vor.

„Wir wollten heute trotz einer intensiven Woche mit dem Pokalerfolg Tempo sehen“, so FC-Trainer Fadil Salkanovic. „Das ist den Jungs gelungen, ein großes Lob an die Mannschaft.“ Bereits nach einer halben Stunde war die Partie vorentschieden, Justin Tyler (14.), Samir Hammouda (15./22.) und Kasim Osmic (29.) hatten eine komfortable 4:0-Führung herausgeschossen. Durch einen Doppelschlag kamen die Gäste aus Schwelm kurz nach Wiederanpfiff zwar noch einmal auf 2:4 heran (47./51.), doch wiederum Tyler (53.) und Osmic (67.) sowie Ibrahem Ibrahem (63.) räumten schnell die letzten Zweifel am Heimsieg aus. Daran änderte auch der dritte Schwelmer Treffer drei Minuten vor dem Abpfiff nichts mehr.

„Vorne waren Tyler und Hammouda heute einfach nicht zu stoppen“, freute sich Wetters Übungsleiter Dadil Salkanovic nach der Partie. Weiter geht es für die Kicker vom Harkortberg am kommenden Sonntag um 15 Uhr beim Schlusslicht Sinopspor Iserlohn.

Türkiyemspor sieht zwei Mal Gelb-Rot

Keine Punkte gab es am elften Spieltag in der Fußball-Bezirksliga für Türkiyemspor Hagen: Beim Tabellenvierten Rot-Weiß Lüdenscheid verlor der aktuelle Fünfte mit 1:3 (1:1), der Rückstand auf die Spitze ist damit auf sieben Punkte angewachsen.

„Es war kein gutes Spiel von uns. Wir haben zu viele Fehlpässe produziert und gegen einen guten Gegner am Ende verdient verloren“, stellte Gäste-Co-Trainer Mustafa Islah fest. Die Pleite wollten die Türken ausdrücklich nicht am Schiedsrichter festmachen, dennoch spielte auch der Unparteiische laut Islah beim gebrauchten Sonntag eine Rolle: „Er hat leider kein Fingerspitzengefühl bewiesen und zu schnell mit Gelben Karten reagiert.“

Das bekamen die Türken zu spüren, innerhalb von nur zwei Minuten sahen Kemal Özdemir (64.) und Dominik Franz (64.) Gelb-Rot. Zu diesem Zeitpunkt führten die Gastgeber durch Tore von Lukas Finke (44.) und Raphael Schwarzer (55.) mit 2:1, Denis Cufta konnte für Türkiyemspor per Strafstoß zwischenzeitlich ausgleichen (45.+3). „In doppelter Unterzahl hat man in Lüdenscheid kaum noch eine Chance“, so Islah.

Dennoch erarbeiteten sich die Gäste weitere Möglichkeiten, die beste Gelegenheit vergab Adem Sebetci (75.). Richard Dissing machte in der 80. Spielminute für Rot-Weiß dann alles klar. „Es folgen zwei weitere Topspiele gegen Berchum/Garenfeld und Kalthof. Die Sperren tun uns jetzt natürlich doppelt weh“, haderte Islah.

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