Bezirksliga

Garenfelder 3:2-Sieg steht nach 22 Minuten fest

Ein spannendes Derby am Kirchenberg: Hier versucht der Garenfelder Luca Becker (links) dem TSK-Spieler Leonardo Fazio vorbeizuziehen. Am Ende siegt der SC Berchum/Garenfeld mit 3:2. 

Ein spannendes Derby am Kirchenberg: Hier versucht der Garenfelder Luca Becker (links) dem TSK-Spieler Leonardo Fazio vorbeizuziehen. Am Ende siegt der SC Berchum/Garenfeld mit 3:2. 

Foto: Fabian Sommer

Hohenlimburg.  Fünf Tore, zwei Platzverweise – das Fußball-Bezirksliga-Derby zwischen dem TSK Hohenlimburg und dem SC Berchum/Garenfeld (2:3) hatte es in sich.

Fünf Tore, zwei Platzverweise und einige Rudelbildungen – das Fußball-Bezirksliga-Derby zwischen dem TSK Hohenlimburg und dem SC Berchum/Garenfeld hatte es in sich. Die Garenfelder siegten auf dem Kunstrasen des Hohenlimburger Kirchenberg-Stadions mit 3:2 (3:2).

„Das war ein reines Mentalitätsspiel, von beiden Mannschaften. Beide Teams haben bis zum Umfallen gekämpft, wir haben dann glücklich gewonnen. Die erste Halbzeit war gut, in der zweiten hätte alles passieren können“, sagte SC-Coach Fabian Kampmann nach dem Schlusspfiff. Sein Gegenüber, Spielertrainer Niels von Pidoll, sah das ähnlich: „Da wäre mehr für uns drin gewesen. Wenn man zu Hause zwei Tore gegen einen Titelaspiranten schießt, muss ein Punkt drin sein. Die Moral hat gestimmt, es war hitzig.“

Während der ersten halben Stunde ging es hin und her. Schon nach sechs Minuten führten die Gäste: Rechtsverteidiger Luca Becker wurde tief geschickt, ging bis zur Grundlinie durch und legte quer auf Marcel Grzondziel, der nur noch den Fuß hinhalten musste. Nach einem Pfostentreffer des TSK bauten die Berchumer ihre Führung aus: Tim Böckenförde spielte einen tollen Pass auf Grzondziel, der den Ball aus acht Metern an TSK-Schlussmann Alexander Dill vorbei ins Tor schob.

Praktisch im Gegenangriff erzielte Lorenzo Restieri nach Zuspiel von Leonardo Fazio mit einer tollen Einzelaktion aber den 1:2-Anschlusstreffer aus TSK-Sicht. 120 Sekunden später hätten die Gäste auf 3:1 erhöhen müssen, doch den Schuss von Tobias Neynaber klärte TSK-Spielertrainer Jakob Weber noch auf der Linie. Die Zwei-Tore-Führung gelang der Kampmann-Truppe aber in Minute 20, als Christian Deuerling einen Freistoß von Grzondziel per Kopf zum 3:1 verwandelte. Grzondziel sammelte somit seinen dritten Scorerpunkt.

Danach gehörten den Hohenlimburgern zwei gute Torraumszenen: SC-Verteidiger Manuel Pais klärte einen Fazio-Kopfball auf der Linie, ehe Gökhan Özdemir 40 Sekunden später mit einer guten Einzelaktion den 2:3-Anschlusstreffer markierte (21. / 22.). Es war zwar erst die 22. Minute, aber gleichzeitig war der Endstand besiegelt.

Zwei Elfmeter nicht gepfiffen

Auch wenn keine Tore mehr fielen, ging es weiterhin heiß her. Auf beiden Seiten hätte es jeweils einen Foulelfmeter geben müssen, einmal nach Foul an Grzondziel (25.), das andere Mal wurde Fazio wie beim Wrestling umklammert (86.). Torraumszenen waren weitestgehend Mangelware, dafür gab es viele hitzige Zweikämpfe. In der 84. Minute sah TSK-Verteidiger Yaser Özdemir nach grobem Foulspiel an Luca Becker die Rote Karte, keinen einzigen Trainer und Betreuer beider Seiten hielt es noch auf den Bänken. Zu Beginn der Nachspielzeit sah Garenfelds Tim Böckenförde die Ampelkarte wegen Meckerns. Schiedsrichter Sebastian Weber brachte mit seiner sehr weichen Linie immer wieder Spannungen rein, beide Teams hätten sich von Beginn an eine klare Linie gewünscht.

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