Landesliga

Hagen 11: Trainer Stefan Mroß ist trotz 5:1-Sieg verärgert

Drei Tore trägt Niklas Wilke (am Ball) zum 5:1-Sieg der Elfer gegen den SV Hüsten bei.

Drei Tore trägt Niklas Wilke (am Ball) zum 5:1-Sieg der Elfer gegen den SV Hüsten bei.

Foto: Alex Talash

Hagen.  5:1 siegte Hagen 11 gegen Hüsten, bleibt Landesliga-Spitzenreiter. Trotzdem war Trainer Stefan Mroß gar nicht zufrieden.

Gar nicht zufrieden war Stefan Mroß, Trainer des Fußball-Landesligisten SpVg. Hagen 11, mit der Gesamtleistung seiner Spieler beim 5:1 (5:0)-Heimsieg gegen den SV Hüsten. „Was wir die letzten 25 Minuten gespielt haben, war unter aller Sau. Das hat mich richtig geärgert“, bemängelte er das fehlende Engagement seiner Spieler angesichts des klaren Spielstandes.

Bereits nach drei Minuten hätten die Gastgeber in Führung liegen können. Aber Tim Schattling traf mit einem Kopfball im Anschluss an einen Freistoß nur den Pfosten und knallte den Nachschuss aus vier Metern über das Gästetor. Jubeln durften die Elfer schließlich in der 12. Minute, als Gaetano Manno einen Freistoß im zweiten Versuch in den Fünfmeterraum lupfte. Gästekeeper Yannick Matthey griff daneben, und Niklas Wilke köpfte zum 2:0 ein. Drei Minuten später lief Tim Bodenröder frei auf das Gästetor zu und wurde kurz vor dem Strafraum zu Fall gebracht. Hüstens Vincenzo Rossi sah für diese Notbremse die Rote Karte. Den fälligen Freistoß setzte Manno an den Außenpfosten.

Gegen die Gäste, die schon in voller Spielerzahl offensiv ungefährlich waren, hatten die Hausherren in Überzahl nun leichtes Spiel. In der 19. Minute zeigten Manno und Bodenröder eine Traumkombination, die Yoldas Demir zum 2:0 abschloss. Vier Minuten später setzte Bodenröder mit einem feinen Pass Wilke in Szene. Der lief noch einige Schritte in den Strafraum und schob durch die Beine von Matthey zum 3:0 ein. Erneut Wilke mit seinem dritten Treffer erhöhte mit einem strammen 14-Meter-Schuss auf 4:0. Nur 30 Sekunden später machte Manno das 5:0. Danach schalteten die Elfer einen Gang zurück und verwalteten bis zur Pause nur noch das Spiel. „Über die erste Halbzeit gibt’s nichts zu meckern“, war Mroß zu diesem Zeitpunkt noch zufrieden

Nach dem Seitenwechsel wollten die Gastgeber die Partie nur noch herunterspielen. Sie ließen zunächst noch Ball und Gegner laufen, wurden aber nach vorne kaum noch gefährlich. Enes Demir hatte zwei Mal die Möglichkeit zu erhöhen, aber er vergab. Mit fortlaufender Spieldauer schlichen sich Nachlässigkeiten ins Spiel der Elfer ein. „Das gibt’s doch gar nicht, Mann“, war Trainer Mroß deutlich hörbar erbost über fehlende Einsatzbereitschaft und schlampige Abspiele. Hüsten gelangen im gesamten Spiel nur vier Schüsse auf das Tor, alle in den letzten 20 Minuten. In der 76. Minute durfte SV-Stürmer Lukas Gebhardt frei in den Strafraum durchlaufen und erzielte aus spitzem Winkel in die kurze Ecke den Ehrentreffer für die Gäste. Glück hatte in der Schlussminute Josip Barac, der für seinen Tritt Richtung Gegenspieler nur Gelb bekam.

Sauer auf Einwechselspieler

„Unsere Leistung in den letzten 25 Minuten war unterirdisch. Wir haben Risikopässe gespielt und sind nicht mehr ins Umschaltspiel gekommen“, bilanzierte Mroß. Insbesondere mit dem Auftritt seiner Einwechselspieler haderte der Coach: „Da gibt man Spielern die Möglichkeit sich zu zeigen. Da darf es nicht sein, dass die Mannschaft nach den Wechseln so auseinander bricht. Wir müssen in der Lage sein, so ein Ding über 90 Minuten durchzuziehen.“

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