Handball, 3. Liga

VfL Eintracht Hagen rehabilitiert sich im Verfolgerduell

Hagens Theo Bürgin im Anflug auf den Torwart. Der junge Linksaußen des VfL Eintracht trifft in Spenge acht Mal bei elf Versuchen.

Hagens Theo Bürgin im Anflug auf den Torwart. Der junge Linksaußen des VfL Eintracht trifft in Spenge acht Mal bei elf Versuchen.

Foto: Michael Kleinrensing

Hagen/Spenge.  Im Duell der Verfolger des strauchelnden Tabellenführers Wilhelmshaven rehabilitiert sich der Handball-Drittligist VfL Eintracht beim TuS Spenge.

Der Schock nach der überraschenden Niederlage vom vergangenen Wochenende wurde verdaut: Handball-Drittligist VfL Eintracht Hagen gewann nach zuletzt zwei sieglosen Spielen mit 28:32 (12:15) beim TuS Spenge. „Ich kann meiner Mannschaft nur ein Kompliment aussprechen, sie hat das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben“, zeigte sich Trainer Ulli Kriebel zufrieden.

Dabei traf man in Spenge auf den erwartet schwer zu knackenden Gegner, der daheim bisher lediglich ein Unentschieden hinnehmen musste. Die Hagener konnten aber von Beginn an dagegen halten und ließen die Gastgeber nicht in Fahrt kommen. Beim 3:7 (10.) setzte sich die Eintracht erstmals ein wenig ab, Torschütze war - wie so oft an dem Abend – Nachwuchsspieler Theo Bürgin.

Theo Bürgin macht seinen Trainer stolz

Mit acht Toren (bei elf Versuchen) erzielte der Linksaußen, der aufgrund der Verletzung von Daniel Mestrum nun vermehrt zum Zuge kommt, die meisten Treffer im Spiel. Auch Kriebel zeigte sich stolz: „Das ist natürlich eine Leistung, die man nur hervorheben kann, Theo ist über sich hinaus gewachsen.“ Auch im weiteren Spielverlauf dominierte der VfL das Spielgeschehen, näher als auf 7:9 (19.) kam der TuS in der ersten Halbzeit nicht heran, so dass die Hagener mit einem guten Gefühl und einer 12:15-Führung in die Kabine gingen.

Nach dem Seitenwechsel wurde es noch einmal eng, als Spenges Harbert in der 34. Minute auf 15:16 verkürzte, enger sollte es aber nicht mehr werden. Zu konstant war die Eintracht in diesem Spiel und ging in Folge sogar mit 16:22 (39.) in Führung. Der TuS bäumte sich noch einmal auf, agierte im Angriff mit dem siebten Feldspieler und stellte auf eine 3-2-1-Abwehr um, so dass beim 23:25 (48.) durch Nils van Zütphen doch wieder Hoffnung für die Gastgeber aufkam.

Beemsterboer debütiert

In der 52. Spielminute beim Stand von 26:28 erhielt Tilman Pröhl durch seine dritte Zeitstrafe die Rote Karte – aber auch das änderte nichts mehr daran, dass der VfL seinen zweiten Auswärtssieg einfuhr. Mit Jaap Beemsterboer in der Abwehr, der nach Verletzung erstmals eingesetzt wurde, kassierte man nur noch zwei weitere Gegentreffer und gewann am Ende mit 28:32.

„Wir haben diszipliniert gespielt und eine gute Mannschaftsleistung gezeigt“, resümierte Kriebel. Zwei Wochen vor dem Topspiel gegen Wilhelmshaven hat der VfL, auch bedingt durch das Remis der Norddeutschen in Schalksmühle, wieder in Schlagdistanz zum Tabellenführer gebracht.

VfL Eintracht: Eintracht: Dresrüsse (1.-60.), Mahncke (n.e.); Brand, Bürgin (8), Beemsterboer, Pröhl (4), Lux (2), Schmidt (3/2), Voss-Fels (1), Bergner (2), Gaubatz (6), Kister, Stefan (6), Toromanovic.

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