Basketball-Regionalliga

Hasper mit Kopf über Wasser / BG Hagen startet bei D.J.

Auch mit Wasser-Basketball hat sich der SV Haspe 70 auf die am Wochenende startende Saison vorbereitet.

Auch mit Wasser-Basketball hat sich der SV Haspe 70 auf die am Wochenende startende Saison vorbereitet.

Foto: SV Haspe 70

Hagen.  Mit der Partie der BG Hagen bei D.J. Covington und den Ballers Ibbenbüren startet morgen die Regionalligasaison. Haspe 70 erwartet Herten.

Die Pause dauerte lange, mehr als fünf Monate fand in der 1. Basketball-Regionalliga West keine Partie statt. In der Saison 2019/20 wird das anders sein, erstmals folgen dann der Normalrunde Play-offs in der vierthöchsten Spielklasse, die stark besetzt zu sein scheint wie selten. Zu den vermeintlichen Playoff-Kandidaten zählen die bringiton Ballers Ibbenbüren - um den in Hagens bestens bekannten Co-Trainer D.J. Covington - und die BG Hagen, die am Freitag um 20 Uhr die Spielzeit eröffnen. Aber auch Vizemeister Hertener Löwen, den der SV Haspe 70 als einer der wenigen Außenseiter der Liga tags darauf erwartet.

bringiton Ballers Ibbenbüren - BG Hagen (Freitag, 20 Uhr, Sporthalle Ost). Die „Hölle Ost“ in Ibbenbüren verbreitete beim letzten BG-Auftritt dort wenig Schrecken, deutlich mit 87:37 siegten die Hagener dort in der Vorbereitung vor etwa vier Wochen. Doch BG-Coach Kosta Filippou warnt davor, diese Partie als Maßstab zu nehmen. „Acht Spieler werden bei Ibbenbüren dabei sein, die damals fehlten, darunter fünf absolute Leistungsträger“, sagt er, „es wäre fatal von uns, auf dieses Testspiel zu schielen.“ Da ist er sich mit Gastgeber-Trainer Marc Pohlmann einig. „Ich denke, die klare Niederlage aus dem Testspiel hilft eher uns als Hagen“, sagt der nach einem Jahr Pause auf die Ballers-Bank zurückgekehrte Coach, der auf einen Assistenten mit nachhaltiger Hagen-Erfahrung zurückgreifen kann: D.J. Covington, der als Center des damaligen Bundesligisten Phoenix nach einer bösen Knieverletzung im März 2016 und unzähligen Operationen seine Spielerkarriere beenden musste, ist in Ibbenbüren als Co-Trainer eingestiegen. Aus dem aktuellen BG-Team dürfte der US-Amerikaner aber lediglich Pascal Zahner-Gothen kennen, der vor drei Jahren auch im Phoenix-Kader stand.

„Die werden unter dem Korb gut aufgestellt sein“, weiß Filippou, dass Covington in Ibbenbüren mit dem massigen Daniel Boahene, Rebounder Benjamin Fumey und den Forwards Marcello Schröder und Jan Treichel körperlich starke Akteure anleiten kann. Zudem weisen die Gastgeber mit US-Guard Bryce Leavitt, dem Engländer Jonathan Foulds, Juan Barga (Italien) und Marco Porcher-Jimenez (Spanien) als einziger Regionalligist gleich vier Importspieler auf. „„Uns erwartet zum Auftakt eine der schwierigsten Auswärtsspiele überhaupt in der Liga“, hat Filippou Respekt, dem das komplette Team zur Verfügung steht. Auch wenn Zahner-Gothen (Schichtdienst) und Daniel Zdravevski (FSJ-Seminar) im Training in dieser Woche fehlten.

SV Haspe 70 - Hertener Löwen (Samstag, 19 Uhr, Rundsporthalle Haspe). Ins Nass gingen die Hasper Korbjäger vor dem Saisonstart, eine Runde Wasser-Basketball in Gevelsberg diente dem Teambuilding. „Das war mega-anstrengend im tiefen Becken“, bekannte Trainer Martin Wasielewski, dessen Team als einer der Underdogs in der Liga den Kopf nun über Wasser halten will. Gleich zum Start ist der SV schon klarer Außenseiter, wenn Vizemeister Herten kommt. „Man kann schon davon ausgehen, dass die Löwen mit dieser Truppe nach ganz oben will“, sagt der Hasper Coach: „Sie werden uns körperlich überlegen sein und viel über das Brett spielen. Das kann auch deutlich werden.“

Mit dem herausragenden US-Center Dijon Smith, dem von der BG Hagen gekommenen Semir Albinovic oder Lyuben Paskov (Dorsten) haben die Gäste viel Athletik aufzubieten. „Nur wenn wir den Rebound kontrollieren und unser Tempo durchsetzen können, haben wir eine Chance“, weiß Wasielewski, der hofft: „Wir sind klein, jung und hoffentlich rotzfrech. So wollen wir die Hertener Löwen möglichst lange ärgern.“

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