Fußball

Herdecker Fußballer ist nach Attacke lange gesperrt

Ein Fußballspieler aus Herdecke ist nach einem Angriff auf einen Gegenspieler vom TuS Hasslinghausen acht Wochen gesperrt.

Ein Fußballspieler aus Herdecke ist nach einem Angriff auf einen Gegenspieler vom TuS Hasslinghausen acht Wochen gesperrt.

Foto: Fischer / Funke Foto Services GmbH

Ende.  Hohe Strafe für Herdecker Kicker. Nach körperlicher Attacke gegen einen Spieler des TuS Hasslinghausen verhängt die Spruchkammer eine Sperre.

Nachdem ein Spieler des FC Herdecke-Ende Anfang September den Kapitän des TuS Hasslinghausen mehrmals ins Gesicht geschlagen haben soll, ist er nun von der Spruchkammer des Kreises Hagen für acht Wochen gesperrt worden.

Nach einem Gerangel im Zweikampf soll der FC-Spieler dem Gegner erst mit dem Ellenbogen und dann zweimal mit der flachen Hand geschlagen haben. Der Schiedsrichter nahm diese Szene nicht wahr, da sie fernab des Balles passierte, der eingeworfen wurde. Auch FC-Trainer Frank Henes hat die Szene nicht gesehen.

Video als Beweis

Als Beweis sollte vor der Spruchkammer daher ein Video dienen, das über den Streaminganbieter Soccerwatch verfügbar ist. Der TuS Hasslinghausen übermittelte es bereits im Vorfeld zur Kammer und zeigte die Szene am Verhandlungstag am Mittwochabend vergrößert auf dem Laptop. Die Tätlichkeit war darauf eindeutig erkennbar, weshalb die wochenlange Sperre gegen den FC.-Spieler verhängt wurde.

Gegner schlägt bei Fußballspiel in Sprockhövel zu
Gegner schlägt bei Fußballspiel in Sprockhövel zu

„Uns ging es darum, dass der Fall überhaupt behandelt wird“, sagte TuS-Co-Trainer Christian Parlow. Die Höhe der Strafe habe für die Hasslinghausenern nicht im Vordergrund gestanden. „Zwei, drei Wochen wären auch okay gewesen“, so Parlow. In seinen Augen habe der FC Herdecke-Ende generell ein sehr faires Team, daher wolle der TuS dem Verein auch nicht schaden.

Derby steht an

Der FC-Spieler hatte bei der Verhandlung die Tat zugegeben und sich dafür entschuldigt. Die Sitzung dauerte daher nicht lange. Laut Herdeckes Co-Trainer Michael Dziamski heißt es: „Damit sind wir noch gut weggekommen, hat man uns gesagt.“ Sein Cheftrainer Frank Henes, der den Ausfall kompensieren muss, möchte, dass nun wieder Ruhe einkehrt, um sich auf die nächsten Aufgaben zu konzentrieren. „Mal schauen, wie wir das Problem lösen“, sagte Henes. Am Sonntag, 22. September, steht das Derby gegen die TSG auf dem Plan.

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