Handball, 3. Liga

Ibisch muss beim TuS Volmetal Umbruch moderieren

In Testspielen misst sich Handball-Drittligist TuS Volmetal bereits, hier stemmen sich Dominik Domaschk (links) und Torwart Manuel Treude Linksaußen Fabian Blechschmidt vom Verbandsligisten TuS Bommern entgegen, die Volmetaler siegen mit 24:19.

In Testspielen misst sich Handball-Drittligist TuS Volmetal bereits, hier stemmen sich Dominik Domaschk (links) und Torwart Manuel Treude Linksaußen Fabian Blechschmidt vom Verbandsligisten TuS Bommern entgegen, die Volmetaler siegen mit 24:19.

Foto: Jürgen Theobald / FUNKE Foto Services

Hagen.  Zehn neue Spieler, neun Abgänge: Trainer Christoph Ibisch muss beim Handball-Drittligisten TuS Volmetal einen Umbruch wie noch nie moderieren.

Langsam und beständig fließt die Volme direkt neben der Sporthalle des Handball-Drittligisten TuS Volmetal. Ein Bild, dass zu der Ruhe bei dem „Dorfverein” in der dritthöchsten Spielklasse passt, denn während in der Liga viele Vereine auch aktuell noch mit der Zusammenstellung des Kaders beschäftigt sind, sind diese Planungen beim Team von Trainer Christoph Ibisch längst abgeschlossen. Zehn neue Spieler kamen, neun Spieler gingen. Doch an der Zielsetzung der Volmetaler hat sich nichts geändert.

Helmut Schulz und Olaf Dolleske haben in diesem Sommer einiges zu tun. Die beiden Hallensprecher versorgen die treuen Volmetaler Fans vor und während der Heimspiele mit Informationen -- sie stellen vor dem Spiel die Teams vor oder geben während des Spiels die Torschützen bekannt. Sie tragen damit einen maßgeblichen Teil zu der oft knisternden Atmosphäre in der Sporthalle am Volmewehr bei, doch in der Vorbereitung auf die kommende Spielzeit müssen sie noch einige neue Gesichter kennenlernen. Der größte Umbruch in der jüngeren Vergangenheit ging in diesem Sommer über die Bühne bei der Ibisch-Truppe.

Zehn neue Spieler, ein neuer Co-Trainer: Kein Wunder, dass Christoph Ibisch glaubt dass seine Mannschaft noch etwas Zeit braucht, um auf und neben dem Feld zueinander zu finden. „Das kann vielleicht auch noch bis in die Saison hinein dauern”, sagt der Übungsleiter, der in seine zweite Saison im Tal geht. Im vergangenen Jahr stieß Ibisch erst dazu, als die Vorbereitung schon lief, entsprechend groß ist die Freude bei dem Handballlehrer, dass er die erste Phase der Vorbereitung nun miterleben und steuern durfte.

Erste Testspiele bestritten

Für Christoph Ibisch und seinen neuen Co-Trainer Marc Rode (zuletzt Trainer beim Landesligisten Borussia Höchsten) ist eine lange Vorbereitung wichtig. „Die Jungs müssen sich erst einmal unterhalb kennenlernen”, sagt er nach der ersten intensiven Phase der Vorbereitung auf die neue Spielzeit. Neben viel Arbeit im Athletikbereich hat sein Team auch schon einige Testspiele - zuletzt siegte man mit 24:19 beim Verbandsligisten TuS Bommern - absolviert, die ersten Eindrücke sind dabei gemischt. Noch viel Luft nach oben ist da, das Potenzial der vielen neuen und jungen Spieler war aber bereits ebenso erkennbar.

Jung, hoch veranlagt und aus unteren Klassen -- an dem „Volmetaler Weg” bezüglich der Verpflichtung von neuen Spielern hat sich nichts geändert. Ausnahmslos alle Neuzugänge kommen aus unteren Klassen und erhalten nun beim TuS die Gelegenheit, sich in der dritthöchsten Spielklasse zu beweisen. In der Vergangenheit fuhren die Volmetaler damit immer gut. Wie gut es in diesem Jahr klappen wird, ist aber noch nicht absehbar. Einen vergleichbaren Aderlass an etablierten Spielern gab es nämlich ebenfalls noch nie bei den Grün-Weißen.

Verdiente Spieler wie Dennis Domaschk, Kevin Herzog, Niklas Polakovs oder Philipp Dommermuth haben sich aus verschiedensten Gründen umorientiert oder die Schuhe (vorerst) an den Nagel gehangen. Die Positionen auf und auch neben dem Spielfeld, die die Abgänge innehatten, müssen nun erst wieder besetzt werden. So etwas geht nicht von heute auf morgen, Ibisch ist aber positiv gestimmt. „Ich habe das Gefühl, dass sich die Jungs gut untereinander verstehen”, sagt er.

Verbleib von König ist wichtig

Umso wichtiger ist es, dass immerhin auch sechs Spieler aus dem Kader der vergangenen Saison noch mit an Bord sind. Am meisten freuen sich die Volmetaler vor allem über die feste Verpflichtung von Jan König. Der Spielmacher ist gleichzeitig auch der absolute Toptorschütze der gesamten Liga und konnte, nachdem der Stadtrivale und neue Ligakonkurrent Eintracht Hagen den Vertrag von König nicht verlängerte, an der Volme gehalten werden. Ernst wird es für König und Kollegen beim BDO-Cup am 2. und 3. August in eigener Halle. Dann kommt mit dem Zweitligisten ASV Hamm Westfalen sowie den beiden ambitionierten Liga-Rivalen von Eintracht Hagen und den SG Schalksmühle/Halver drei richtige Gradmesser für die Mannschaft von Christoph Ibisch in das Tal. Doch bis dahin fließt noch viel Wasser die Volme herunter.

Der Kader des TuS Volmetal


Tor: Sdney Quick, Manuel Treude, Jannis Michel (TuS Derschlag)

Rückraum: Jan König, Dominik Domaschk, Erik Irle (TuS Ferndorf), Yannis Grasediek (PSV Recklinghausen), Frieder Krause (HTV Hemer), Mats Pfänder (DJK Oespel Kley), Silas Kaufmann (TuS Bommern)

Kreis: Frederik Kowalski, Joel Jünger (HSV Plettenberg/Werdohl).

Linksaußen: Julius Blümel, Nils Stange (HVE Villigst/Ergste), Ole Kähler (OSC Dortmund).

Rechtsaußen: Jonas Heidemann, Philipp Moog.

Abgänge: Dennis Domaschk (RE Schwelm), Philipp Dommermuth (Ahlener SG), Thomas Fäseke, Niklas Polakovs (beide TuS Bommern), Roman Warland, Marvin Müller, Sebastian Rinus, Lorenz Schlotmann, Kevin Herzog (noch unbekannt).

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