Rudern

Johannes Weißenfeld: „Olympia ist mein großer Traum“

Nach der Pause geht es wieder los: Die Ruderer Torben Johannesen (vorne) und Johannes Weißenfeld trainieren auch bei kühleren Temperaturen gemeinsam auf dem Dortmund-Ems-Kanal und bereiten sich auf die Olympia-Saison vor.

Nach der Pause geht es wieder los: Die Ruderer Torben Johannesen (vorne) und Johannes Weißenfeld trainieren auch bei kühleren Temperaturen gemeinsam auf dem Dortmund-Ems-Kanal und bereiten sich auf die Olympia-Saison vor.

Foto: Detlev Seyb

Herdecke.  Für Ruderer Johannes Weißenfeld beginnt die Olympia-Saison. Der Herdecker verrät, wie er die Vorbereitung auf Tokio mit seinem Studium verbindet.

Für den Herdecker Ruderer Johannes Weißenfeld und das Team des Deutschland-Achters hat die Olympia-Saison begonnen. Rund drei Wochen lang konnten die Sportler und Trainer nach dem letzten Auftritt der Saison in Rendsburg einmal vom Rudern abschalten. Johannes Weißenfeld und das Team sind jetzt nach der Pause wieder auf dem Dortmund-Ems-Kanal unterwegs, während hinter den Kulissen die Planungen laufen. Das Ziel ist es, mit allen drei Booten zu den olympischen Spielen zu fahren. Darum stehen die Zeichen diese Saison auch von Beginn an auf Tokio 2020. „Bis dahin haben wir aber noch jede Menge Arbeit vor uns“, sagt Bundestrainer Uwe Bender.

Das Team des Deutschland-Achters muss Ende November in Dortmund auf das Ergometer und die Langstrecke bestreiten. Allerdings werden die Ruderer dann gerade aus dem Trainingslager kommen. „Wir werden das Trainingslager voll ausnutzen“, sagt Bender, der – bis auf ein paar wenige Krankheitsfälle – mit dem Trainingsstart zufrieden ist: „Wir steigern uns immer mehr.“ Der Herdecker Johannes Weißenfeld verrät im Interview, wie er die Pause verbracht hat, woran er im Training arbeitet und was ihm persönlich Olympia bedeutet.

Wie hast Du die rund drei Wochen Pause nach dem letzten Aufritt in Rendsburg genutzt?

Johannes Weißenfeld Ich war eine Woche im Urlaub. Die Deutsche Sporthilfe hat mich gemeinsam mit anderen Sportlern eine Woche nach Fuerteventura in den „Club der Besten“ eingeladen. Das hat sehr, sehr viel Spaß gemacht. Es hat echt gut getan, mal abzuschalten und den Kopf frei zu bekommen. Danach war ich dann auch noch in Herdecke eine Zeit lang und habe viele Kontakte gepflegt. So konnte ich auch meine Familie und Freunde wiedersehen, das war echt sehr schön.

Wie war für Dich der Einstieg ins Training? Woran arbeitest Du momentan besonders?

Das ist immer etwas schwierig nach so einer Pause wieder anzufangen. Aber ich habe richtig Lust auf die Saison und drauf, wieder zu trainieren. Ich hoffe einfach, dass es ein echt gutes Jahr wird. Wir haben erstmal sehr piano angefangen mit einer Einheit pro Tag. Am Anfang ist es erstmal etwas lockerer im Training. Das ist aber auch wichtig, nicht direkt bei 100 Prozent zu starten, sondern erstmal mit angezogener Handbremse. Es geht jetzt erstmal darum, wieder in die Routine reinzukommen und seinen Körper an das Training zu gewöhnen. Später werden wir dann die Umfänge auch wieder deutlich anheben und wie gewohnt trainieren, um uns auf Olympia vorzubereiten.

2016 bist du als Ersatzmann zu den Olympischen Spielen gefahren. Was bedeutet die Möglichkeit, in Tokio 2020 aktiv dabei zu sein, für Dich persönlich?

Für mich wäre die Teilnahme bei den Olympischen Spielen in Tokio die Belohnung der ganzen harten Arbeit der vergangenen sechs bis sieben Jahre. Dafür habe ich viel gegeben. Das wäre einfach ein riesen Erfolg, der alles andere krönen würde. Das ist mein großer Traum, das bedeutet mir alles.

Das Semester an der Universität hat auch wieder begonnen. Wie verbindest Du das Medizinstudium und die Vorbereitungen auf Olympia?

In der Uni bin ich momentan nicht so aktiv. Ich will mich bis zu den Olympischen Spielen jetzt wirklich komplett auf den Sport konzentrieren und dafür lohnt es sich auch alles zu geben.

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