Handball

Klein übernimmt das Ruder bei der HSG Wetter/Grundschöttel

Adam Klein hat ab der kommenden Saison bei den Handballern der HSG Wetter/Grundschöttel das Sagen an der Seitenlinie.

Adam Klein hat ab der kommenden Saison bei den Handballern der HSG Wetter/Grundschöttel das Sagen an der Seitenlinie.

Foto: Foto: Michael Kleinrensing

Grundschöttel.  Adam Klein hat seine erste Saisonvorbereitung als Trainer der HSG Wetter hinter sich. Im Interview zieht der Coach sein Resümee.

Nach dem bitteren Abstieg aus der Bezirksliga in der abgelaufenen Saison haben sich die Handballer der HSG Wetter/Grundschöttel für die anstehende Kreisliga-Saison neu aufgestellt. Nach dem Abgang von Ex-Coach Nils Krefter übernahm vor rund acht Wochen Adam Klein das Traineramt in Grundschöttel. Wie er von der Mannschaft aufgenommen wurde und was sich das Team für die anstehende Saison vorgenommen hat, das erzählt der neue HSG-Coach im Interview:


Herr Klein, Sie waren bis Ende Mai fünf Jahre für die TS Selbecke aktiv. Wie kam der Kontakt nach Grundschöttel zu Stande?
Nach der langen Tätigkeit in Selbecke haben wir uns gemeinsam dazu entschieden, getrennte Wege zu gehen. Auf die genauen Umstände möchte ich aber gar nicht weiter eingehen, das ist Vergangenheit für mich. Ich stehe schon lange in Kontakt mit Björn Mertens, der schon seit Jahrzehnten bei der HSG spielt, und Andre Heer, der dem Vereinsvorstand angehört. Als ich Björn davon erzählt habe, dass meine Tätigkeit für Selbecke endet, hat es keine drei Tage gedauert, bis ich mit Andre Heer zusammen gesessen habe. Wir haben uns dann über eine mögliche Zusammenarbeit ausgetauscht, und uns wurde schnell klar, dass wir uns das gut verstellen können.


Wie wurden Sie dann von der Mannschaft aufgenommen?
Das war überragend. Bei einem Dienstags-Training haben sich alle Spieler der Seniorenmannschaften im Bewirtungs-Raum der Sporthalle in Oberwengern zusammen gefunden und haben mich empfangen. Der Raum war bis auf den letzten Platz belegt. Ich habe mich erst gefragt, auf wen die alle warten, bis mir klar wurde, dass ich derjenige bin. Ich hatte von Anfang an ein gutes Gefühl bei der Sache, und das hat sich in den folgenden Wochen dann bestätigt.


Wie ging es dann weiter?
Zunächst kam das Waldfest, das die Handballer ja schon seit mehreren Jahren in Grundschöttel organisieren. In den vergangenen Jahren war ich schon oft als Gast vor Ort. Diesmal habe ich die Möglichkeit aber natürlich auch dazu genutzt, die ganzen Mitglieder und Spieler kennenzulernen. Da habe ich auch ganz klar gemerkt, was den Verein ausmacht: Die familiäre Stimmung und der Zusammenhalt untereinander. Das ist bei der HSG Wetter wirklich besonders. Ich wurde von jedem herzlich begrüßt und habe tolle Gespräche geführt.


Dann ging es in die Saisonvorbereitung. Welchen Eindruck hat die Mannschaft bisher bei Ihnen hinterlassen?
Einen durchweg positiven. Ich hatte sofort das Gefühl: Die sind motiviert und wollen was erreichen. Wir haben dann im Laufe der Vorbereitung auch einige Laufeinheiten gemacht, waren aber zum Beispiel auch Beach-Handball spielen oder haben eine Runde Fußball gespielt. Ich wurde auch speziell von der Mannschaft sehr herzlich aufgenommen. Wir haben am vergangenen Wochenende dann in unserer Halle eine Art Kurz-Trainingslager gemacht. Sinn der Sache war, die Konzepte, die ich mir vorstelle, weiter zu vertiefen. Am Samstagabend hatten wir dann ein Testspiel gegen Borussia Höchsten, die ebenfalls in der Kreisliga spielen. Dort haben die Jungs schon einiges von dem umgesetzt, was wir in den Wochen zuvor trainiert hatten. Am Ende haben wir dann auch deutlich mit 28:22 gewonnen. Im Anschluss habe ich das Team dann noch zu mir nach Hause zum Grillen eingeladen. Da ist jeder einzelne Spieler mitgekommen, und wir hatten einen schönen Abend. Das Teambuilding hat bei mir einen ganz hohen Stellenwert. Und ich denke, durch diese Aktion sind wir noch etwas weiter zusammengerückt.


Wie sieht der weitere Fahrplan bis zum Saisonstart in zwei Wochen bei Grün-Weiß Emst aus?
Samstagabend haben wir noch ein Testspiel gegen die HSG Gevelsberg/Silschede II, einen Bezirksligisten. Das wird nochmal ein richtiger Härtetest vor dem Saisonstart. Da will ich noch mal ein paar Sachen und Systeme ausprobieren. Danach werden wir noch eine Woche Zeit haben, um die letzten Feinheiten zu trainieren und das Konzept weiter zu vertiefen.


Welche Ziele haben Sie für die kommende Spielzeit?
Wir wollen von Anfang an so lange wie möglich oben mitspielen. Wenn alle Spieler fit bleiben, können wir durchaus für die ein oder andere Überraschung sorgen. Den direkten Wiederaufstieg in die Bezirksliga haben wir uns aber nicht als festes Ziel gesetzt.

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