3. Liga

Lux beschert Eintracht Hagen in Schlusssekunde einen Punkt

 Maximilian Lux bringt dem Eintracht Hagen in letzter Sekunde mit seinem Siebenmeter-Treffer einen glücklichen Punkt

Maximilian Lux bringt dem Eintracht Hagen in letzter Sekunde mit seinem Siebenmeter-Treffer einen glücklichen Punkt

Foto: Michael Kleinrensing / WP

Augustdorf/Hagen.  Es war der erste Punktverlust in der 3. Liga für Eintracht Hagen. Und nur durch einen Lux-Siebenmeter kam man wenigstens zu einem 27:27-Remis.

Dass es am Ende wenigstens zu einem Zähler reichte, war noch glücklich für den VfL Eintracht Hagen. Das räumte auch Trainer Ulli Kriebel ein, nachdem der Zweitliga-Absteiger beim 27:27 (10:12) bei HandbALL Lippe II (THL) im vierten Spiel den ersten Punktverlust hinnehmen musste. „Unser Anspruch muss schon sein, da zu gewinnen“, sagte Kriebel nach dem Remis in Augustdorf, „aber die Lemgoer Youngster haben das leidenschaftlichere Spiel gezeigt, hätten einen Sieg verdient gehabt.“ So war auch THL-Trainer Matthias Struck trotz des späten Hagener Ausgleichs zufrieden: „Die Jungs können sehr stolz auf ihre Leistung sein.“

Gaubatz trifft achtmal nach der Pause

Dass die Ostwestfalen nicht sogar mit einem Überraschungssieg dafür belohnt wurden, lag an der Nervenstärke von Maximilian Lux. Die Gastgeber führten in den letzten Sekunden mit 27:26 und hatten Ballbesitz, ehe die Schiedsrichter gegen sie auf Schrittfehler entschieden. Der VfL lief mit vollem Tempo nach vorn, Jan-Laus Gaubatz wurde von HTL-Akteur Michel Reitemann unsanft gestoppt. Dieser sah die Rote Karte, den fälligen Strafwurf, den einzigen in der gesamten Partie für den VfL Eintracht, verwandelte Lux zum Ausgleich, der Jubel der Gäste indes war verhalten.

Denn zuvor hatten sie über weite Strecken ihre Favoritenrolle nicht bestätigen können und lange zurückgelegen. Nach dem 2:3 brachte Lux sie mit drei Treffern in Folge noch einmal mit 5:3 (10. Minute) in Führung, dann lagen sie beim 8:7 durch Daniel Mestrum (20.) letztmals vorn. Beim 9:12 (28.) hatte die Spielgemeinschaft aus Augustdorf, Lemgo und Lippe die Partie schon gekippt, beim 16:24 (47.) war die höchste Führung der Gastgeber erreicht. „Wir haben vor allem in der ersten Hälfte zu viele Chancen liegen gelassen“, bedauerte Kriebel, nur 36 Prozent der Angriffe habe man zu Toren genutzt: „Das ist viel zu wenig.“ 21 technische Fehler kamen hinzu.

Erst in der Schlussphase kämpften sich die Gäste heran, allen voran durch den achtmal nach der Pause treffenden Gaubatz. Und kamen nach dem 23:26 (56.) noch zum glücklichen Ausgleich. „In der letzten Viertelstunde haben wir den Kampfgeist gezeigt, den ich mir über das ganze Spiel gewünscht hätte“, sagte Kriebel, machte aber auch deutlich: „Wir müssen effektiver werden.“

VfL Eintracht Hagen: Dresrüsse, Mahncke; Bergner, Brand (1), Gaubatz (8), Kister (2), Lux (5/1), Mestrum (3), Pröhl (2), Schmidt (2), Stefan (1), Toromanovic (2), Voss-Fels (1). Beste HandbALL Lippe II: Hangstein (4), Pauly (4), Rose (6).

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