Taekwondo

Ohne Druck bei Taekwondo-EM gegen die Olympia-Asse

Als EN-Sporlerin des Jahres wurde Anna-Lena Frömming geehrt, heute startet sie bei der Taekwondo-Europameisterschaft. f Foto: Gero Helm / WAZ FotoPool.

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Manchester/Herdecke.Da wird es mehr als nur einen Hauch von Olympia geben: Nur knapp 300 Kilometer entfernt von den Sportstätten der Spiele 2012 in London startet Anna-Lena Frömming heute in der Gewichtsklasse bis 57 Kilogramm in die Taekwondo-Europameisterschaften. In der Wettkampfstätte „The Regional Arena“ in Manchester trifft die 17-jährige Kämpferin des TuS Ende bei ihrem internationalen Meisterschafts-Debüt im Seniorenbereich direkt zum Auftakt auf eine Olympia-Teilnehmerin.

Schon die erste Gegnerin von Anna-Lena Frömming hat es in sich: Dragana Gladovic aus Serbien ist nicht nur fast drei Jahre älter, sie gewann auch im Januar in ihrer Gewichtsklasse das olympische Qualifikationsturnier im russischen Kazan. Sollte die junge Herdeckerin diese harte Auftakt-Prüfung heute früh bestehen, wäre die Italienerin Cristina Gaspa in der zweiten Runde die Kontrahentin. Danach würden im Tableau des Federgewichts entweder Sedanur Yumrucali (Türkei) oder die Spanierin Andrea Rica Taboada im Viertelfinale warten.

So weit blickt Frömming, in der Jugend amtierende Europameisterin und jüngst WM-Bronzemedaillen-Gewinnerin in Ägypten, nicht voraus. „Meine Gegnerinnen werden älter und erfahrener als ich sein“, weiß die 17-Jährige, die erst im nächsten Jahr dem Juniorinnen-Alter entwächst: „Ich kann hier ganz locker an den Start gehen und habe auch keinen Druck von den Trainern.“ Erfahrungen im illustren Teilnehmerfeld zu sammeln, steht für sie im Fokus. Da sie in einer der vier olympischen Frauen-Gewichtsklassen startet, sind neben Dragana Gladovic weitere Kämpferinnen dabei, die sich für London qualifiziert haben oder kurz vor dem Ziel gescheitert sind. „Hier möchte sich jeder beweisen“, weiß Anna-Lena Frömming, die bei ihren beiden bisherigen internationalen Starts im Frauenbereich bei Turnieren in Zagreb und Trelleborg (Schweden) übrigens jeweils gewann: „Aber mit den Olympischen Spielen hat es für mich persönlich noch nichts zu tun.“

Zumal das 14-köpfige deutsche Team um die Olympia-Starterinnen Helena Fromm und Sümeyye Manz zwar seit Dienstag in Manchester ist und die Stadt schon erkundet hat. Doch bereits am Montag geht es nach der EM zurück in die Heimat, Gelegenheit zum Ausflug nach London besteht nicht. Der hautnahe Kontakt mit Olympia muss noch ein bisschen warten.

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