2. Bundesliga

Phoenix Hagen liefert in Ehingen die geforderte Reaktion

Phoenix-Center Adam Pechacek stopft, der Ehinger Kevin Strangmeyer sieht zu. So lief es häufig bei Hagens 103:92-Sieg.

Phoenix-Center Adam Pechacek stopft, der Ehinger Kevin Strangmeyer sieht zu. So lief es häufig bei Hagens 103:92-Sieg.

Foto: Jörg Laube

Ehingen.  Die erhoffte Reaktion nach der Pleite in Quakenbrück lieferte Phoenix Hagen ab. Beim Team Ehingen gelang mit mit 103:92 der erste Sieg 2020.

Die erhoffte Reaktion nach der Pleite bei den Artland Dragons lieferte Phoenix Hagen ab. Aber anders als gedacht, denn der vor dem Jahreswechsel so defensivstarke Basketball-Zweitligist kassierte nach den 103 Zählern in Chemnitz und den 104 vom Freitag in Quakenbrück auch bei Schlusslicht Team Ehingen Urspring erneut 92 Gegenpunkte. Die treffsichere Offensive um Kyle Leufroy, Adam Pechacek und Dominik Spohr sorgte aber dafür, dass die Hagener mit 103:92 (53:42) im dritten Spiel in der Fremde in Folge noch relativ souverän siegten. „Es war nicht die Art und Weise, wie wir uns das gewünscht hatten“, räumte Trainer Chris Harris ein, „aber Hauptsache gewonnen. Mit den zwei Auswärtsfahrten in den Knochen war das heute eine starke Energieleistung von uns.“

Schon in den ersten Angriffen in Ehingen demonstrierten die Gäste, was sie offensiv an diesem Abend auszeichnen würde. Kyle Leufroy und Dominik Spohr trafen die ersten beiden Dreier zur Hagener 6:0-Führung, auch in der Folge waren diese aus der Distanz ausgesprochen treffsicher. Insgesamt 13 von 23 Würfen, also starke 57 Prozent, hatten Leufroy, Spohr oder auch Jonas Grof, der seine beiden Dreier traf, am Ende verwandelt. Es war die Basis für den dritten Auswärtssieg in dieser Saison. „Mit unserer tollen Wurfquote haben wir den Abstand, als wir erst einmal führten, halten können“, resümierte Harris.

Zunächst allerdings konterten die Ehinger, die auf den erkrankten US-Flügel Greg Malinowski verzichten mussten, die frühe Phoenix-Führung mit einem 11:0-Lauf. Auch weil die Gäste sich erneut viele Ballverluste erlaubten und Jon Octeus das Spiel nicht lenken konnte. „Das war sein schwächstes Wochenende“, bekannte Harris, „Jon hat wenig Energie gebracht, sich unglückliche Fouls geleistet.“ Für Octeus kam der verbesserte Niklas Geske, vor allem aber brachte der Phoenix-Coach auf den Centerposition nun Adam Pechacek (5. Minute). Und den Tschechen bekamen die Gastgeber überhaupt nicht in den Griff, gemeinsam mit Leufroy kippte er die Partie erneut. Zwölf Punkte trug Pechacek bis zur Sirene noch bei, sein krachender Dunking zum 24:19 bedeutete die Hagener Führung nach dem ersten Viertel.

Phoenix Hagen hat immer eine Antwort

Diesen Vorsprung sollten sich die Gäste bis zum Ende nicht mehr nehmen lassen, auch wenn Ehingens Cullen Jacob Neal aus allen Distanzen traf. Ihn und Power Forward Erik Scheive bekamen die Hagener überhaupt nicht in den Griff, offensiv fanden sie aber stets eine Antwort. Bei Leufroys Dreier zum 42:31 (16.) war der Vorsprung erstmals zweistellig, das galt auch zur Pause dank zweier Distanztreffer von Grof, der wie Jannik Lodders formverbessert gegenüber dem Artland-Spiel auftrat. Da konnte es sich Phoenix auch leisten, Pechacek im gesamten zweiten Viertel auf der Bank zu lassen.

Nach der Pause kam er zurück, trotz defensiver Probleme und nachlässig vergebener Chancen (Harris: „Mit Unkonzentriertheiten haben wir den Gegner immer wieder aufgebaut“) blieb Phoenix deutlich vorn. Weil die Gäste nach Ehinger Zwischenspurts immer wieder direkt Nadelstiche setzten, auch Octeus traf nun aus der Distanz (72:61, 27.). Zwar ging die Dreierquote - zwischenzeitlich bei 67 Prozent - nun zurück, ernsthaft in Gefahr geriet der Hagener Sieg aber nicht mehr. Und als Scheive eine gute Minute vor dem Ende auf 90:98 verkürzte, nahm Harris eine Auszeit, um nach der 77:83-Hinspielniederlage auch den direkten Vergleich zu sichern. Das stand fest, als Spohr sieben Sekunden vor dem seinen fünften Dreier zum 103:90 verwandelt hatte. Die Rehabilitation für die böse Pleite von Quakenbrück war gelungen, zwei freie Tage waren der Lohn. Die nächste Reise nach Schwenningen steht auch erst am 24. Januar an.

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